2023 Cadillac Lyriq Serienversion General Motors
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SUV

Cadillac Lyriq (2022): Design, Reichweite, Display

Cadillac Lyriq (2022) Luxus-E-SUV ab rund 63.000 Dollar

Der elektrische Cadillac Lyriq kommt im Sommer 2022 in den USA und später auch in Deutschland auf den Markt. Das Basismodell kostet in den USA rund 63.000 Dollar.

Der erste Elektro-SUV der Marke debütierte am 25. April 2021, und zwar in ungewöhnlicher Umgebung: Die Oscar-Verleihung bot aus Sicht der GM-Marketing-Experten die passende Bühne, um den Cadillac Lyriq erstmals im Serienzustand ins Rampenlicht zu rollen. Während der Fernsehübertragung startete die Werbe-Kampagne für den Lyriq, Die Auftragsbücher öffnen am 19. Mai 2022; von diesem Zeitpunkt an sind die Autos des 2023er Modelljahres in den USA bestellbar. Wie ein Sprecher auto-motor-und-sport.de bestätigte, wird der Lyriq auch offiziell seinen Weg nach Deutschland finden. Allerdings könne man sich erst später zum genauen Verkaufsstart und zu möglichen Preisen äußern.

Der Lyriq basiert auf der neuen Elektro-Plattform des GM-Konzerns, die zuerst die Bezeichnung BEV3 trug und nun Ultium heißt. Die neue Plattform erlaubt es, Batterie-Module mit einer Kapazität von 50 bis 200 kWh zu verbauen. Dank der Ultium-Batterien kann das Unternehmen die Akku-Packs flexibel je nach Karosserieform aufbauen. So erhalten Fahrzeuge mit hoher Bodenfreiheit eine vertikale Anordnung im Fahrzeugboden, bei niedrigeren Modellen sind die Akkus horizontal angeordnet. Die Reichweite der Ultium-Fahrzeuge liegt maximal bei über 400 Meilen (umgerechnet 644 Kilometer), die Aufladung der 400-Volt-Akkus geschieht per 200 kW-Schnellladung.

100-kWh-Akku für bis zu 502 Kilometer

Die Serienversion des Lyriq rüstet Cadillac mit zwölf Batterie-Modulen aus, die zusammen eine Kapazität von 100,4 Kilowattstunden erreichen. Das soll eine Reichweite von 312 Meilen (umgerechnet 502 Kilometer) garantieren. Geladen wird über einen CSS-Schnellade-Port (nach der amerikanischen Combo 1-Bauform), der sich auf der linken Fahrzeugseite direkt hinterm Radhaus befindet. An entsprechend starken Schnellladesäulen lässt sich beim Lyriq mit maximal 190 Kilowatt Strom tanken. In der heimischen Garage soll sich das immerhin mit bis zu 19,2 Kilowatt erledigen lassen.

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Die maximale Ladeleistung des Cadillac Lyriq soll 190 Kilowatt betragen.

Für den Elektromotor, der auf die Hinterachse wirkt, gibt die GM-Marke eine Leistung von 340 PS und ein maximales Drehmoment von 440 Newtonmetern an. Die angekündigte allradgetriebene Version erhält an der Vorderachse einen weiteren E-Motor, der die Systemleistung auf rund 500 PS hebt. Diese Version soll dann auch über eine maximale Anhängelast von knapp 1,6 Tonnen verfügen. Mit welcher Intensität der Cadillac Lyriq rekuperiert, lässt sich vom Fahrer oder von der Fahrerin einstellen.

Wie die Studie, so das Serienauto

Beim Design entfernt sich die 5,00 Meter lange, 2,21 Meter breite (mit ausgeklappten Spiegeln) und 1,62 Meter hohe (Radstand 3,09 Meter) Serienversion des Cadillac Lyriq kaum von der bisher bekannten Konzeptstudie. Wir sehen weiterhin einen Crossover-SUV mit stark konturierter Seitenansicht sowie einem coupéhaften Dachverlauf. Die martialische Front mit schwarzem "Kristall"-Grill weist geteilte Leuchteneinheiten auf, wobei die Tagfahrlampen vertikal in der Frontschürze und die schlanken LED-Hauptscheinwerfer horizontal angeordnet sind. Die Heckleuchten haben die Cadillac-Designer kunstvoll in die D-Säule integriert.

Cadillac Lyriq als Konzeptstudie

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Weitere Auffälligkeiten sind die bündig in der Karosserie versenkten Türgriffe, die Chromleiste als oberer Abschluss der Seitenfenster und die sanft in einen Spoiler überführte hintere Dachpartie. Die Heckscheibe fällt flach ab und mündet in ein wuchtig gestaltetes Heck. Anfangs stehen zwei Felgen-Optionen in 20 und 22 Zoll zur Wahl. Auch bei den Farben außen und innen gibt es für die RWD-Version nur zwei Wahlmöglichkeiten, wobei es sich jeweils um Grau- und Schwarztöne handelt. AWD-Käufer können zwischen Blue Metallic und Crystal White Tricoat wählen.

Innen mit riesigem Bildschirm

Der fünfsitzige Lyriq-Innenraum orientiert sich am Interieur des neuen Escalade. Die Fahrerin oder der Fahrer blickt auf einen gekrümmten, 33 Zoll großen LED-Bildschirm, der Cadillac zufolge auch Augmented Reality sowie über eine Milliarde Farben darstellen kann. Der Monitor soll eine individuell anpassbare Benutzeroberfläche bieten: Die Informationen werden intuitiv dort angezeigt, wo sie gerade benötigt werden, und sie sollen auf die Stimmung der Person auf dem Fahrersitz abgestimmt werden. In den Holz- und Metall-Applikationen finden sich lasergeätzte Dekore. Der Kofferraum fasst bei fünfsitziger Bestuhlung 793 Liter und lässt sich auf maximal 1.722 Liter erweitern.

Obendrein verfügt der Lyriq über eine neue Stufe des Fahrsystems Super Cruise. Er kann so teilautonom fahren, also eigenständig die Spur wechseln und automatisch einparken (auch ferngesteuert). Ebenso stemmt sich der Lyriq mit seinem Soundsystem per Gegenschall aktiv gegen Außengeräusche. Für eine angenehme Akustik soll darüber hinaus das High-End-Soundsystem mit 19 Lautsprechern sorgen, von denen sich einige auch in den Kopfstützen befinden.

Preise ab 62.990 Dollar

Die Preise für den Cadillac Lyriq starten nun offiziell bei 62.990 Dollar (umgerechnet rund 60.500 Euro) für die Variante mit Hinterradantrieb. Zunächst hatte Cadillac Preise von knapp unter 60.000 Dollar in Aussicht gestellt. Mit Allradantrieb kostet der Lyriq ab 64.990 Dollar (umgerechnet rund 62.400 Euro). Die RWD-Modelle sollen ab Herbst 2022 ausgeliefert werden. Die limitierte Debut Edition rollt schon im Sommer zu den Kunden. Diese ließen sich seit September 2021 für 100 Dollar vorreservieren – und waren "in etwas mehr als zehn Minuten ausverkauft", wie Rory Harvey mitteilt. "Wir sehen weiterhin eine große Begeisterung für die Marke – sowohl für das aktuelle Produkt als auch für unsere vollelektrische Zukunft", sagt der Cadillac-Vizepräsident in einem Statement. Für das AWD-Modell nennt Cadillac einen Marktstarttermin Anfang 2023. Erst dann soll es auch Reichweitenangaben für diese Lyriq-Version geben.

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Die "Debut Edition" soll laut Cadillac innerhalb von zehn Minuten vergriffen gewesen sein.

Geändert haben sich ebenfalls die Pläne, in welchem Werk der Lyriq gefertigt wird: Die Wahl fiel letztlich auf Spring Hill im US-Bundesstaat Tennessee; in das Werk investiert General Motors bis zum Produktionsstart des Lyriq insgesamt zwei Milliarden Dollar (etwa 1,66 Milliarden Euro). Ursprünglich sollte der E-SUV im ebenfalls für die E-Auto-Produktion umgerüsteten Werk in Hamtramck bei Detroit vom Band rollen, wo GM unter anderem das autonome Modell Origin Cruise und das elektrische GMC Hummer EV produziert.

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Ja. So kann General Motors Cadillac konsequent gegen Tesla positionieren.
Nein. Die Marke steht für andere Dinge und wird mit dieser Strategie scheitern.

Fazit

Cadillac ist die Premium-Marke im GM-Konzern – und wird sich in den nächsten Jahren zum reinen Elektroauto-Anbieter wandeln. Vorbote dieser neuen Ära ist der Lyriq, dessen Serienversion stilistisch sehr nah an der gleichnamigen Konzeptstudie bleibt. Preis, Daten und Styling des Elektro-SUVs sind vielversprechend.

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