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Xiaomi will ab 2024 Autos bauen

Xiaomi will ab 2024 Autos bauen Smarte E-Autos ab 12.500 Euro

Der chinesische Elektronik-Gigant Xiaomi steigt ins Elektroauto-Geschäft ein. Kommen sollen ab 2024 Limousinen und SUV zu Preisen ab 12.500 Euro. Für deren Produktion bauen die Chinesen ein neues Werk.

Gerüchte, dass der Elektronik-Gigant aus China ins Auto-Business einsteigen wird, gab es schon lange. Anfang April 2021 kündigte Xiaomi-Chef Lei Jun im Rahmen eines großen Events schließlich die Gründung eines Tochterunternehmens an, das "smarte Elektroautos" bauen soll. In das Autoprojekt sollen in den kommenden zehn Jahren rund zehn Milliarden Dollar investiert werden. Konzernchef Lei Jun, der das Unternehmen vor elf Jahren gründete, will die neue Auto-Tochter selbst führen. Es werde das "letzte große Projekt seines Lebens sein", sagte er während einer Präsentation.

Man hat Expertise und viel Geld

Der Entscheidung gingen zahlreiche Treffen mit Branchenexperten voraus. Zudem sieht Jun sein Unternehmen für das Thema Elektroauto gut gerüstet. Intelligente Elektrofahrzeuge haben das Geschäftsmodell der traditionellen Automobilindustrie grundlegend verändert, und Xiaomi verfügt über umfangreiche Expertise für Hardware-basierte Internetdienste sowie umfassende Erfahrung in der Software- und Hardware-Integration und ein tiefgreifendes Fertigungs-Know-how in der Internet-Branche. Zusätzlich hat Xiaomi die Firma DeepMotion gekauft, welche sich auf KI gesteuertes Fahren von Fahrzeugen und ähnliches spezialisiert hat. Auch lassen sich zahlreiche Xiaomi-Kerntechnologien auf das Geschäft mit intelligenten Elektrofahrzeugen anwenden. Und nicht zuletzt verfüge Xiaomi über ausreichend finanzielle Mittel, um so ein Projekt erfolgreich stemmen zu können.

Volumenmodelle für die Mittelklasse

Auch zu den möglichen Modellen hat sich Lei Jun bereits öffentlich geäußert. Man werde auf Volumenmodelle setzen und nicht auf einen günstigen Tesla-Rivalen. Denkbar sind kleine Limousinen oder SUV. Als Preisrahmen nennt er zwischen 100.000 und 300.000 Yuan, was umgerechnet zwischen 12.500 und 37.000 Euro entspricht. Die Preisobergrenze kommt nicht von ungefähr. In China genießen Elektroautos bis zu diesem Preislimit zahlreiche Förderungen. Und besonders den chinesischen Mittelklassemarkt hat Xiaomi zunächst im Fokus.

Xiaomi baut neues Werk

Den Marktstart in China sieht Xiaomi für 2024 vor. Die Massenproduktion von E-Autos soll im ersten Halbjahr 2024 starten. Das bestätigte das Unternehmen auf einer Investorenkonferenz. Gebaut werden sollen die Autos in einem neuen Werk in Peking. Das teilten die Behörden der chinesischen Hauptstadt mit. Das Werk, in dem jährlich 300.000 Fahrzeuge produziert werden sollen, wird in zwei Phasen erstellt. Am Standort sollen neben der Produktion auch die Forschung und Entwicklung sowie der Firmensitz angesiedelt werden. Und erst wenn man auf dem Heimatmarkt etabliert ist, denke man dann über einen möglichen Export auf andere Märkte nach, so Jun.

Lange war unklar, ob Xiaomi die komplexe Auto-Produktion selber übernehmen oder ob diese ausgelagert wird. Chinesische Medien hatten in diesem Zusammenhang auch über eine Übernahme des chinesischen Autobauers Borgward spekuliert. Der kämpft seit einem Jahr um sein Überleben. Borgward-Eigentümer Foton Motor hatte zwar im März 2019 bereits 67 Prozent der Anteile von Borgward an den Mobilitätsdienstleister Ucar verkauft. Der hat den vereinbarten Kaufpreis aber bislang nicht bezahlt. Entsprechend stehen in der Borgward-Fabrik in Peking seit einem Jahr die Bänder still. Hier hätten für Xiaomi Produktionskapazitäten von 180.000 Autos jährlich bereit gestanden.

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Mit der Produktion von Smartphones ist Xiaomi groß geworden. Jetzt will Firmengründer Lei Jun ins Elektroauto-Geschäft einsteigen und nimmt dazu zehn Milliarden Dollar in die Hand. Die ersten smarten E-Autos sollen in drei Jahren in China an den Start gehen.

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