Formel 1: Verstappen spottet vor Silverstone erneut über die Motoren-Regeln

Red-Bull-Star warnt vor Silverstone
Verstappen spottet über Energie-Problem

GP Großbritannien 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 02.07.2026
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Max Verstappen - Red Bull - GP Österreich 2026 - Spielberg - Formel 1
Foto: xpb

Normalerweise hätte Max Verstappen nach dem Österreich-Grand-Prix (29.6.) allen Grund gehabt, gut gelaunt zu sein. In Spielberg verpasste der Red-Bull-Pilot nur knapp den ersten Saisonsieg. Das Update-Paket am RB22 hatte gezündet. So stark präsentierte sich das Top-Team in diesem Jahr noch bei keinem Grand Prix.

Verstappen trat nach dem Rennen in der Steiermark aber direkt auf die Euphorie-Bremse für den anstehenden Klassiker in Silverstone (5.7.). Grund ist jedoch nicht sein Auto, sondern das Layout der Strecke. "Ich liebe diese Strecke, aber ich bin ein paar Runden im Simulator gefahren und habe einfach nur angefangen zu lachen", erklärte der 28-Jährige. "Es fühlte sich wie eine ganz andere Strecke an. Man hat kaum Elektro-Energie, weil man fast nur Vollgas fährt."

Auf dem britischen Traditionskurs gibt es kaum harte Bremszonen, in denen die Batterie aufgeladen werden kann. Stattdessen hat der ehemalige Militär-Flugplatz viele schnelle Hochgeschwindigkeitskurven zu bieten. Dort gehen die Fahrer kaum vom Gas. In Spielberg hingegen konnten die Piloten dank der Bremszonen mit der kostbaren Elektro-Energie gut haushalten.

Verstappen ohne Hoffnung

Interessant ist ein Blick auf die Informationen von Bremsenhersteller Brembo. Die Italiener verordnen der Strecke die niedrigste Belastungsstufe für die Carbon-Stopper. Die Fahrer verbringen nur acht Prozent der Rundenzeit auf der Bremse. Kein anderer Kurs in der bisherigen Saison hat einen solch geringen Wert.

"Dort gibt es lange Geraden, die in schnelle Kurve münden. Man kann also nicht wirklich die Batterien laden. Für die nächste Gerade steht also nicht viel Energie zur Verfügung", führte der viermalige Weltmeister aus. Silverstone zählt zu einer der schnellsten Strecken im Kalender und ist nach Melbourne und Suzuka wieder ein echter Stresstest für das aktuelle Motoren-Reglement, mit dem Verstappen seit Beginn der neuen Ära auf Kriegsfuß steht.

Das bei Fahrern und Fans unbeliebte "Super-Clipping" wird am Wochenende eine entscheidende Rolle spielen. Die Piloten werden wohl auch wieder viel "Lift and Coast" betreiben müssen. Es kommt darauf an, wer am besten seine Energie managt. Hier hatte vor allem Primus Mercedes gegenüber den anderen Herstellern einen Vorteil. Die Power Unit aus Brixworth gilt als Messlatte beim Energie-Management.

Mercedes vs Ferrari - Formel 1 - GP Australien 2026
Pirelli

Jojo-Racing ist zu erwarten

Zu Saisonbeginn war der Jojo-Effekt im Rennen stark ausgeprägt. Zwar gab es unzählige Überholmanöver, aber die meisten davon waren auf den Energie-Vorteil des überholenden Piloten in der jeweiligen Situation zurückzuführen. Die FIA passte die Regeln im Laufe des Jahres mehrmals an und konnte ein wenig Verbesserung erzielen. Dennoch bleibt die DNA der aktuellen Antriebe eine Hypothek für die Rennfahrer.

In Silverstone kommt erschwerend hinzu, dass die Teams wegen des Sprint-Wochenendes nur ein freies Training zur Verfügung haben, ehe es am Freitagabend (3.7.) im Sprint-Qualifying gleich um die Startplätze für die 100-Kilometer-Hatz am Samstag geht.

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