Morgan Plus Four Morgan
Morgan Plus Four
Morgan Plus Four
Morgan Plus Four
Morgan Plus Four 22 Bilder

Morgan Plus 4 wird Morgan Plus Four

Neues Turbo-Modell eines alten Modells ohne Turbo

Auto Salon Genf 2020

Morgan stellt für seinen seit 1950 gebauten Roadster Plus 4 einen Nachfolger vor. Trotz ähnlichem Aussehens sollen 97 Prozent der Teile neu sein.

Mit einigen Unterbrechungen baut Morgan sein Modell Plus 4 seit 1950, dessen Stahl-Chassis sogar seit 1936. Der puristische Zweisitzer ist zwischen dem 4/4 und dem Plus 8 angeordnet. Jetzt präsentiert der kleine Hersteller aus dem englischen Malvern Link einen Nachfolger. Dieser hat nicht mehr eine „4“ als Ziffer in seinem Namen, sondern die „Four“ als Zahlwort. Technisch soll sich allerdings viel mehr getan haben – laut Hersteller sind 97 Prozent der Teile neu.

Als Basis kommt jetzt eine Aluminium-Plattform (sogenannte CX-Generation) zum Einsatz – Morgan sammelt schon seit Jahren Erfahrungen mit Flugzeug-Aluminium. So bestehen beispielsweise die vorderen Kotflügel des Plus 8 aus diesem Material. Die Radführungen übernehmen erstmals Doppelquerlenker und als Räder kommen besonders leichte Speichenräder zum Einsatz.

Morgan CX-Plattform
Morgan
Der neue Morgan Plus Four basiert auf einer Aluminium-Plattform (Bild) - sein Vorgänger basierte auf einem seit 1936 eingesetzten Stahl-Chassis.

Erstmals mit Turbomotor

Für den Antrieb ist beim Plus Four ein Turbomotor zuständig, der Plus 4 musste während seiner gesamten Bauzeit mit einem Saugmotor auskommen. Der 2,0-Liter-Turbo-Vierzylinder von BMW leistet in der Morgan-Spezifikation 259 PS und generiert ein maximales Drehmoment in Höhe von 400 Newtonmeter (Handschalter: 350 Newtonmeter). Damit spurtet der 1.009 Kilogramm leichte Roadster in 4,8 Sekunden auf Tempo 100 (Handschalter 5,2 Sekunden), maximal sollen 240 km/h drin sein. Per Knopfdruck lässt sich ein Sport-Plus-Modus zuschalten, der eine direktere Gasannahme verspricht. Den WLTP-Durchschnittsverbrauch geben die Engländer mit 7,0 Liter pro 100 Kilometer an (Handschalter: 7,3 Liter).

Morgan Plus Four
Morgan
Das handgefertigte Interieur des neuen Morgan Plus Four.

Während es den Plus 4 ausschließlich mit einer Handschaltung gab, kann der Kunde beim neuen Plus Four zwischen einer manuellen Sechsgang-Schaltung und einer Achtgang-Automatik wählen.

technische Daten Morgen Plus Four

  Automatik Handschaltung
Motor BMW 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbo BMW 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbo
Schaltung Achtgang-Automatik mit Sport-Plus-Modus Sechsgang-Schaltung
Leistung 259 PS bei 4.000/min 259 PS bei 4.000/min
Drehmoment 400 Nm bei 1.000 - 4.300/min 350 Nm bei 1.000 - 5.000/min
0-100 km/h 4,8 s 5,2 s
Höchstgeschwindigkeit 240 km/h 240 km/h
Leistungs-Gewichtsverhältnis 257 PS/Tonne 255 PS/Tonne
Durchschnitts-Verbrauch nach WLTP 7,0 Liter pro 100 km 7,3 Liter pro 100 km
CO2-Emissionen 159 g/km 165 g/km
Länge 3.830 mm 3.830 mm
Breite 1.650 mm 1.650 mm
Höhe 1.250 mm 1.250 mm
Gewicht (trocken) 1.009 kg 1.013 kg
Emissions-Standard Euro 6 Euro 6
Tankinhalt 46 Liter 46 Liter
Chassis Aluminium/CX-Generation Aluminium/CX-Generation

1.000 Kilometer Fahrt zurück

Morgan stellt seine neuen Modelle traditionell auf dem Genfer Autosalon vor. Da dieser dieses Jahr wegen Corona-Virus-Ansteckungsgefahr kurzfristig entfiel, haben sich die Engländer etwas Neues ausgedacht, um ihren Roadster vorzustellen: Sie fahren ihn vom Schweizerischen Genf über 1.100 Kilometer auf eigener Achse zurück an Morgans Stammsitz im englischen Malvern Link.

Morgan Plus Four
Morgan
In 4,8 Sekunden spurtet der Plus Four auf Tempo 100.

Morgan liefert den neuen Plus Four ab sofort aus – die Preise beginnen bei 62.995 Pfund inklusive der britischen Mehrwertsteuer in Höhe von 20 Prozent (Gesamtpreis aktuell umgerechnet zirka 72.261 Euro).

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Fazit

Morgan entwickelt seine klassischen Roadster fleißig weiter. Die Renner sind leicht und deshalb ausgesprochen sportliche – und sie sind recht wertstabil. Mit leichter Aluminium-Basis, arbeitsfreudigem Turbomotor und frischem Fahrwerk dürfte der neue Plus Four dynamisch Spaß noch mehr Spaß machen als sein Vorgänger. Gut, dass sich auf dem hart umkämpften Automobil-Markt weiterhin auch kleine Hersteller behaupten.

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