Hans Zimmer komponiert die BMW IconicSounds Electric. BMW
Hans Zimmer (rechts) komponiert zusammen mit Renzo Vitale die BMW IconicSounds Electric.
Hans Zimmer (rechts) komponiert zusammen mit Renzo Vitale die BMW IconicSounds Electric.
Hans Zimmer komponiert die BMW IconicSounds Electric.
Hans Zimmer komponiert die BMW IconicSounds Electric. 33 Bilder

BMW i4 (2021): M Sport-Version mit 530 PS und Sound

BMW i4 (2021) Auch elektrisches M-Modell kriegt Spezial-Sound

Update

BMW bringt 2021 einen rein elektrisch angetriebenen Viertürer auf den Markt. Er baut auf dem 4er Gran Coupé auf, heißt BMW i4 und geht drei Monate früher als geplant an den Start. Oscar-Preisträger Hans Zimmer kümmert sich um den Sound der Elektromodelle – und damit auch um den Klang der M-Varianten.

BMW-Fan und Oscar-Preisträger Hans Zimmer macht jetzt auch den Sound für die Elektromodelle i4, i4 M und den iX. Bei dem Projekt BMW IconicSounds Electric arbeitet der Hollywood-Filmmusik-Komponist mit Renzo Vitale, Creative Director Sound der BMW Group, zusammen. Die beiden haben bereits 2019 einen Sound für BMW-Elektroautos entwickelt, der nach Druck auf die Starttaste des Fahrzeugs erklingt. Jetzt kümmern sich Zimmer und Vitale um die vielschichtigen Anforderungen an den Sound sportlicher Elektrofahrzeuge.

Verschiedener Sound für verschiedene Fahrmodi

Wie auch Audi bei seinen E-Tron-Modellen, verpasst BMW seinen Elektroautos in Zukunft für jeden Fahrmodus einen eigenen Sound. Den Klang in den Grundeinstellungen beschreibt BMW mit einer transparenten Klangfarbe, die mit sphärischen Komponenten angereichert ist. Im Comfort-Modus dominieren ruhige Klänge, die für eine angenehme Atmosphäre sorgen sollen. Beim Tritt aufs Fahrpedal entfaltet sich das Klangerlebnis und im Sport-Modus dringt ein dominanter Klang an die Ohren der Insassen, der jederzeit eine klare Rückmeldung über den Fahrzustand gibt. Wer allerdings im Eco-Modus fährt, muss ohne den komponierten Klang auskommen – damit möchte BMW den diesem Modus innewohnenden Effizienz-Gedanken unterstreichen.

Energie und Intensität für die M-Modelle

Für die M-Modelle komponiert Hans Zimmer einen besonders energiegeladenen Sound. Außerdem soll hier die hörbare Spreizung zwischen Comfort-Modus-Sound und Sport-Modus-Klang besonders deutlich sein. BMW beschreibt den Sound der elektrischen M-Modelle als weniger harmonisch, dafür aber als animierend und technisch. Der Tritt aufs Fahrpedal sorgt hier für eine intensive Verschärfung des Sounds.

Hans Zimmer (rechts) komponiert zusammen mit Renzo Vitale die BMW IconicSounds Electric.
BMW
Hollywood-Filmmusik-Komponist und Oscar-Preisträger Hans Zimmer (rechts) bespricht mit dem Creative Director Sound der BMW Group Renzo Vitale per Video-Konferenz den Sound für die elektrischen BMW-M-Modelle.

Ab 2022 dabei

Die neuen Sounds für die i4-Modelle und den iX bietet BMW im Laufe des Jahres 2022 an. IconicSounds gehört beim iX zum Serienumfang, bei den i4-Modellen kostet er Aufpreis. Modelle, die BMW bereits vor der Einführung des Sounds produziert hat, bekommen den Klang per kabellosem Fern-Update.

Hans Zimmer komponiert die BMW IconicSounds Electric.
BMW
Hans Zimmer beim Komponieren des Klangs für die Fahrstufen von BMW i4, i4 M und iX.

Sieht aus wie ein 4er

Die ersten von BMW veröffentlichten Bilder bestätigen den Eindruck von damals. Der BMW i4 unterscheidet sich jedoch von seinem konventionell angetriebene Bruder durch eine blau umrandete und geschlossene Mega-Niere sowie einen neu gestalteten Stoßfänger. Aerodynamisch optimierte Leichtmetallfelgen zieren die Radhäuser und ein blauer Zierstreifen oberhalb der Schweller macht auch in der Seitenansicht die elektrische Herkunft klar. Am Heck dominieren die schmalen, weit in die Seite gezogenen Leuchten sowie eine auspufflose Schürze. An der Stelle der Endrohre machen wieder bläuliche Zierstreifen auf die Provenienz aufmerksam.

Gemäß der BMW-Strategie, keine E-Autos mehr auf eigenen Plattformen zu bauen (wie noch den i3), teilt sich der BMW i4 viel Technik mit dem 3er bzw. 4er. Dementsprechend baut auch der i4 auf der modifizierten Cluster Architecure (CLAR II-Plattform) auf, die sowohl Verbrenner- als auch Elektroantriebe darstellen kann und für höher bauende Bodengruppen mit dem Hochvoltspeicher ausgelegt ist. Exotische Werkstoffe wie Karbon, die bei i3 und i8 verbaut werden, kommen am neuen E-Auto nicht zum Einsatz.

BMW i4 M Sport mit bis zu 530 PS

Der BMW i4, der in direkter Konkurrenz zum Tesla Model 3 stehen wird, verfügt über eine Reichweite von 590 Kilometern nach WLTP und spurtet in vier Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit jenseits von 200 km/h schafft der i4 mit Blick auf den Energiekonsum vermutlich aber nicht lange. Die Batteriekapazität der 550 Kilogramm schweren Lithium-Ionen-Akkus liegt bei rund 80 kWh.

Kaltvergleich Genf 2020 Tesla Model 3 BMW i4
E-Auto

Der BMW i4 kommt in drei Versionen auf den Markt. Zum Marktstart gibt es den BMW i440 mit Heckantrieb, also einem E-Motor, mit rund 330 PS und einer optionalen Boostfunktion. Das Modell dürfte rund 48.000 Euro kosten. Als einziges Allrad-Modell mit zwei Elektromotoren ist der i4 M Sport zum Marktstart zu haben, auf den BMW bei der Shanghai Auto Show 2021 einen ersten Ausblick gewährt. Er kostet zwischen 58.000 und 60.000 Euro, liefert dafür 530 PS inklusive Boostfunktion und rennt über 200 km/h. Das M-Performance-Modell zeichnet sich durch größere Räder, eine vergrößerte Bremsanlage sowie aggressivere Schürzen aus. Im Innenraum finden die Kunden Alu- und Karbon-Finish.

Etwas später kommt das Basismodell, der BMW i435 auf den Markt. Auch er verfügt über einen E-Motor an der Hinterachse. Dieser liefert rund 280 PS, könnte sich aber auch an den 286 PS des iX3 anlehnen.

Die Ladeeinheit der nächsten Generation zeichnet sich durch ein einheitliches, für alle zukünftigen Fahrzeug-Architekturen geeignetes Package aus. Sie kann sowohl in Plug-in-Hybrid-Modellen als auch für rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge genutzt werden. Sie ist auf eine Ladeleistung von bis zu 150 kW ausgerichtet. Damit lässt sich die Hochvoltbatterie des BMW i4 in rund 35 Minuten auf ungefähr 80 Prozent des vollständigen Energiegehalts aufladen. Dies entspricht einer Ladedauer von rund sechs Minuten für eine Reichweite von 100 Kilometern.

BMW iDrive
Technik erklärt

Im Innenraum wird der BMW i4 mit der jüngsten I-Drive-Technologie, einem Breitbandbildschirm sowie einem Touchscreen aufwarten. In Sachen autonomes Fahren dürfte sich der BMW i4 auf Level 3 bewegen; er kann demnach auf der Autobahn weitestgehend selbständig fahren.

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Fazit

0 bis 100 km/h in vier Sekunden, 590 Kilometer Reichweite – noch vor einem Jahr hätte man diese Werte für ein Elektroauto als sensationell bezeichnet. Nun sind solche technischen Daten schon state-of-the-art. Sei's drum, BMW transportiert seine bekannten und konventionell angetriebenen Modelle auf der gleichen Plattform in die Elektro-Welt. Ob es allerdings tatsächlich reicht, mit ein paar blauen Applikationen an der Karosserie Innovation und Moderne zu präsentieren, ist fraglich. Vielleicht bringt ja der Sound zusätzliche Differenzierung.

BMW i4
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