VW ID.3 (2020)

Elektro-Golf erwischt!

Erlkönig VW ID. Neo Foto: Stefan Baldauf

Volkswagen bringt mit dem ID.3 Anfang 2020 sein erstes Modell der ID-Familie auf den Markt. Bei Wintertests wurde nun das Serienmodell von unserem Erlkönig-Jäger abgeschossen.

2016 hatte Volkswagen auf dem Autosalon in Paris mit dem ID. erstmals die Studie eines kompakten Elektroautos vorgestellt. Der 4,10 Meter lange Viertürer basiert auf dem Modularen Elektrobaukasten (MEB) und wurde von einem 140-kW-Heckmotor befeuert. Die Reichweite sollte bei 600 Kilometern liegen.

VW ID.3 – das 1-Millionen-Elektroauto

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Nun, drei Jahre später steht der ID. Neo – so der inoffizielle Name des Modells – kurz vor der Markteinführung – als komplette Neuentwicklung. Anmeldungen im deutschen Patentregister zeigen, der ID. Neo wird ID.3 heißen. Lediglich die 12-Volt-Batterie, diverse Scharniere und die Türgriffe entstammen aus dem Konzernregal. Für Volkswagen ist das Modell das Initial in die Elektromobilität, denn der ID.3 ist das erste Modell auf Basis des MEB. Bis 2025 sollen eine Million ID. Neo abgesetzt werden. 2020 im ersten vollen Produktionsjahr strebt VW 100.000 Modelle an.

Bei diese hohen Stückzahlen muss auch die Plattform entsprechend ausgelegt sein. Sechs Milliarden Euro haben die Wolfsburger in den MEB investiert und sich vom Erfolg des Modularen Querbaukasten (MQB) inspirieren lassen. Wie bei der Plattform für konventionelle Antriebe können auf der MEB-Plattform viele unterschiedliche Fahrzeuge auch anderer VW-Marken aufbauen. So laufen neben dem ID. in Zwickau auch die kompakten Elektro-Crossover von Audi und Seat vom Band.

Niedriger Schwerpunkt, flacher Boden

Der MEB-Aufbau sieht die rund 300 Kilo schwere Batterie im Fahrzeugboden zwischen den Achsen vor, dadurch sinkt der Schwerpunkt ab, der Fahrzeugboden bleibt flach und der Karosserieaufbau bietet kurze Überhänge und einen langen Radstand. 4,25 Meter misst der ID. in der Länge, der Radstand beträgt zirka 2,70 Meter.

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Der Motor im Heck macht die Kardanwelle überflüssig, das E-Aggregat ist an einem Hilfsrahmen an der Hinterachse befestigt. Zusätzlich bietet der Baukasten auch Allradantrieb über einen zweiten Elektromotor an der Vorderachse. Der ID.3 trägt eine Vierlenker-Achskonstruktion mit Spurstangen, vorne sind McPherson-Federbeine untergebracht. Den Kontakt zur Straße halten 18 Zoll große, aerodynamisch verkleidete Leichtmetallräder, optional sind es 20 Zöller.

Reichweite bis zu 500 Kilometer

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In Sachen Antrieb bildet eine 125 kW starke Version mit 48 kWh-Akku die Basisversion. Weitere, stärkere Modelle können und werden folgen. Die Hinterachse verträgt 150 kW, an der Front dürfen es bis zu 75 kW zusätzlich sein. Das Einsteigermodell des ID.3 soll mit seinen mehr als 300 Nm Drehmoment in unter acht Sekunden auf Tempo 100 surren und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 bis 180 km/h ermöglichen.

Wer VWs E-Golf allerdings so nach vorne treibt, dem dürfte in Sachen Reichweite schnell die Puste ausgehen. Je nach Akkukapazität und Anzahl der Elektromotoren soll diese nach WLTP zwischen 330 und 500 Kilometer betragen. Das Aufladen erfolgt über ein Typ 2-Ladeanschluss mit 11 kW Wechselstrom. 80 Prozent Aufladung werden in vier bis sechs Stunden erreicht. Schneller geht es mit einem 3-phasigen CCS-Gleichstromstecker, der auf bis zu 125 kW ausgelegt ist. Hier dauert die Schnell-Ladung nur Minuten.

Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo VW I.D. Crozz II VW I.D. Crozz II VW I.D. Buzz Elektro-Bus VW I.D. Aero-e VW I.D. Lounge

Studie ist fast gleich Serie

Trotz seiner Tarnung ist die Karosserie des VW ID.3 schon gut zu erkennen. Die Fronthaube und die Windschutzscheibe bilden eine einheitliche Fläche, die Scheinwerfer sind niedrig ausgelegt und kommen um umlaufenden LED-Elementen daher. Sie sind mit einem schmalen Streifen verbunden. In der Mitte thront das VW-Logo. Hier orientiert sich das Frontdesign nicht an der ID.-Studie sondern eher am ID. Crozz II. In der Seitenansicht sind beim Serienmodell auch die charakteristischen Knicke in der Fensterlinie zu erkennen, die auch schon die Studie trug. Allerdings kommen noch konventionelle Rückspiegel dazu, die auf der Türbrüstung stehen.

Auch das Heck zeigt einen ähnlichen Look wie das Conceptcar. Zu erkennen ist ein Dachkantenspoiler, ein schmales Fenster sowie eine ausgeprägte Schürze. Die Leuchten werden jedoch etwas größer ausfallen und nicht ganz so weit in die Karosserieseite ragen. Insgesamt zeigt der Serie-ID. nicht ganz so viele Sicken.

VW I.D. Foto: Volkswagen
Die VW I.D. Studie.

Preiswerter als ein Golf

Im Innenraum dürfte es in der Serienversion, die schließlich Golf-Kunden ansprechend sollen, weniger futuristisch zugehen. Verbaut ist der Modulare Infotainment-Baukasten (MIB II), der eine Kombination aus Touchscreens und volldigitalen Instrumenten bietet. Das besondere Highlight ist jedoch das Headup-Display mit Augmented-Realitiy-Funktionen, die dem Fahrer animierte Elemente zeigen. Wie bei Tesla lassen sich bestimmte Assistenzsysteme und Funktionen per „Over-the-air-Update“ downloaden und installieren.

Und was kostet der VW ID.3 ? Er fällt deutlich günstiger aus, als ein VW Golf und startet bei 27.500 Euro.

VW I.D.
Im Zukunfts-E-Auto Platz genommen 1:30 Min.
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