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Genesis GV60 35 Bilder

Genesis GV60: Erste Bilder vom Elektro-Crossover

Genesis GV60 E-Crossover mit Automatik-Globus & Gesichtserkennung

Hyundais Luxusmarke Genesis setzt in Zukunft auch auf rein elektrisch angetriebene Modelle. Auf Basis der von Hyundai entwickelten E-GMP-Plattform (Electric-Global Modular Platform) entstehen mehrere Elektromodelle, darunter auch der GV60. Jetzt gibt es erste Bilder und Technik-Details.

Genesis bringt noch im Herbst 2021 einen weiteren High-Performance-SUV mit reinem Elektroantrieb. Intern firmiert das Modell unter dem Code "JW EV", offiziell heißt es Genesis GV60. Der gut 4,60 Meter lange GV60, der quasi das noble Schwestermodell zu Hyundai Ioniq5 und dem Kia EV6 ist, soll bereits ab August 2021 vom Band rollen und mit einer Stückzahl von rund 20.000 Einheiten signifikant zum Elektro-Erfolg der Marke beitragen. Er sortiert sich unterhalb des GV70e ein. Die Marke hatte sich unlängst sechs E-Auto-Namen schützen lassen.

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Das G in GV60 steht für Genesis, während das V für Vielseitigkeit steht. Die Zahl 60 steht für die Position in der Genesis-Modellhierarchie und macht den GV60 zu seinem bisher sportlichsten Fahrzeug.

Im Vergleich zum Kia EV6 erscheint der Genesis GV60 in seiner Formgebung fast identisch. Das Crossover-Layout mit der etwas höheren Bodenfreiheit ist ebenfalls bei Kia zu sehen, auch die kurze Front und der coupéartige Dachverlauf. Obere und untere Fensterlinie sind jedoch verschieden. Der GV 60 trägt horizontal zweigeteilte LED-Scheinwerfer an der Front. Die Koreaner nennen sie Quad-Leuchten im Zwei-Linien-Design. Die Schürze trägt einen breiten Kühlergrill. Motorhaube und Kotflügel zeigen sich einem einzigen Element vereint. Das zurückversetzte Greenhouse steht auf Säulen, die schwarz gehalten sind und so ein umlaufendes Fensterband suggerieren. Den oberen Abschluss der Fensterlinie bildet ein umlaufendes Chromband mit keckem Haken in der C-Säule. Statt Außenspiegel verbaut Genesis Kamera-Spiegel. Die Türgriffe sind bündig in die Türen eingelassen und treten nur bei Gebrauch automatisch hervor. Die Heckleuchten nehmen das Zwei-Linien-Design der Hauptscheinwerfer auf. Am unteren Rand der Heckscheibe sitzt ein großer Spoiler mit integriertem drittem Bremslicht

Viele Bildschirme im Cockpit

Der Innenraum des GV60 wirkt auf den ersten Bildern geräumig und komfortabel. Das auffälligste Merkmal im Innendesign des GV60 ist die Crystal Sphere, eine kugelförmige elektronische Getriebesteuerung auf der scheinbar schwebenden Mittelkonsole, die den Fahrer intuitiv über entgegenkommende Fahrzeuge informiert. Die Kristallkugel kann aber auch Stimmungslichter generieren.

Über zwei Drittel der Armaturenbrettbreite erstreckt sich ein kombiniertes Display, das das klassische Kombiinstrument und den Infotainmentbildschirm bündelt. Genesis nutzt die Nvidia-Drive-Plattform für das Infotainmentsystem mit Touchscreens. Kabellose Verbindung des Smartphones für Apple-Car-Play und Android-Auto ist gesetzt, außerdem soll es einen digitalen Schlüssel, Handschrift- und Spracherkennung sowie Touchcontroller geben. Vorne oben auf den Türbrüstungen sitzen die Screens, die die Bilder der Außenspiegelkameras wiedergeben.

Gesichtserkennung und Fingerabdruck-System

Als erstes Genesis-Modell erhält der GV60 die Gesichtserkennung "Face Connect". Dieses System erlaubt es über eine Nahinfrarot-Kamera (NIR) Gesichter zu erkennen und die Fahrzeugtüren zu öffnen oder zu schließen. Das System soll auch bei Dunkelheit oder anderen schlechten Lichtbedingungen funktionieren. Ist das Gesicht des Fahrers erkannt, synchronisiert "Face Connect" dann das individuellen Fahrer-Profil für den Fahrersitz, Lenkrad-Position, Seitenspiegel-, Head-up-Display- oder Infotainment-Einstellungen. Für Outdooraktivitäten wie Schwimmen oder Joggen kann der Fahrer seinen Fahrzeugschlüssel im Auto lassen und den Genesis nur über die Gesichtserkennung ver- und entriegeln. Zwei Gesichter lassen sich mitsamt der Profile pro Modell registrieren, sie sind verschlüsselt im Fahrzeug gespeichert und können dort auch wieder gelöscht werden.

Als zweites biometrisches Feature ist das "Fingerprint Authentication System" an Bord des GV60. Es erlaubt über den Fingerabdruck das Fahrzeug zu starten und zu fahren. Des Weiteren sind damit Zahlungen im Auto möglich.

Neben dem GV60 gibt es noch die Elektrische-G-Reihe

Mit dem Genesis GV60 zielt die Marke, die ab 2021 auch in Deutschland zu haben sein wird, auf den Markt der Premium-E-Autos. Und dieser Markt ist noch verhältnismäßig klein, tummeln sich hier lediglich das Tesla Model Y, der Audi Q4 E-Tron und der Mercedes EQC.

Audi Q4 Concept Genf 2019
E-Auto

Aber auch die schon präsentierten Modelle, wie die Fließheck-Limousine G80, der Luxus-SUV GV80 oder der SUV GV70 erhalten zusätzlich die reine Elektro-Option. Neben diesen Modellen bietet Genesis noch die Shooting Brake-Version des G70 an.

Schnellladung und 500 Kilometer Reichweite

Die E-GMP erlaubt ähnlich wie der Modulare Elektrobaukasten von VW unterschiedliche Batteriekapazitäten, beginnend bei 64 kWh. Die Reichweite soll rund 500 Kilometer betragen und die Akkus per 350-kW-Schnellladung in 18 Minuten zur 80 Prozent geladen sein. Bei den Top-Modellen, wie es sicher auch der GV60 sein wird, gibt es pro Achse einen Elektromotor.

Hyundai Ioniq 5
E-Auto

Die neue Elektroplattform bleibt indes nicht Genesis vorbehalten, auf ihr basieren schon der Hyundai Ioniq 5 und der Kia EV6. Kurz vor der Präsentation gibt es die ersten technischen Daten: Der GV60 kommt in drei Motorisierungen. Das Basis-Modell mit Hinterradantrieb orientiert sich am Kia EV6 Long Range mit 229 PS. Das Allrad-Modell GV60 AWD Long Range rangiert in der Mitte und verfügt pro Achse über einen E-Motor mit einer Gesamtsystemleistung von 325 PS (Frontmotor 100 PS, Heckmotor 218 PS). Wie die beiden Modelle erhält auch das Top-Modell "GV60 Performance Type" die große Batterie mit 77,4 kWh und Allradantrieb. Beide E-Motoren, je einer pro Achse, leisten jedoch jeweils 218 PS – die Systemleistung ist unbekannt, liegt ab deutlich unter der des Kia EV6 GT mit 586 PS.

Die wichtigsten Fakten zur Electric Global Platform (E-GMP)

  • Sportliches Modell: unter 3,5 s für 0 – 100 km/h
  • Top-Speed: 260 km/h
  • Maximalleistung: 600 PS
  • Reichweite Basis-Modell: 500 km (WLTP)
  • Ladedauer: 18 Minuten für 80 Prozent Ladung; 5 Minuten für 100 Kilometer
  • Ladetechnik: 800 Volt, ohne Adapter auch Aufladung an 400 Volt-Stationen
  • Bidirektionales Laden: Vehicle-2-Load mit 3,5 kW
  • Heckantrieb mit weiterem Motor Allradantrieb
  • IDA Integrated Drive Axle
  • Fünflenker-Hinterachse

Fazit

Hyundai fährt mit der Marke Genesis fett auf und will wohl breite Kundenbedürfnisse befriedigen. Neben der Premium-Fließhecklimo über einen Luxus-SUV, zwei Sportcoupés und einen BMW X5-Konkurrenten, legen die Koreaner nun auch noch rein elektrische Derivate und einen weiteren E-SUV mit mächtig Power auf ... und dazu kommt noch das Modellportfolio von Hyundai und Kia.

Genesis
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