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2023 Cadillac Lyriq Serienversion General Motors
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Cadillac Lyriq (2022): Design, Reichweite, Display

Cadillac Lyriq (2022) Einführungs-Edition nach zehn Minuten ausverkauft

Der elektrische Cadillac Lyriq soll ab 2022 bis zu 482 Kilometer weit fahren und auch in Deutschland auf den Markt kommen. Das Basismodell kostet in den USA weniger als 60.000 Dollar.

Der erste Elektro-SUV der Marke debütierte am 25. April 2021, und zwar in ungewöhnlicher Umgebung: Die diesjährige Oscar-Verleihung bot aus Sicht der GM-Marketing-Experten die passende Bühne, um den Cadillac Lyriq erstmals im Serienzustand ins Rampenlicht zu rollen. Während der Fernsehübertragung startete die Werbe-Kampagne für den Lyriq, dessen Produktionsstart jedoch noch etwas auf sich warten lässt: Im ersten Quartal 2022 soll das Auto dann als 2023er Modelljahr in den USA auf den Markt kommen. Wie ein Sprecher auto-motor-und-sport.de bestätigte, wird der Lyriq auch offiziell seinen Weg nach Deutschland finden. Allerdings könne man sich erst später zum genauen Verkaufsstart und zu möglichen Preisen äußern.

Der Lyriq basiert auf der neuen Elektro-Plattform des GM-Konzerns, die zuerst die Bezeichnung BEV3 trug und nun Ultium heißt. Die neue Plattform erlaubt es, Batterie-Module mit einer Kapazität von 50 bis 200 kWh zu verbauen. Dank der Ultium-Batterien kann das Unternehmen die Akku-Packs flexibel je nach Karosserieform aufbauen. So erhalten Fahrzeuge mit hoher Bodenfreiheit eine vertikale Anordnung im Fahrzeugboden, bei niedrigeren Modellen sind die Akkus horizontal angeordnet. Die Reichweite der Ultium-Fahrzeuge liegt maximal bei über 400 Meilen (umgerechnet 644 Kilometer), die Aufladung der 400-Volt-Akkus geschieht per 200 kW-Schnellladung.

100-kWh-Akku für bis zu 482 Kilometer

Die Serienversion des Lyriq rüstet Cadillac mit zwölf Batterie-Modulen aus, die zusammen eine Kapazität von 100,4 Kilowattstunden erreichen. Das soll eine Reichweite von 300 Meilen (umgerechnet 482 Kilometer) garantieren. Geladen wird über einen CSS-Schnellade-Port (nach der amerikanischen Combo 1-Bauform), der sich auf der linken Fahrzeugseite direkt hinterm Radhaus befindet. An entsprechend starken Schnellladesäulen lässt sich beim Lyriq mit maximal 190 Kilowatt Strom tanken. In der heimischen Garage soll sich das immerhin mit bis zu 19,2 Kilowatt erledigen lassen.

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Die maximale Ladeleistung des Cadillac Lyriq soll 190 Kilowatt betragen.

Für den noch nicht final homologierten Elektromotor, der auf die Hinterachse wirkt, prognostiziert die GM-Marke eine Leistung von 255 kW / 347 PS und ein maximales Drehmoment von 440 Newtonmetern. Eine spätere allradgetriebene Version dürfte an der Vorderachse einen weiteren E-Motor aufweisen, der die Systemleistung in den Bereich von 450 PS hebt. Diese Version soll dann auch über eine maximale Anhängelast von knapp 1,6 Tonnen verfügen. Mit welcher Intensität der Cadillac Lyriq rekuperiert, lässt sich vom Fahrer oder von der Fahrerin einstellen.

Wie die Studie, so das Serienauto

Beim Design entfernt sich die 5,00 Meter lange, 2,21 Meter breite (mit ausgeklappten Spiegeln) und 1,62 Meter hohe (Radstand 3,09 Meter) Serienversion des Cadillac Lyriq kaum von der bisher bekannten Konzeptstudie. Wir sehen weiterhin einen Crossover-SUV mit stark konturierter Seitenansicht sowie einem coupéhaften Dachverlauf. Die martialische Front mit schwarzem "Kristall"-Grill weist geteilte Leuchteneinheiten auf, wobei die Tagfahrlampen vertikal in der Frontschürze und die schlanken LED-Hauptscheinwerfer horizontal angeordnet sind. Die Heckleuchten haben die Cadillac-Designer kunstvoll in die D-Säule integriert.

Cadillac Lyriq als Konzeptstudie

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Weitere Auffälligkeiten sind die bündig in der Karosserie versenkten Türgriffe, die Chromleiste als oberer Abschluss der Seitenfenster und die sanft in einen Spoiler überführte hintere Dachpartie. Die Heckscheibe fällt flach ab und mündet in ein wuchtig gestaltetes Heck. Anfangs stehen zwei Felgen-Optionen in 20 und 22 Zoll zur Wahl. Auch bei den Farben außen und innen gibt es nur zwei Wahlmöglichkeiten, wobei es sich jeweils um Grau- und Schwarztöne handelt.

Innen mit riesigem Bildschirm

Der fünfsitzige Lyriq-Innenraum orientiert sich am Interieur des neuen Escalade. Die Fahrerin oder der Fahrer blickt auf einen gekrümmten, 33 Zoll großen LED-Bildschirm, der Cadillac zufolge auch Augmented Reality sowie über eine Milliarde Farben darstellen kann. Der Monitor soll eine individuell anpassbare Benutzeroberfläche bieten: Die Informationen werden intuitiv dort angezeigt, wo sie gerade benötigt werden, und sie sollen auf die Stimmung der Person auf dem Fahrersitz abgestimmt werden. In den Holz- und Metall-Applikationen finden sich lasergeätzte Dekore. Der Kofferraum fasst bei fünfsitziger Bestuhlung 793 Liter und lässt sich auf maximal 1.722 Liter erweitern.

Obendrein verfügt der Lyriq über eine neue Stufe des Fahrsystems Super Cruise. Er kann so teilautonom fahren, also eigenständig die Spur wechseln und automatisch einparken (auch ferngesteuert). Ebenso stemmt sich der Lyriq mit seinem Soundsystem per Gegenschall aktiv gegen Außengeräusche. Für eine angenehme Akustik soll darüber hinaus das High-End-Soundsystem mit 19 Lautsprechern sorgen, von denen sich einige auch in den Kopfstützen befinden.

Der Grundpreis? Unter 60.000 Dollar!

Preislich hat sich inzwischen etwas getan beim Lyriq: Obwohl ursprünglich für einen Preis von 59.990 Dollar (fast 51.200 Euro) in Aussicht gestellt, taxiert Cadillac den Einstandspreis nun auf nur noch 58.795 Dollar (gut 50.000 Euro). Zur Markteinführung im ersten Halbjahr 2022 werden aber vorerst nur Vertreter des Einführungs-Sondermodells "Debut Edition" zu den Händlern rollen. Diese ließen sich seit Samstag (18. September 2021) für 100 Dollar vorreservieren – und waren "in etwas mehr als zehn Minuten ausverkauft", wie Rory Harvey mitteilt. "Wir sehen weiterhin eine große Begeisterung für die Marke – sowohl für das aktuelle Produkt als auch für unsere vollelektrische Zukunft", sagt der Cadillac-Vizepräsident in einem Statement.

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Die "Debut Edition" soll laut Cadillac innerhalb von zehn Minuten vergriffen gewesen sein.

Unklar ist allerdings, wie teuer die Debut Edition ist beziehungsweise ob es sich dabei um das 58.795 Dollar teure Basismodell handelt. Letzteres wäre ein atypisches Vorgehen: Eigentlich sind solche Einführungs-Sondermodelle eher hochklassig ausgestattet und entsprechend teuer bepreist, um von vornherein eine gute Rendite zu erwirtschaften und die Komplexität beim Produktionsanlauf zu minimieren. Zudem hat Cadillac nicht bekanntgegeben, wie viele Lyriq-Exemplare die Debut Edition genau umfasst. Harvey stellte aber in Aussicht, dass ab Sommer 2022 weitere Fahrzeuge über das Cadillac-Händlernetz bestellbar sein werden.

Spring Hill statt Hamtramck

Geändert haben sich ebenfalls die Pläne, in welchem Werk der Lyriq gefertigt wird: Die Wahl fiel letztlich auf Spring Hill im US-Bundesstaat Tennessee; in das Werk investiert General Motors bis zum Produktionsstart des Lyriq insgesamt zwei Milliarden Dollar (etwa 1,66 Milliarden Euro). Ursprünglich sollte der E-SUV im ebenfalls für die E-Auto-Produktion umgerüsteten Werk in Hamtramck bei Detroit vom Band rollen, wo GM unter anderem das autonome Modell Origin Cruise und das elektrische GMC Hummer EV produziert.

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Fazit

Cadillac ist die Premium-Marke im GM-Konzern – und wird sich in den nächsten Jahren zum reinen Elektroauto-Anbieter wandeln. Vorbote dieser neuen Ära ist der Lyriq, dessen Serienversion stilistisch sehr nah an der gleichnamigen Konzeptstudie bleibt. Preis, Daten und Styling des Elektro-SUVs sind vielversprechend. Und bis zum Marktstart in knapp einem Jahr dürfte sich noch Einiges in Sachen Variantenreichtum tun.

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