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EuroNCAP Crashtest Opel Mokka 2021
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Euro NCAP-Crashtest: Die Ergebnisse aus 2021

Euro NCAP-Crashtest 2021 Opel Mokka und Renault Kangoo nur mit vier Sternen

Euro NCAP hat den Hochdachkombi Renault Kangoo und den SUV Opel Mokka gecrasht. Nachgezogene Ergebnisse gibt es für Mercedes GLA und EQA sowie Cupra Leon.

Die Crashtest-Serie der Euro NCAP-Organisation startet ins neue Jahr. 2021 gelten weiterhin die im vergangenen Jahr verschärften Kriterien. Neu ist ein Unfallszenario, wie es auf Landstraßen typisch ist: Ein Auto prallt frontal auf eine rollende Barriere; beide Fahrzeuge bewegen sich mit 50 km/h aufeinander zu (lesen Sie hier mehr zu diesem Thema). Der neue Crash löst den seit 1997 verwendeten Versuch ab, bei dem das Auto auf ein stehendes Hindernis traf. Hinzu kommen weitere Verfeinerungen, die auch die Dummys betreffen.

Renault Kangoo mit vier Sternen

Die neue Generation des Renault Kangoo, die auch als Mercedes T-Klasse auf den Markt kommen wird, kann im Crashtest mit einem Vier-Sterne-Ergebnis nicht gänzlich überzeugen. Bei der Insassensicherheit stehen 78 Prozent und 29,9 Punkte zu Buche. Im Punkt Kindersicherheit schneidet er mit 87 Prozent und 43 Punkten ab. 36,6 Punkte und damit 67 Prozent konnte der Franzose beim Kriterium Fußgängerschutz einfahren. Die Sicherheitsausstattung wurde mit 72 Prozent und 11,6 Punkten bewertet.

Vier Sterne für den Opel Mokka

Der kompakte SUV erzielte bei der Insassensicherheit 27,9 Punkte und eine 72-Prozent-Wertung. Nur 37 Punkte und 75 Prozent konnte der Mokka beim Thema Kindersicherheit erzielen. Der Fußgängerschutz wurde mit 31,8 Punkten und 58 Prozent bewertet. 10,3 Punkte und 64 Prozent lautet die Wertung bei der Sicherheitsausstattung.

Mercedes EQA und GLA erben fünf Sterne

Einen Extra-Crashtest für die beiden Mercedes-Modelle sparte sich die EuroNCAP-Testmannschaft. Hier wurde die Fünf-Sterne-Wertung der Mercedes B-Klasse von 2019 mit deren Ergebnissen adaptiert.

Cupra Leon übernimmt fünf Sterne

Ebenfalls nicht neu getestet wurde der Cupra Leon. Der Spanier erbt vom bereits getesteten baugeleichen seat Leon die Fünf-Sterne-Bewertung sowie die Ergebnisse aus dessen Test von 2020.

Fünf Sterne für Genesis G80 und GV80

Pünktlich zum Markteintritt in Europa überzeugt Hyundais Edelmarke Genesis mit starken Crashtest-Ergebnissen. Der G80, eine Limousine der oberen Mittelklasse, und dessen SUV-Ableger GV80 holen die Höchstwertung von fünf Sternen. Beide Baureihen erreichen beim Schutz von Kinderinsassen und bei den Assistenzsystemen die volle Punktzahl. Dank Kopf-, Brust- und Mittelairbag gibt es für den GV80 zudem die Höchstwertung beim Seitenaufprallschutz; der G80 liegt nur einen Punkt dahinter. Beim Fußgängerschutz dreht sich das Blatt, weil die Limousine sich mit ihrer aktiven Motorhaube hier einen leichten Vorteil verschafft.

Citroën C4 nur mit vier Sternen

Gemischte Gefühle hinterlassen die Crashtest-Ergebnisse des neuen Citroën C4, der sowohl in der Verbrenner-Version als auch in seiner Elektro-Variante lediglich vier Sterne holt. In den Kategorien Insassenschutz für Erwachsene, Fußgängerschutz und Sicherheitsassistenten bleibt der Stellantis-Franzose jeweils unterhalb der Fünf-Sterne-Schwelle. Unter anderem deshalb, weil sein serienmäßig installiertes Frontcrash-Präventionssystem zwar Autos und Fußgänger, nicht aber Radfahrer erkennt. Damit das Auto zu Letzterem fähig ist, muss leider Aufpreis gezahlt werden. Das Modell hätte "mit etwas sorgfältigerer Technik noch viel besser sein können", bemerkt folgerichtig Michiel van Ratingen, der Generalsekretär der Euro NCAP-Organisation.

Fünf Sterne für Skoda Enyaq iV

Der tschechische Elektro-SUV Enyaq kann beim Crashtest auf der ganzen Linie überzeugen. Beim Insassenschutz holt er 36 Punkte und damit eine 94-Prozent-Wertung. Gut gerüstet zeigt sich der Elektro-SUV auch im Kriterium Kindersicherheit. Hier stehen ihm 44 Punkte und 89 Prozent zu Buche. Selbst beim Fußgängerschutz gibt es von den Testern quasi keine Kritik. 38,3 Punkte und eine 71-Prozent-Wertung sprechen für sich. 13,2 Punkte und 82 Prozent lautet die Wertung im Bereich Sicherheitsausstattung.

VW ID.4 holt fünf Sterne

Quasi auf gleichem Niveau präsentiert sich das Schwestermodell aus dem VW-Konzern – der VW ID.4. Der sichert sich beim Insassenschutz 35,6 Punkte und 93 Prozent. Bei der Kindersicherheit kommt der VW wie der Skoda auf 44 Punkte und 89 Prozent. 41,3 Punkte und 76 Prozent lautet die Bewertung der Tester beim Fußgängerschutz. Im Bereich Sicherheitsausstattung wurden 13,6 Punkte und eine 85-Prozent-Wertung notiert.

Nur zwei Sterne für Dacia Sandero Stepway

Mit einem enttäuschenden Ergebnis von nur zwei Sternen geht der facegeliftete Dacia Sandero Stepway aus dem Crashtest hervor. Beim Insassenschutz werden nur 26,9 Punkte und eine 72-Prozent-Wertung erreicht. Kritik gibt es für die nur geringe Schutzwirkung vor Verletzungen im Oberkörperbereich und beim Heckanprall. 35,6 Punkte und 72 Prozent notieren die Tester bei der Kindersicherheit. Besonders große Kinder werden auf der Rückbank nur mäßig geschützt. Eine nur geringe serienmäßige Ausstattung mit Assistenzsystemen bringen dem Sandero 6,8 Punkte und eine 42-Prozent-Wertung. 22,2 Punkte und 41 Prozent lautet die Wertung beim Fußgängerschutz.

Dacia Logan mit zwei Sternen

Ebenfalls nur zwei Sterne kann der aufgefrischte Dacia Logan holen. Mit 26,9 Punkten und 70 Prozent beim Insassenschutz liegt er sogar noch knapp unter dem Sandero. Die Kritikpunkte decken sich mit denen beim Sandero. 35,6 Punkte und eine 72-Prozent-Wertung notieren die Tester bei der Kindersicherheit. Auch hier folgt die Kritik den Sandero-Vorgaben. Deckungsgleich sind auch die Ergebnisse beim Fußgängerschutz: 22,2 Punkte und 41 Prozent. Ebenfalls gleichauf liegen die Rumänen bei der knappen Ausstattung an Assistenzsystemen. Entsprechend stehen auch für den Logan 6,8 Punkte und 42 Prozent zu Buche.

Cupra Formentor mit fünf Sternen

Dem ersten eigenständigen Modell der jungen spanischen Performance-Marke gelingt ein starker Auftakt. Erwachsene Insassen sind im Cupra Formentor besonders gut geschützt: In dieser Kategorie holt er 35,6 Punkte beziehungsweise 93 Prozent. Nicht ganz so sicher, aber noch immer hervorragend, sind Kinder im SUV-Coupé aufgehoben (43,6 Punkte respektive 88 Prozent). Auch seine Assistenzsysteme können weitgehend überzeugen (12,8 Punkte / 80 Prozent). Beim Fußgängerschutz fällt der Cupra dagegen etwas ab: 36,9 Punkte bedeuten eine 68-Prozent-Wertung.

Polestar 2 mit Mega-Ergebnis

Auch der Polestar 2 konnte die Sicherheitsexperten von Euro NCAP rundum überzeugen – vor allem in Sachen Fußgängerschutz. Dass das Elektroauto hier beeindruckende 43,5 Punkte beziehungsweise 80 Prozent holt, hat es vor allem seiner aktiven Motorhaube zu verdanken. Aber auch in den anderen Kategorien schneidet der Schwede hervorragend ab: Die 35,2 Punkte (92 Prozent) beim Schutz erwachsener Insassen, 44 Punkte (89 Prozent) bei der Kinder-Sicherheit und 13,9 Punkte (86 Prozent) sind eines Volvo-Ablegers absolut würdig.

Renault Arkana und Lexus UX 300e mit fünf Sternen

Neben diesen beiden Neulingen erhielten auch der Renault Arkana und der Lexus UX 300e Fünf-Sterne-Bewertungen. Allerdings wurden diese Modelle nicht selbst gecrasht, sondern übernehmen die Ergebnisse von ihren Basismodellen. Der Arkana baut ebenso wie der Captur auf der CMF-B-Plattform des Renault-Konzerns auf. Der elektrisch angetriebene Lexus-SUV profitiert von der Wertung des Hybrid-Modells. Allerdings wurden diese noch nach den bis 2019 gültigen Kriterien bewertet, weshalb ihre Ergebnisse nicht mit denen der oben genannten Modelle vergleichbar sind.

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Fazit

Cupra und Polestar mögen neue Marken sein. Ihre starken Ergebnisse zeigen aber, dass sie großen Wert auf Sicherheit legen und dabei von der Expertise ihrer Konzernmütter profitieren. Das gilt vor allem beim Polestar, der in jeder Test-Kategorie sehr gut abschneidet.

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