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Nissan Z: Mit Biturbo-V6 und 405 PS - Preise und Marktstart

Nissan Z mit 405 PS Erst das Preisschild, jetzt die Verzögerung

Nissan bringt die neue Generation seines Z-Sportwagens an den Start, die den 370Z beerbt. Der Nachfolger heißt schlicht Z und leistet aus einem Dreiliter-Biturbo-V6 satte 405 PS. Die Preise stehen fest, doch Nissan muss den Marktstart verschieben.

Lange hat Nissan seine Fans auf die Folter gespannt. Jetzt ist er endlich da – der neue Sportwagen der Z-Familie. Der einfach Nissan Z getaufte Zweitürer feierte 2021 in New York Weltpremiere. Mit diesem neuen Sportwagen schauen die Japaner weit zurück in ihrer Markengeschichte. Das Design-Team feiert 50 Jahre "Z" und entwickelte mit dem Z einen Sportwagen, der die DNA legendärer Modelle trägt. Sie orientieren sich bei der Frontgestaltung am Nissan Fairlady Z (S30; besser bekannt als Datsun 240Z), das Heck lehnt sich an den 300ZX an. Das Design wurde von der Studie Proto Z bis zum Serienmodell nicht mehr verändert.

Wie bei jedem Design, dass sich auf klassische Modelle bezieht, möchten die Stylisten auch hier moderne Einflüsse mit dem traditionellen Design gepaart wissen. "Wir haben die Designer zwischen den Jahrzehnten reisen lassen", so Designchef Alfonso Albaisa. Wie gut die Formgebung ankommt, hat Nissan nun mit jenen getestet, die es wissen müssen: Bei einem "Morning Cruise" in Tokio wurde der Proto Z vor Besitzern alter Z-Modelle erstmals vor Publikum enthüllt – und die japanischen Enthusiasten machten den Eindruck, durchaus vom Neuling angetan zu sein. Also wurde auch nichts mehr geändert.

Design-Zitatensammlung

Die lang gezogene Motorhaube und die abgeschrägten tropfenförmigen LED-Scheinwerfer zitieren die ersten "Z"-Vertreter. Der rechteckige Kühlergrill weist auf das aktuelle 370Z-Modell hin, beherbergt aber auch ovale Grill-Lamellen. "Die LED-Scheinwerfer haben zwei Halbkreise, die auf die japanischen 240ZG der 70er Jahre zurückgehen", erklärt Albaisa. "Der ZG hat klare Abdeckungen über den Scheinwerfereinheiten, die unter Licht zwei kreisförmige Reflexionen über jedem Scheinwerfer abgeben. Wir mochten dieses einzigartige Merkmal und stellten fest, dass es natürlich zur Identität des Z passt."

Sachsen Classic, 2012, Teilnehmer - DATSUN 240 Z
Kaufberatung

Die Dachlinie offenbart zusätzlich die Verwandtschaft. Sanft fällt sie gen Heck ab, Dach und Heckscheibe vereinen sich zu einer Fläche und münden in einem ausladenden Heck. Das zeigt sich modern mit schmalen LED-Heckleuchten in einem schwarzen Band. In der Heckschürze mit "Z"-Logo machen sich ein Diffusor und kreisrunde Auspuffendrohre breit. Zusammen mit den wuchtigen hinteren Kotflügeln und den starken Sicken an den Seiten kommt der Z aggressiv und stämmig daher. Die Seitenlinie und die Front wirken hingegen filigraner. Den Kontakt zur Straße halten 18 Zoll große Leichtmetallfelgen im Mehrspeichen-Design (19 Zöller gibt es gegen Aufpreis), die den Blick auf die farbigen Bremssättel zulassen. Unter der Karosserie steckt übrigens die stark modifizierte FM-Plattform, die auch schon den Vorgänger trug.

Nissan 400Z innen voll digital

Das Interieur haben die Designer im Hier und Jetzt gelassen. Konturierte Sportsitze empfangen Fahrer und Beifahrer. Eine breite Mittelkonsole trennt beide. Der Fahrer greift in ein Dreispeichen-Lenkrad mit zahlreichen Bedienknöpfen und schaut auf ein volldigitales 12,3 Zoll großes Cockpit. Der Drehzahlmesser dominiert die Anzeigen. Der Armaturenträger ragt weit hinauf und scheint fast senkrecht zu stehen. Leicht sind die drei oberen runden Anzeigeuhren nach links geneigt. Die zeigen dem Fahrer den Ladedruck, die Drehzahl der Turbolader sowie die Bordspannung an. Unter den schmalen Luftschlitzen gibt es im Nissan Z einen 8 oder 9 Zoll großen Touchscreen zur Steuerung von Infotainment- und Navigations-System. Smartphones werden per Apple Carplay und Android Auto eingebunden.

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Der Armaturenträger des Nissan Z ragt weit hinauf und scheint fast senkrecht zu stehen.

Beim Antrieb Nissan setzt auf einen Dreiliter-Twin-Turbo-V6 (VR30DDTT), der bereits aus dem Infiniti Q50 oder dem Q60 Red Sport bekannt ist. Dieser leistet 405 PS, liefert maximal 475 Nm und wird im Z mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe gekoppelt. Optional kann auch eine Neungang-Automatik mit Schalt-Paddel am Lenkrad geordert werden. Zu seinen Features gehören ein Alu-Block, Vierventiltechnik und wassergekühlte Ladeluftkühler. Für mehr Grip an der Hinterachse sorgt ein mechanisches Sperrdifferenzial. Ampel-Sprints unterstützt in der Automatikvariante eine Launch Control. Dafür trägt der Handschalter eine Kardanwelle aus Karbon. Zur Sicherheitsausstattung zählen ein Notbremsassistent mit Fußgängererkennung, eine Kollisionswarnung, Tot-Winkel-Assistent, Querverkehrswarnung hinten, Spurverlassenswarnung und ein Fernlichtassistent.

Kein Hybrid, kein E-Modell – nicht für Europa

Übrigens: Eine Hybrid- oder oder Plug-in-Hybrid-Version ist in dieser Modellgeneration nicht eingeplant – auch ein rein elektrisch betriebener Z ist nicht in Sicht. Eine Nismo-Variante mit mehr Leistung wurde schon angedeutet, eine Roadster-Ausgabe ist durchaus denkbar.

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In Japan ist der Nissan Z ab umgerechnet rund 38.000 Euro erhältlich.

Nicht möglich ist es in Zukunft, den neuen Nissan Z in Europa zu kaufen. Die Gründe sind mannigfaltig. Da sind zum einen der schrumpfende Sportwagenmarkt, zum anderen die Emissionsvorschriften, die es dem wirtschaftlich angeschlagenen Autobauer unmöglich machen, den kleinen Sportwagen in Europa anzubieten. Stattdessen will man sich bei Nissan auf die lukrativen Crossover-Modelle und auf die Elektrifizierung seiner bestehenden Modelle konzentrieren. Wer noch einen 370Z ergattern möchte, muss beim Nissan-Händler nach Bestands-Fahrzeugen schauen. Aber gibt es irgendwann nicht doch noch Hoffnung auf einen europäischen Nissan Z? Auf absehbare Zeit "nein", heißt es aus Unternehmenskreisen. Aber "man sollte niemals nie sagen!"

In Japan ab 38.000 Euro erhältlich

Konkrete Preise nennt Nissan bisher nur für die Heimat. In Japan kostet der Sportwagen in seiner Basisversion – und zwar unabhängig vom gewählten Getriebe – etwas mehr als 5,2 Millionen Yen, was aktuell umgerechnet gut 38.000 Euro entspricht. Wer die limitierte Topvariante Proto-Spec haben möchte, zahlt fast sieben Millionen Yen (ungefähr 50.600 Euro).

Gebaut wird der Nissan Z ausschließlich im japanischen Nissan-Werk in Tochigi. Allerdings herrschen dort aktuell die üblichen Engpässe, was die Versorgung mit Halbleitern und anderen Zulieferteilen angeht. Deshalb muss Nissan die Markteinführung des Z verschieben. Statt im Juni soll der Sportwagen lokalen Medien zufolge "irgendwann zwischen Juli und September" bei den japanischen Händlern stehen. Entsprechend verschiebt sich der US-Start auf den Spätsommer oder Herbst.

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Nissan bringt eine neue Z-Generation an den Start, die sich optisch an den Vorgängermodellen orientiert. Der Zweitürer leistet 405 PS, liefert maximal 475 Nm und zielt direkt auf die Toyota Supra. Nach Europa kommt der Nissan Z allerdings nicht – und auf die anderen Märkte später als geplant.

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