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Tesla Supercharger-Fabrik im chinesischen Shanghai
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Tesla Supercharger
Tesla Supercharger Nürburgring Model S 12 Bilder

Tesla Supercharger: Strompreise sinken deutlich

Tesla-Schnellladestationen senken Ladepreise Preise am Supercharger sinken im Schnitt auf 55 Ct

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Die Strompreise schießen durch die Decke. Zu Hause und an den meisten Ladesäulen. Nach vielen Monaten mit Aufwärtstrend dreht Tesla die Preisschraube jetzt nach unten.

Schon vor dem Krieg in der Ukraine stiegen die Energiepreise in Deutschland – und damit auch die Kosten an der Ladesäule. Während Tesla bis dato als einer der günstigsten Ladesäulenbetreiber galt, zogen auch die Preise bei den Amerikanern in den vergangenen Monaten kräftig an.

Vor gut einem Jahr, im August 2021, wurden die Preise bei Teslas Superchargern von 37 auf meist 40 Cent pro Kilowattstunde erhöht. Im Dezember 2021 folgte eine Steigerung auf 45 Cent je kWh und im März darauf kletterte der Preis auf rund 48 Cent. Schon einen Monat später, im April 2022, wurde der Preis dann noch einmal erhöht. Von diesem Zeitpunkt an kostete die Kilowattstunde zwischen 50 und 52 Cent. Ab Mai 2022 lag der kWh-Preis dann bei 56 bis 58 Cent – wie bei Tesla üblich, je nach Ladesäule.

Nachts laden für günstigen Strom

Die letzte große Erhöhung folgte im September 2022. Seither kostete das Laden an den Superchargern von Tesla zwischen 69 und 71 Cent/kWh. Im Oktober 2022 lag der Spitzenwert nun bei 74 Cent pro Kilowattstunde am Supercharger. Binnen zwei Jahren ist das ein Preisanstieg von 124 Prozent – im Oktober 2020 kostete die Kilowattstunde nämlich nur 33 Cent.

Preisentwicklung Tesla Supercharger
Tesla
Die Ladepreise stiegen bei Tesla von Oktober 2020 bis Oktober 2022 um mehr als das Doppelte an.

Während die Preise kletterten, hat sich Tesla überlegt, wie sie ihren Strom weiterhin günstiger an die Kundschaft verkaufen können. "Im Zuge unserer Expansion arbeiten wir auch daran, kostengünstigere Ladeoptionen anzubieten. Ab dem 11. Oktober bieten wir an bestimmten Ladestationen einen Rabatt für nächtliches Laden an. In den kommenden Wochen werden weitere Standorte hinzukommen", erklärt der Autobauer kürzlich.

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Wer außerhalb der Spitzenzeiten lade, könne so von niedrigeren Preisen profitieren. Von Tesla-Fahrern warem im Oktober unter anderem Preise von 56 Cent zu lesen – also auf dem Stand vom Mai 2022. Diese würden beispielsweise in Kamen aufgerufen, wenn zwischen 22 und sechs Uhr geladen würde. Im bayerischen Eching falle der Preis nachts sogar auf 46 Cent und sei damit fast so günstig wie noch im Dezember 2021. Für Nachtlader sinkt der Preis also bestenfalls um 24 bis 38 Prozent.

Supercharger-Preise sinken im November bundesweit

Die Preisspirale nach oben hat bei Tesla im November 2022 wohl vorerst ihr Ende gefunden. Denn Tesla senkte zum Monatsende die deutschen Ladepreise, berichtet Teslamag und beruft sich dabei auf eigene Recherchen und Forenbeiträge. In den Spitzenzeiten von 16 bis 20 Uhr bezahle man in Deutschland noch bis zu 61 Cent pro kWh. Im Schnitt liege der Preis bundesweit bei 55 Cent/kWh. An manchen Superchargern sei der Preis sogar auf 52 Cent je kWh gefallen – das entspricht dem Niveau von Anfang 2022. In den Nebenzeiten falle der Preis teilweise sogar noch um weitere 5 Cent auf 47 Cent pro kWh.

USA: Nachts Supercharger 40 Prozent billiger

Deutschland ist aber nicht das einzige Land, in dem Tesla die Preise fürs nächtliche Laden senkt. In Kalifornien wird längst zwischen Nacht und Tag beziehungsweise zwischen Haupt- und Nebensaison beim Laden unterschieden. Dort unterscheiden sich die Preise um 30 bis 40 Prozent – je nachdem, wann der Kunde zur Ladesäule fährt.

Inwieweit die Nachtladetarife auch für Nicht-Tesla-Fahrer zur Anwendung kommen, ist derzeit nicht bekannt. Sie bezahlten aber bereits von Beginn an über 70 Cent je kWh. Nach der Preiserhöhung im Oktober 2022 kostet das Laden nunmehr zwischen 80 und 82 Cent. für 12,99 Euro im Monat können Nicht-Tesla-Fahrer aber auch ein Abo abschließen, mit dem sie dann zu ähnlichen Konditionen wie Teslafahrer laden. Es ist also nicht nur komplizierter, mit fremden Fahrzeugen am Supercharger Strom nachzutanken, sondern auch teurer. Wie man ohne Tesla am Supercharger laden kann, lesen Sie hier.

Kostenlos Laden ist seit 2018 passé

Wer seinen Tesla an einem Supercharger laden möchte, muss schon lange für den gezapften Strom bezahlen. Diese Regelung gilt für alle nach dem 2. November 2018 gekauften Tesla-Modelle. Für gewisse Tesla Model S und Model X, die vor dem 2. November 2018 verkauft wurden, hatte Tesla eine jährliche Supercharger-Gutschrift von 400 kWh (ausreichend für rund 1.600 km Fahrstrecke) gewährt. Hier musste nur für eine darüber hinausgehende Nutzung bezahlt werden.

06/2022, Tesla Supercharger Ladepark BK World Endsee
Alternative Antriebe

Die Abrechnung der Supercharger-Nutzung erfolgt über das angemeldete Tesla-Konto, wird automatisch aktualisiert und zeigt die Abbuchung von der gewährten Gutschrift beziehungsweise den in Rechnung gestellten Betrag. Die Supercharger-Gebühreninformationen können auch auf dem Touchscreen im Fahrzeug gecheckt werden.Tesla betont, dass die Supercharger-Gebühren nicht zur Gewinnmaximierung genutzt werden, sondern nur zur Kostendeckung und zum weiteren Ausbau des Ladenetzwerks beitragen.

Tesla Supercharger Model X
Alternative Antriebe

Neben der reinen Nutzungsgebühr können aber auch sogenannte Blockierungsgebühren anfallen. Die werden fällig, wenn ein Auto eine Ladesäule blockiert, ohne zu laden. Diese greifen auch, wenn ein Auto geladen hat und den Ladeplatz über den Ladevorgang hinaus belegt. In Deutschland lagen diese Gebühren zu Beginn zwischen 40 und 80 Cent je Minute. Mittlerweile wird auch bis zu einem Euro aufgerufen. Die normalen Blockierungsgebühren fallen an, wenn eine Supercharger-Ladestation zu mindestens 50 Prozent besetzt ist. Bei 100 Prozent Belegung der Station verdoppeln sich die Blockierungsgebühren. Wer seinen Tesla an der Station geladen hat, bekommt vom Autobauer fünf Minuten Karenzzeit, um die Ladesäule freizugeben. Infos zum Ladefortgang und dem Ladeende erhält der Tesla-Besitzer über die Tesla-App.

Derzeit stehen europaweit mehr als 10.000 Tesla-Ladepunkte an rund 900 Standorten zu Verfügung. Bundesweit gibt es rund 1.900 Schnellladepunkte an 144 Standorten.

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Die Strom- und Ladepreise steigen überall – auch bei Tesla. Zwischen Oktober 2020 und Oktober 2022 haben sich die Preise mehr als verdoppelt. Im November sind sie erstmals wieder gefallen.

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