Formel 1: Deshalb ist Verstappen nach dem Unfall in der Spielberg-Quali ratlos

Red-Bull-Star fliegt in Spielberg ab
Deshalb ist Verstappen nach dem Unfall ratlos

GP Österreich 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 27.06.2026
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Max Verstappen - Red Bull - GP Österreich 2026 - Spielberg - Formel 1
Foto: Peter Fox via Getty Images

Auf einmal war er da. Max Verstappen schockte die Konkurrenz mit seinem ersten Versuch im dritten Segment der Qualifikation (27.6.) für den Österreich-Grand-Prix. Für den 4,326 Kilometer langen Kurs benötigte der 28-Jährige nur 1.06,475 Minuten. Keiner war zu diesem Zeitpunkt an dem Wochenende schneller unterwegs gewesen als Verstappen.

Die Fans auf den Tribünen hofften, dass der viermalige Weltmeister den Platz würde halten können. Dann unterbot jedoch Kimi Antonelli im Mercedes die Zeit des Ausnahmepiloten. Die Ferrari-Fahrer Charles Leclerc und Lewis Hamilton begannen ihren letzten Versuch vor Verstappen – und auch sie waren schneller.

Doch dann flog der 71-malige Grand-Prix-Sieger heran. Seine Zwischenzeiten deuteten die nächste Verbesserung an, bis ihn in Kurve 9 das Heck des runderneuerten RB22 überholte und Verstappen mit der linken Seite des Autos in der Bande einschlug. Game over. Keine Pole-Position beim Heimspiel und nur Startplatz fünf, da George Russell noch seine Zeit auf legale Weise trotz der gelben Flagge verbessern konnte.

Der seltene Fehler Verstappens sorgte beim Piloten für Stirnrunzeln: "Das müssen wir jetzt analysieren. Dafür habe ich jetzt auch noch keine Erklärung. Was da passiert ist, ist ganz komisch."

Max Verstappen - Red Bull - GP Österreich 2026 - Spielberg - Formel 1
Red Bull

Updates schuld am Crash?

Red Bull hatte für den Heim-GP in Spielberg ein umfangreiches Upgrade-Paket an das Auto geschraubt. Hatte es mit dem ungewohnten Fahrverhalten zu tun? "Das sind nur Upgrades, die mehr Performance bedeuten. Das ist nicht das Problem", wischte Verstappen solche Bedenken zur Seite. Immerhin hat das Team laut seiner Nummer Eins genügend Teile im Gepäck, um das Auto mit den Upgrades reparieren zu können.

Nach dem Abflug in der Melbourne-Qualifikation (7.3.) war es der zweite Crash während der Zeitenjagd in dieser Saison. In Australien hatte die Bremse zu stark verzögert. Ob der Unfall der Technik oder dem Fahrer zugeschrieben werden kann, will Red Bull jetzt überprüfen.

"Man hat gesehen, dass Max sehr schnell war. Diese Dinge passieren. Das Auto war vielleicht nicht gut genug für die Pole-Position, aber wir konnten um die erste Startreihe kämpfen. Das zeigt, dass wir Fortschritte machen und wir in die richtige Richtung gehen", sah Teamchef Laurent Mekies das Positive am Samstagabend.

Red Bull zuversichtlich

"Wir haben immer noch viel Arbeit mit dem Upgrade vor uns. Zwei bis drei Sessions sind wenig Zeit, um alles perfekt abzustimmen. Wir haben dieses aggressive Update gebraucht, um die Lücke nach vorne zu schließen", ordnete Mekies die Arbeit am Auto ein.

Bessere Ergebnisse helfen dem Franzosen dabei, seinen Star von einem Verbleib zu überzeugen. Verstappen will um Siege kämpfen. Das war in dieser Saison noch nicht möglich. Nach der heftigen Schlappe in Barcelona scheint Red Bull wieder näher dran zu sein. Dort verlor die Speerspitze 40 Sekunden auf Rennsieger Lewis Hamilton im Ferrari. Das Layout in Spielberg mit weniger schnellen Kurven schmeckt dem Red Bull mehr.

Trösten dürfte das Max Verstappen aber nur wenig. "Ich glaube, ich fahre Ende des Jahres nach Tibet und werde mich dort wie ein Buddha entspannen", frotzelte Max Verstappen nach der Qualifikation. Vielleicht sieht die Welt nach dem Österreich-GP am Sonntag (28.6.) schon wieder anders aus. Und der Familienvater kann die Reiseplanung für den Winter noch etwas aufschieben.

Fazit