Zwischenbilanz E-Auto-Prämie

97.645 Anträge bis Januar 2019

Renault Zoe Foto: auto motor und sport

Die BAFA hat zum 31. Januar 2019 eine weitere Zwischenbilanz zur Elektroautoprämie vorgelegt. Bislang wurde die Förderung nur 97.645 mal beantragt. Jetzt wird überlegt die Prämienausschüttung zu verlängern.

Auch weiterhin ist von einem revolutionären Durchbruch des Elektroautos auf dem deutschen Markt noch nicht viel zu sehen. Das am 2. Juli 2016 aufgelegte Förderprogramm für Elektroautos und Plug-in-Hybrid-Modelle wurde bis Januar 2019 noch keine 100.000 Mal abgerufen. Aus dem 600 Millionen Euro schweren Topf-Anteil der Bundesregierung (die anderen 50 % tragen die Hersteller) wurden bislang erst 134 Millionen Euro ausgeschüttet. Ausgelegt ist es für die Förderung von 300.000 BEV und PHEV. Daher ist es auch unwahrscheinlich, dass das Förderprogramm in der ursprünglichen aufgelegten Höhe ausgeschöpft wird, denn es endet nach derzeitiger Planung im Juni 2019. Dass in diesem Jahr über 200.000 neue teil- und vollelektrisch angetriebene Pkw abgesetzt werden können, ist nicht zu erwarten, zumal etliche besonders marktrelevante Modelle wie der VW ID. oder das angekündigte Basismodell des Tesla Model 3 erst zum Jahresende debütieren sollen. Nach dpa-Informationen erwägt die Bundesregierung daher, die Kaufprämie für Elektroautos zu verlängern. Neue Eckdaten wurden aber noch nicht genannt.

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Ein wahrnehmbarer, wenn auch überschaubarer Anstieg der Absatzzahlen könnte in 2019 dennoch stattfinden, nachdem zum 1.1.19 die Dienstwagensteuer angepasst wurde. Seitdem wird auf BEV/PHEV nur noch 0,5 Prozent des Listenpreises als zu monatlich versteuernder Betrag angewandt. Dies könnte speziell im gewerblichen Fuhrpark-Bereich für einen gewissen Nachfrageschub sorgen.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) meldet im neuesten Bericht zum Antragsstand vom 31. Januar 2019 eine Anzahl von insgesamt 97.645 Förderanträgen seit Juli 2016. Davon entfallen 62.912 auf reine Elektrofahrzeuge und 34.690 auf Plugin-Hybrid-Autos. Noch eine extrem kleine Nische in der Nische besetzen die Brennstoffzellenfahrzeuge, für ein solches wurden bislang lediglich 43 Förderanträge gestellt.

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Das BAFA schlüsselt die Anträge auch nach Bundesländern auf. Demnach stammen die meisten Anträge (25.460) aus Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern (18.602) und Baden-Württemberg (16.571). In den Stadtstaaten Berlin (2.870 Anträge) und Hamburg (1.794 Anträge) wurden jeweils mehr PHEV und BEV gefördert als in Mecklenburg-Vorpommern (709) und dem Saarland (850) zusammen. Schlusslicht in der Fördertabelle ist Bremen mit 475 Anträgen. Unter den Antragstellern sind gewerbliche Anwender klar in Führung. 53.273 Anträge entfielen auf Unternehmen, 42.657 auf Privatpersonen. Den Rest der Anträge (1.715) stellten Stiftungen, Körperschaften, Vereine und kommunale Einrichtungen.

Renault Zoe mit höchster Nachfrage

Modellübergreifend ist derzeit BMW die Marke mit den meisten geförderten E-Autos (16.379) in Deutschland, gefolgt von Volkswagen (13.620) sowie Renault (12.373). Zum Vergleich: Nissan, wo mit dem Leaf immerhin das bislang meistgebaute Elektroauto der Welt beheimatet ist, schaffte es auf Platz zehn (4.211 Modelle).

Einen Überblick über die Zahl der Förderanträge je Modell finden Sie in der Fotoshow.

Seit September 2018 geänderte Förderfähigkeit

Im letzten Quartal 2018 hat sich außerdem die Liste der antragsberechtigten Modelle ausgedünnt. So sind beispielsweise elf der 13 angebotenen Volvo Plugin-Hybrid-Modellversionen seit September 2018 nicht mehr förderfähig. Um auf die Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge aufgenommen zu werden, dürfen nach der Förderrichtlinie von außen aufladbare Hybrid-Elektrofahrzeuge nicht mehr als 50 g CO2-Ausstoß pro Kilometer verursachen. Bisher wurde der CO2-Ausstoß nach dem NEFZ-Prüfzyklus ermittelt. Ab dem 01.09.2018 erfolgt die Messung des CO2-Ausstoßes auf Basis des WLTP-Prüfzyklus. Aus diesem Grund gibt es bei einigen Fahrzeugmodellen Einschränkungen in der Förderfähigkeit.

Fazit

Die Gesamtanzahl der Anträge für die Elektroautoprämie hat noch immer nicht die 100.000er-Marke überschritten. Und: Sie endet dieses Jahr. Bleibt also spannend, ob sich die Elektromobilität mithilfe von Dieselfahrverboten und Co. tatsächlich durchsetzen wird.

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