Erlkönig Renault Megane E-Vision Stefan Baldauf
Erlkönig Renault Megane E-Vision
Erlkönig Renault Megane E-Vision
Erlkönig Renault Megane E-Vision
Erlkönig Renault Megane E-Vision 29 Bilder

Renault Mégane E-Vision (2021): E-SUV mit Ariva-Genen

Erlkönig Renault Mégane E-Vision (2021) Elektrischer Mégane mit Nissan-Ariya-Genen

Renault bringt 2021 mit dem E-Vision einen reine elektrischen Mégane auf den Markt. Er basiert auf der gleichen Plattform wie der Nissan Ariya.

Das Modell, das unser Erlkönig-Jäger nun bei Kältetests in Skandinavien fotografiert hat, ist Teil der "Renaulution"-Strategie von Renault-Boss Luca de Meo. Der hatte erst kürzlich einen radikalen Kurswechsel beim Autobauer angekündigt. Er sieht unter anderem vor, bis 2025 24 neue Modelle, davon die Hälfte in der Kompakt- und Mittelklasse aufzulegen – davon zehn vollelektrische Fahrzeuge. Für eine bessere Effizienz reduziert Renault die Anzahl der Fahrzeugplattformen ab 2024.

Renault Mégane E-Vision ab 40.000 Euro

Als erstes Renault-Modell erhält der Mégane-SUV dann auch die neue CMF-EV-Plattform, auf der auch schon der Nissan Ariya aufbaut und die für alle neuen Elektromodelle der Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi entwickelt wurde. Mit dem Modell zielen die Franzosen auf den VW ID.4. Der Preis dürfte für die Einstiegs-Version unter 40.000 Euro liegen. Übrigens, mit der Bezeichnung Mégane will Renault die Verwandtschaft zu den Modellen mit Verbrennungsmotoren zeigen.

Renault 4 Logo Patent
Neuheiten

Bereits bei der Vorstellung des gleichnamigen Conceptcars stellt Renault-Boss de Meo klar, der E-Vision wird zu 95 Prozent so in Serie gehen. Im Ariya ist eine 63-kWh-Batterie verbaut und ein Elektromotor mit 218 PS wirkt auf die vordere Achse. Als Allradmodell sind gibt es den Nissan zudem mit einer 87 kWh großen Batterie. Die E-Motoren liefern bis zu 394 PS, die Reichweiten liegen zwischen 340 und 500 Kilometer. Unklar ist natürlich, ob Renault exakt diese Leistungsdaten auf den E-Vision überträgt. Die Studie war mit einem ähnlichen Antriebsstrang ausgerüstet. Der Renault Mégane E-Vision läuft im französischen Renault-Werk in Douai neben dem kommenden rein elektrischen R4 vom Band.

Die Details der E-Vision-Studie

Die Karosserie der E-Vision-Studie zeigte sich aerodynamisch günstig geformt. Die extrovertiert gezeichnete Frontscheinwerfer- und Heckleuchten-Grafik gehen fast unverändert so in Serie. Auch die 18 bis 20 Zoll großen Räder und mit ihnen die jeweils einen Zoll größere Aerodynamik-Abdeckung sind gesetzt. Anstelle der Kamera-Spiegel, verbaut Renault beim Serienmodell konventionelle Außenspiegel, die im Fensterdreieck ihren Halt finden.

Die E-Vision-Studie ist 4,21 Meter lang und damit laut Hersteller 15 bis 30 Zentimeter kürzer als die üblichen Autos im Kompaktwagen-Segment. Die CMF-EV-Plattform ermöglicht einen Radstand von bis zu 2,77 Meter, räumt aber dem Antriebsstrang nur wenig Platz ein, um einen möglichst großen Innenraum zu ermöglichen. Außerdem soll der E-Vision die flachste Batterie im Segment bekommen, was zusätzlich dem Platz im Innenraum zugutekommt. Sie hat im Conceptcar eine Kapazität von 60 Kilowattstunden und lässt sich mit einer Leistung von bis zu 130 Kilowatt (Gleichstrom) laden.

Permanente Updates

Der Innenraum des E-Vision macht schon auf sich aufmerksam, wenn sich ihm die Insassen von außen nähern, indem das Näherungssystem die Beleuchtung verschiedener Teile des Cockpits aktiviert – gleichzeitig leuchtet der Modellschriftzug Mégane E-Vision im Instrumentendisplay auf. Die Software des Autos lässt sich drahtlos updaten – und Renault verspricht auch eine permanente Aktualisierung der Begrüßungs-Sequenz. Der Fahrzeugboden ist komplett flach und die Überhänge sind dank der neuen Plattform kurz.

technische Daten Renault Mégane eVision

Dimensionen  
Länge 4.210 mm
Breite 1.800 mm
Höhe 1.505 mm
Radstand 270 mm
Räder 245/40 ZR 20
Gewicht 1.650 kg
   
Antrieb  
Leistung Elektromotor 160 kW (218 PS)
angetriebene Achse vorn
Ladeleistung AC (Wechselstrom) bis zu 22 kW, DC (Gleichstrom) bis zu 130 kW
Batterie 60 kWh - 400V

Renault verspricht für den Mégane E-Vision Fahrspaß: Der wegen der im Fahrzeugboden sitzenden Batterie tiefe Schwerpunkt soll gemeinsam mit einer direkter als bisher übersetzten Lenkung und einer Mehrlenker-Hinterachse für ein besonders dynamisches Erlebnis sorgen.

Elektromotor mit 218 PS

Beim Elektromotor kündigt Renault ein extrem kompaktes Aggregat an – dies soll dem Platz im Innenraum zugutekommen und ermöglicht im Fall des Conceptcars eine besonders schlank gestaltete Instrumententafel. Das Aggregat leistet 160 Kilowatt (218 PS) und generiert ein maximales Drehmoment in Höhe von 300 Newtonmeter. Der Spurt von null auf 100 km/h soll in unter acht Sekunden erledigt sein.

Umfrage

432 Mal abgestimmt
Renault Mégane E-Vision oder R4 als E-Auto? Welchen würden Sie kaufen?
Mégane!
R4!

Fazit

Mit der Studie Mégane E-Vision gibt Renault einen sehr konkreten Ausblick auf die Serienversion eines rein elektrisch angetriebenen Mégane, der bereits 2021 auf den Markt kommt. Und dieser Ausblick ist gut: Außen ansprechend designet, scheint es innen viel mehr Platz zu geben als bei einem vergleichbaren Verbrenner.

Die Daten des kompakten Elektromotors lesen sich gut und das gesamte Paket könnte tatsächlich beträchtlich für Fahrspaß sorgen. Dabei ist nicht zu vergessen, dass der Mégane als Verbrenner-Modell immer mit einem sehr guten Preis-Leistung-Verhältnis aufgefallen ist. Sollte Renault das in seine nahe Elektroauto-Zukunft retten, dürfte die Serienversion des E-Vision ein gutes Angebot werden.

Renault Mégane
Artikel 0 Tests 0 Generationen 0 Videos 0
Alles über Renault Mégane
Mehr zum Thema Elektroauto
Audi Concept Shanghai
Neuheiten
Zeekr 001
Politik & Wirtschaft
04/2021, Toyota Elektroauto-Strategie Beyond Zero
Alternative Antriebe
Mehr anzeigen