07/2019, Chevrolet Corvette C8 Sting Ray GM
07/2019, Chevrolet Corvette C8 Sting Ray
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07/2019, Chevrolet Corvette C8 Sting Ray 40 Bilder

Chevrolet Corvette C8 (2021)

Deutschland-Preise stehen fest

Update

In Europa ist die neue Corvette deutlich teurer als in ihrer Heimat USA, wenn auch besser ausgestattet. Allerdings ist weiterhin Geduld gefragt: Zu uns kommt die Stingray erst in der zweiten Jahreshälfte 2021.

Der Karrierestart der achten Corvette-Generation ist von Widrigkeiten geprägt. Erst verzögerte sich der Produktionsstart wegen eines Streiks der Gewerkschaft UAW (United Auto Workers) auf Februar 2020. Dann gab es beim Anlauf weitere Probleme, bis schließlich die Corona-Pandemie alles zum Erliegen brachte – und das zu einem Zeitpunkt, als die ersten Exemplare an die Händler geliefert wurden. Wie wichtig eine schnelle Wiederaufnahme des Vertriebs ist, zeigt die Tatsache, dass die komplette Produktion des Jahres 2020 bereits ausverkauft ist.

Launch Edition für 99.000 Euro

Dass die neue Corvette in ihrer Heimat so beliebt ist, hat auch mit ihrem Preis zu tun. In den USA beträgt der Einstiegspreis lediglich 58.900 Dollar (aktuell umgerechnet zirka 52.500 Euro). Wenig überraschend ist der Sportwagen in Deutschland teurer. Dennoch ist der Unterschied heftig: Das Coupé soll bei 99.000 Euro starten, das Cabrio kostet sogar 106.000 Euro. Und deutsche Corvette-Kunden müssen sich in großer Geduld üben: Hierzulande wird die C8 erst in der zweiten Jahreshälfte 2021 erhältlich sein.

Chevrolet Corvette C8 Stingray
1:54 Min.

Eine Ursache für den hohen Preis ist die deutlich bessere Ausstattung. Die ersten Fahrzeuge für Europa gehören einer Launch Edition an, die gleich drei Ausstattungspakete vereint. Erstens das Z51-Paket mit größeren Bremsen, Sportauspuff, verbesserter Kühlung, geänderter Achsübersetzung, elektronisch gesteuerten Magnetic Ride-Dämpfern sowie dezenten Aerodynamik-Updates. Hinzu kommt das 2LT-Paket mit Navigationssystem, Soundsystem, beheizten und belüfteten Sitzen, Head-up-Display, Rückspiegelkamera und Performance-Daten-Rekorder. Die 3LT-Ausstattung ist ebenfalls an Bord; sie beinhaltet vor allem Interieur-Accessoires wie Sitze mit verstärktem Seitenhalt sowie Akzente in Leder und Karbon.

Lange Zeit unbestätigte Gerüchte, dann Gewissheit

Inzwischen dürfte sich herumgesprochen haben, dass Chevrolet bei der Corvette C8 ein völlig neues technisches Konzept verfolgt. Die C8 baut auf ein Mittelmotor-Konzept und offiziell auch wieder Stingray. Befeuert wird sie weiter von einem 6,2 Liter großen Small Block-V8-Saugmotor mit Trockensumpfschmierung, Zweiventiltechnik, variabler Ventilsteuerung, Zylinderabschaltung und Alublock, der auf den Namen LT2 hört und komplett neu entwickelt wurde. Als Leistung nennt GM 502 PS, die bei knapp 6.500 Touren anliegen, sowie ein maximales Drehmoment von 637 Nm (bei 5.150/min). Hier handelt es sich übrigens um die Werte mit Z51-Paket, das bei europäischen Autos anfangs serienmäßig an Bord ist. Seinen Sound darf das Triebwerk durch einem Sportauspuff entlassen.

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GM

Kombiniert wird der V8 in der C8 Stingray mit einem ebenfalls neu entwickelten Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe, das vom Zulieferer Tremec stammt. Der erste Gang ist kurz übersetzt, die Gänge 2 bis 6 sollen echte Fahrgänge sein, die Stufen 7 und 8 wurden als Overdrive ausgelegt. Bei den verfügbaren Fahrprogrammen hat GM von vier auf nun sechs aufgestockt. Die Spreizung reicht von Touren- bis hin zu Track-Modi.

GM gibt offizielle Beschleunigungswerte bekannt

Bestückt mit dem optionalen Z51-Paket, kann die C8 die 60 mph-Marke (96,6 km/h) in nur 2,9 Sekunden knacken. Das Serienauto ist bei dieser Übung eine Zehntelsekunde langsamer. Die Viertelmeile absolvieren beide Varianten in 11,2 Sekunden, wobei die Standard-Corvette am Zielstrich etwas schneller ist als die Z51-Version (198 statt 195 km/h). Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 312 km/h angegeben. Bestückt mit der abtriebsfördernden Z51-Option sinkt die Vmax auf 296 km/h.

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Auch wenn die neue Chevrolet Corvette in der Frontansicht noch eindeutig als Corvette erkennbar ist, blieb beim Umbau auf das Mittelmotorkonzept kein Stein auf dem anderen. GM behauptet gar, dass nur ein Teil der C7 unverändert in die C8 wanderte. Die neue Corvette C8 Stingray kommt auf eine Länge von 4,63 Meter, eine Breite von 1,93 Meter sowie eine Höhe von 1,23 Meter. Den Radstand gibt GM mit 2.722 Millimetern an, das Trockengewicht soll bei 1.530 Kilogramm liegen.

Neue Proportionen für die Corvette

Beim Chassis setzt die C8 auf Aluminium-Druckgussprofile. Die Heckschürze wird aus Karbon gefertigt, die Hauben aus Fiberglas. Eine 3,2 Millimeter dicke Plexiglasheckscheibe erlaubt den Blick auf den neuen Motor. Ansonsten verändert die neue Motorposition alle Proportionen.

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Die C8 schiebt eine spitze Nase durch den Wind. Darunter öffnet sich ein großes Kühlermaul. Auf der Haube sitzen weit nach hinten reichende Scheinwerfer. Die weit vorne angesetzte Windschutzscheibe steigt flach an. Die eingezogenen Flanken münden hinter den Türen in Kühlluftschächten für den V8. Auf dem Heck, das ebenfalls stark an die alte C7 erinnert, sitzt ein großer, feststehender Spoiler, darunter korrespondieren die Doppelrückleuchten mit den Doppelendrohren der Auspuffanlage. Dazwischen darf der Achtzylinder über zwei große Kühlluftkanälen sein heißes Umfeld entlüften.

Corvette C8 mit Mischbereifung

In den vorderen Radhäusern drehen sich 8,5 x 19 Zoll große Leichtmetallfelgen, die mit Reifen der Dimension 245/35 bestückt sind. Hinten steht die C8 Stingray auf 11 x 20 Zoll großen Rädern und gript auf 305/30er Walzen. Den haftungsfreudigen Gummi liefert Michelin mit Pilot Sport-Pneus. Ein elektronisch gesteuertes Sperrdifferenzial unterstützt bei der Gripsuche. Bei den Bremskomponenten kommt Brembo zum Zuge. Vorne beißen Vierkolbenzangen in 321er Scheiben, hinten wurden Vierkolbenzangen mit 339er Scheiben kombiniert. Das konventionell aufgebaute Fahrwerk setzt nur im Optionspaket Z51 auf adaptive Dämpfer. Dafür ist immer ein Liftsystem an der Vorderachse an Bord, das die Front um 40 mm anheben kann. Das funktioniert bis knapp 40 km/h. Zudem kann sich das Bordsystem per GPS-Zugriff bis zu 1.000 Stellen merken, an denen es ratsam ist, die Front anzuheben.

Zur Ausstattung der neuen Corvette C8 Stingray zählen unter anderem ein Infotainment-System mit großem Touchscreen und umfangreicher Konnektivität und Sprachsteuerung, ein konfigurierbares 12-Zoll-Digital-Display im Cockpit, Memory-Sitze, ein beheiztes Lenkrad, ein Bose-Soundsystem sowie ein integriertes Data-Recording.

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Weiter mit Targadach

Angeboten wird die Corvette C8 Stingray wieder mit einem herausnehmbaren einteiligen Dachelement, das im neuen Heckkofferraum hinter dem V8 verstaut werden kann. Alternativ finden hier auch 357 Liter Gepäck Platz. Ein weiterer kleiner Kofferraum, ausreichend für Ladegut in den Dimensionen von Handgepäck, findet sich unter der vorderen Haube.

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Nein. Ich dachte, da wäre mehr drin - und an Charme verliert sie auch noch.

Fazit

Der Umbau der Corvette von einem Frontmotorsportler zu einem Mittelmotorsportwagen zeigt sich gelungen. Die relativ konservative Antriebstechnik passt zur Corvette-Historie. Unter 60.000 Dollar und weniger als drei Sekunden von null auf 60 mph sind ebenfalls ein klares Statement – zumindest für den Heimatmarkt. Die hohen Preise samt umfangreicher Ausstattung für Europa lassen die C8 auch in dieser Hinsicht in der Sportwagen-Beletage ankommen.

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