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Neuer Volvo C40 (2023): Endlich wieder mit Heckantrieb

Volvo C40 Recharge (2023) Endlich wieder ein Volvo mit Heckantrieb

Volvo überarbeitet sein kleinstes Elektromodell. Äußerlich bleibt vieles beim Alten, aber die Schweden ändern das Antriebskonzept komplett.

2021 hatte Volvo aus seinem Kompakt-SUV XC40 das Coupé C40 abgeleitet. Von Anfang an gab es den C40 nur in der beim XC40 als Recharge bezeichneten Elektro-Version. Schließlich will Volvo 2025 weltweit jedes zweite Auto als Elektro-Modell absetzen, fünf Jahre später sollen nur noch elektrische Autos im Angebot sein. Zum Modelljahr 2023 erfahren der C40 und damit auch der XC40 Recharge eine ungewöhnlich radikale Änderung bei ihrem Elektroantrieb.

Plattform

Die CMA-Plattform (Compact Module Architecture) der beiden SUV-Modelle hatte Volvo zusammen mit dem chinesischen Mutterkonzern Geely in Schweden entwickelt. Die flexible Plattform, die lediglich in der Distanz zwischen der vorderen Radnabe und den Pedalen fixiert ist, erlaubt neben rein elektrischen Antrieben auch noch konventionelle Antriebsstränge, die im ersten CMA-Auto, dem XC40 weiterhin zu haben sind. Später folgten der Polestar 2, die Lynk & Co.-Modelle 01, 02, 03 sowie 05 und diverse Geely-Fahrzeuge – alle mit ähnlichen Abmessungen und Motorisierungen.

Exterieur

Der Volvo C40 orientierte sich am bekannten Design des XC40 Recharge, daran dürfte sich wenig ändern. Bis zur B-Säule erscheinen SUV und SUV-Coupé identisch, danach neigt sich beim C40 das Dach sanft gen Heck.

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Die Cockpit-Gestaltung des Volvo C40 Recharge orientiert sich am XC40.

Interieur und Ausstattung

In Sachen Innenraumgestaltung bleibt der Volvo C40 ganz bei seinem Verwandten XC40, unterscheidet sich aber durch modellspezifische Farben und Dekorelemente. Als erstes Modell kommt kein Leder mehr zum Einsatz. Der Fahrer greift in ein Dreispeichenlenkrad mit Chromspangen und fast viereckigem Pralltopf. Er schaut auf ein digitales Cockpit. Im zentralen Display am Armaturenträger steuert er die Komfort – und Infotainment-Systeme. Letztere wurden gemeinsam mit Google auf Android-Basis entwickelt. Nutzbar sind daher für Fahrer und Passagiere Google Maps, Google Assistant und der Play Store. Software-Updates erfolgen "over the air" (OTA), ein unbegrenztes Datenvolumen bedeutet stets verfügbare Konnektivität.

Bei den Fahrerassistenzsystemen bietet Volvo unter anderem einen Spurhalteassistenten, einen Kollisionswarner mit Lenkeingriff sowie Notbremsassistent mit Fahrzeug-, Fußgänger- und Fahrraderkennung an.

Antrieb und Laden

Beim Debüt des C40 gab es wie im XC40 Recharge zwei permanent erregte Synchronmotoren (PSM), je einen pro Achse. Später gab es kurzzeitig eine einmotorige Variante mit Frontantrieb. Wer sich für den zum Modelljahr 2023 neu eingeführten Hinterradantrieb entscheidet, kann zwischen zwei Varianten wählen. Das 175 kW (238 PS) starke Einstiegsmodell mit Single Motor bietet drei Prozent mehr Leistung als das bisherige Pendant mit Frontantrieb. In Verbindung mit der 69-kWh-Hochvoltbatterie, die eine verbesserte Kühleffizienz aufweist, fährt der Volvo C40 Recharge bis zu 476 Kilometer weit. An 150-kW-Schnellladestationen beträgt die Zeit für das Laden von zehn auf 80 Prozent rund 27 Minuten. In Kombination mit dem größeren 82-kWh-Akku kommt ein 185 kW (252 PS) starker Elektromotor an der Hinterachse zum Einsatz. Der Volvo C40 legt damit bis zu 533 Kilometer zurück. Der anschließende Ladestopp von zehn auf 80 Prozent dauert ebenfalls nur rund 27 Minuten, da sich der größere Akku sogar mit bis zu 200 kW Gleichstrom laden lässt. Damit sind die einmotorigen XC40 / C40 die ersten Volvos mit Hinterradantrieb seit der Baureihe 940/960, die ab 1996 auf die Bezeichnung S90/V90 hörten.

Auch die Allradvariante profitiert zum neuen Modelljahr, das ab April 2023 produziert wird, von neuen Antrieben und mehr Reichweite: Anstelle der 150 kW (204 PS) starken Elektromotoren an beiden Achsen findet sich vorn nun ein neuer 110 kW (150 PS) starker Asynchron-Elektromotor und hinten der von Volvo selbst entwickelte 190 kW (258 PS) starke Permanentmagnet-Elektromotor. In Verbindung mit dem 82-kWh-Akku und einer verbesserten Batteriekühlung klettert die Reichweite des Volvo C40 Recharge Twin Motor AWD von 451 auf nun bis zu 507 Kilometer.

Zur verbesserten Effizienz und Reichweite tragen auch aerodynamische Modifikationen am Exterieur sowie neu gestaltete 19-Zoll-Leichtmetallfelgen bei.

Technische Daten Volvo C40 Recharge

Volvo C40 Recharge Single Motor C40 Recharge Single Motor ER Volvo C40 Recharge Twin Motor
Antrieb: 1 Elektromotor/Hinterachse 1 Elektromotor/Hinterachse 2 Elektromotoren
Systemleistung: 238 PS (175 kW) 252 PS (185 kW) 408 PS (300 kW)
Drehmoment: 330 Nm 420 Nm 670 Nm
Beschleunigung 0 - 100 km/h: 7,4 s 7,4 s 4,7 s
Top Speed: 180 km/h 180 km/h 180 km/h
Akku-Leistung: 69 kWh 82 kWh 82 kWh
Reichweite (WLTP): 453 bis 477 km 507 bis 534 km 483 bis 508 km
Länge: 4.431 mm 4.431 mm 4.431 mm
Breite: 2.035 mm 2.035 mm 2.035 mm
Höhe: 1.582 mm 1.582 mm 1.582 mm
Spurweite vorne: 1.598 mm 1.598 mm 1.598 mm
Spurweite hinten: 1.623 mm 1.623 mm 1.623 mm
Kofferraum-Volumen: 413 - 1.205 Liter 413 - 1.205 Liter 413 - 1.205 Liter
Frunk-Volumen: 31 Liter 31 Liter 31 Liter
Gewicht: 2.052 kg 2.096 kg 2.185 kg

Preise

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Preisliste Volvo C40 Recharge0,66 MByte

Der Volvo C40 Recharge Single Motor mit Hinterradantrieb startet ab 47.500 Euro in der Ausstattungsvariante Core, die Extended Range Variante (Single Motor und Hinterradantrieb) startet im Trim-Level Core zu Preisen ab 54.450 Euro und die Variante mit Twin Motor und Allradantrieb beginnt in der Ausstattungsvariante Plus bei 61.400 Euro. Neben der Basisversion Core ist der C40 auch in den Varianten Plus und Ultimate zu haben.

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Fazit

Der C40 Recharge war Volvos zweites rein elektrisches Modell, das auf der CMA-Plattform basiert – so wie schon diverse Elektroautos von Geely, Lynk & Co und Polestar, die wohl auch die Überarbeitung mitmachen werden. Bei der wechselten die Schweden überraschenderweise zum Hinterradantrieb, was grundsätzlich gut zu drehmomentstarken E-Motoren passt – die Traktion dürfte profitieren. Die zweimotorigen Versionen bleiben freilich beim Allradantrieb, aber auch hier ändert sich was: Die E-Motoren legen an Leistung zu.

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