06/2021, McLaren 720S von Darwin Pro Aerodynamics Evolution Darwin Pro Aerodynamics Evolution / Facebook
McLaren-Mercedes MP4-17 - Formel 1 - Rennwagen - Saison 2002/2003
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Bietergefecht: Geht McLaren an Audi oder BMW?

McLaren-Zukunft Landet der Sportwagenbauer bei Audi oder BMW?

Laut Medienberichten könnten die bayerischen Hersteller in einen Bieter-Wettbewerb um die finanziell angeschlagene Sportwagenschmiede inklusive Formel-1-Team eintreten. Was ist da los?

Was klingt wie ein phantasievolles Gerücht, basiert auf Gerüchten um einen möglichen Formel-1-Einstieg im Jahr 2026, der dem Volkswagen-Konzern nachgesagt wird. Genauer: dessen Töchtern Audi und Porsche. Demnach will Audi McLaren kaufen und Porsche will sich ab 2026 mit Red Bull zusammenspannen. Dringend wird das Thema durch die Fristen der Formel 1: Bis zum 15. Dezember muss sich entscheiden, wer 2026 dabei sein will in der Köngisklasse des Motorsports. Tatsache ist: Audi und Porsche haben mit vier Teams über eine mögliche Zusammenarbeit gesprochen. Das sind nach Informationen von auto motor und sport McLaren, Red Bull, Williams und Sauber.

Porsche & Audi - F1 - Sean Bull Design
Aktuell

Audi will in die Formel 1

Einem Bericht von Autocar zufolge hat sich Audi jetzt die komplette McLaren Group gesichert, um den Formel-1-Einstieg fix zu machen. Deren Chef Mike Flewitt ist gerade erst zurückgetreten. Außerdem hatten sich die während Corona in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Briten erst letztes Jahr durch ein Investment von 500 Millionen Pfund aus Arabien retten können. Im Erwerb nicht dabei sein soll das Tochterunternehmen McLaren Applied, das Konzepte zur Elektrifizierung von Motorsport- und Sportwagen entwickelt. Der McLaren-Mehrheitseigner Bahrain hat den Berichten zufolge ein erstes Angebot von Audi abgelehnt und ein höheres gefordert. Inzwischen habe man sich aber geeinigt. Eine Audi-Sprecherin sagte dem Handelsblatt hingegen: Eine Entscheidung sei nicht gefallen. "Wir beschäftigen uns im Rahmen unserer strategischen Überlegungen laufend mit verschiedenen Kooperationsideen."

Auch die McLaren Group dementierte den Verkauf: Dem Unternehmen sei "ein Medienbericht bekannt", der besage, dass es sei an Audi verkauft worden. "Dies ist gänzlich ungenau und McLaren versucht, die Geschichte entfernen zu lassen. Zwar habe die "Technologiestrategie von McLaren immer einen aktiven Dialog und Zusammenarbeit mit relevanten Partnern und Zulieferern, einschließlich anderer Automobilhersteller" eingeschlossen, Eigentümerstruktur der McLaren Group habe sich jedoch nicht geändert, so die Briten auf Ihrer Homepage.

Motorseitig könnte man sich durchaus vorstellen, dass Audi-Maschinen in McLaren-Modellen zum Einsatz kommen. Unklar ist jedoch, was Audi mit Straßensportwagen von McLaren anfangen soll, wo doch auch Lamborghini zu der bayerischen Marke gehört.

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Interesse an den McLaren 720 S & Co. werden in einem Bericht der Automobilwoche hingegen BMW nachgesagt. Die Marken haben zumindest eine gemeinsame Geschichte in Form des legendären McLaren F1, der hinter seinen drei Sitzen eine V12 der Münchner trug. Das würde zu den Spekulationen um einen neuen V8-Hybrid-Antriebsstrang der BMW M GmbH passen, der sowohl in BMWs LMDh-Projekt als auch in Straßenfahrzeugen zum Einsatz kommen soll.

BMW M LMDh - Le Mans - Protoyp - Concept - Hypercar / LMDh
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Zudem kündigte Ex-BMW-M-Chef Flasch ein eigenes M-Fahrzeug an, das keine Entsprechung im regulären Modellprogramm von BMW haben soll. Es gebe da "ein Segment, in dem richtig viel los ist und in dem wir noch nicht vertreten sind", so Flasch zu auto motor und sport. Wer sich die breit gefächerte Modell-Palette von BMW M ansieht, kann da auch auf Supersportwagen kommen.

BMW XM V8 Hybrid
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BMW sagte Reuters zu den Gerüchten um ein Interesse der Münchner an McLaren allerdings schlicht, sie seien falsch.

Fazit

Ein Sportwagenhersteller mit Formel-1-Team in Geldnot und mit eigenen Verbrennungsmotoren vor der Herausforderung, diese für die anspruchsvolle Euro-7-Abgasnorm zu ertüchtigen; der VW-Konzern, der offen mit dem Gedanken spielt in die Formel 1 einzusteigen; BMW mit einem geplanten eigenen M-Modell – angesichts dieser Gemengelage würden auch Gerüchte nicht verwundern, die von einer Aufteilung von McLaren ausgehen. So wie einst bei Rover. Damals hatte BMW den britischen Mehrmarkenverbund abgestoßen, sicherte sich die Markenrechte von Mini sowie Rolls-Royce, während Bentley an den VW-Konzern unter Ferdinand Piëch ging. Heute könnte das so aussehen: Audi kauft das britische Unternehmen McLaren, gibt die Straßensportwagen-Abteilung an BMW und steigt mit dem Formel-1-Team in die Königsklasse ein, während BMW die Straßenautos mit Motoren versorgt und von der Karbon-Leichtbau-Expertise der Briten profitiert.

Schöne Idee? Vielleicht. Nur bestätigt ist nichts von alledem, nicht mal der Formel-1-Einstieg von Audi. Darüber sollte man spätestens am 15. Dezember mehr erfahren. Und von BMW vielleicht am 29. November. Da will die M GmbH ein Concept Car vorstellen – Gerüchten zufolge.

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