Formel 1: Red Bull treibt Max Verstappen in Silverstone in den Wahnsinn

Nächster Abflug in Silverstone
Red Bull treibt Verstappen in den Wahnsinn

GP Großbritannien 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 05.07.2026
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Max Verstappen - Red Bull - GP England 2026 - Silverstone - Formel 1
Foto: xpb

Kurz vor Rennende sah es beim Grand Prix von England (5.7.) nach einem versöhnlichen Abschluss für Max Verstappen aus. Der Ausnahmepilot war auf Podestkurs. Nach dem frustrierenden Sprint und der schwachen Qualifikation am Samstag (4.7.) übertraf das deutlich die Erwartungen beim Team.

Doch daraus wurde nichts. In Runde 48 steckte der Niederländer auf einmal im Kiesbett von Stowe. Platz drei war futsch und 15 Punkte obendrauf. Noch im Auto schob der viermalige Weltmeister die Schuld dem RB22 in die Schuhe. "So ein schlechtes Auto! Das ist unglaublich!" Der Abflug erinnerte an den Crash im Spielberg-Qualifying am vorherigen Rennwochenende. Dort hatte sich in Kurve 9 der Heckflügel nicht richtig geschlossen und das Auto Verstappen abgeworfen.

Die erste Zeitlupe zeigte, wie das Heck beim Einlenken in die schnelle Rechtskurve ausbrach. Verstappen war nur noch Passagier. "Wir hatten ein Heckflügel-Problem bei Max. Nach gestern waren wir gut unterwegs. Wir entschuldigen uns bei ihm. Es ist inakzeptabel, dass wir Probleme mit der Zuverlässigkeit haben" suchte Teamchef Laurent Mekies nach keinen Ausreden auf Seiten des Rennstalls.

Aggressive Strategie bei Red Bull

Zählt man den Abflug in der Qualifikation von Melbourne beim Saisonauftakt dazu, war es bereits der dritte Unfall von Verstappen in dieser Saison. Kein einziges Mal war der 28-Jährige schuld.

Das Rennen in Silverstone machte bis zum Crash etwas Hoffnung. Der Familienvater konnte nach seinem Stopp in Runde 17 per Undercut Lewis Hamilton im Ferrari und George Russell überholen. Mit dem Mercedes-Piloten hatte er schon bis zu seinem ersten Reifenwechsel verbissen gekämpft.

Nachdem die beiden Gegner selbst an der Box gewesen waren, konnten sie allerdings den Rückstand schnell aufholen. Wegen der kurzen VSC-Phase aufgrund des Ausfalls von Nico Hülkenberg holten die Strategen Verstappen zum zweiten Mal rein. Der schleichende Plattfuß am Auto von George Russell und der Defekt bei Kimi Antonelli spülten ihn auf Rang drei.

Verstappen nicht zu trösten

Bis vier Runden vor Rennende. In der Mixed-Zone stellte sich der WM-Siebte den Fragen der Journalisten. "Es war das Gleiche wie in Österreich. Wieder hat der Heckflügel nicht ganz geschlossen. Das kann natürlich nicht sein. Es nervt mich am meisten, dass wir so viele Probleme haben. Aber auch, dass wir viel zu langsam sind", war der 72-malige Grand-Prix-Sieger vollkommen bedient.

Der zweite Platz in Spielberg war wohl eine Eintagsfliege. Mercedes und Ferrari sind zu stark. "Die Fahrbarkeit war ein Thema seit Anfang der Saison. Es ist klar, dass wir noch Fortschritte machen müssen. Die Fahrbarkeit bei der Power Unit kostet uns Rundenzeit. Wir müssen uns in allen Bereichen verbessern", forderte Mekies. In zwei Wochen steht der nächste Klassiker beim Belgien-Grand-Prix an. Der französische Ingenieur machte nur wenig Hoffnung: "Jetzt schauen wir, was wir für Spa besser machen können. Das Layout ist ähnlich wie in Silverstone."

Fazit