Honda Urban EV (2020)

Was haben wir da im neuen Cockpit entdeckt?

Honda Urban EV Cockpit Foto: Honda
Auto Salon Genf 2019

Der japanische Autobauer Honda setzt künftig stärker auf Elektrifizierung. Auf der IAA 2017 hatten die Japaner eine rein elektrisch angetriebe Studie eines Stadtmobils gezeigt. Auf dem Genfer Autosalon 2019 gibt es eine seriennahe Studie zu sehen, bevor das Serienmodell auf der IAA debütiert.

Als Honda zum ersten Mal sein Urban EV zeigte, war die Reaktion beim Publikum und bei der Fachpresse unisono positiv. Das Modell mit dem leichten Retro-Touch erinnerte an den Peugeot 205 oder einen Golf I GTI und war gleichzeitig modern, kompakt und stimmig. Doch leider klaffen zwischen Studie und dem Serienfahrzeug oftmals Welten – so auch beim Honda Urban EV?

Allerdings, und das ist die freudige Nachricht, das japanische E-Modell rettet das Studien-Styling doch weitgehend in die Serie. Und die geht leider nicht wie angekündigt 2019 an den Start, sondern erst 2020. Für Europa sind jedoch nur 5.000 Fahrzeuge pro Jahr vorgesehen. Die Publikumspremiere des Honda EV findet auf der IAA im Herbst 2019 statt, zuvor zeigen die Japaner noch eine weitere seriennahe Studie auf dem Genfer Autosalon im Frühjahr. Diese zeigt sich nun mit einem leicht runderen Design, einer neuen Front sowie etwas stärker ausgestellten Radhäusern. Es bleibt bei den kreisrunden LED-Scheinwerfern und der kugeligen Fahrgastzelle.

Auch einen Einblick in den Innenraum der Studie liefert Honda. Zu sehen ist ein gradliniger Armaturenträger der auf einer Holz-Konsole steht. Drei volldigitale Displays transportieren alle Informationen zum Fahrzeug. Der Fahrer greift in ein Zweispeichen-Lenkrad mit kleinem Pralltopf und zahlreichen Schaltern. Insgesamt erscheint das Cockpit als eine große umlaufende Leinwand.

Wir haben uns das Cockpit einmal näher angeschaut und zahlreiche interessante Details enthüllt.

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Urban EV als Serienmodell

Unter der Tarnung sind die runden Scheinwerfer mit LED-Rand zu erkennen, der Prototyp verfügt zudem über vier Türen mit rahmenlosen Scheiben. Die Studie war als Zweitürer ausgelegt. Die hinteren Türgriffe verschwinden in der C-Säule, die hinteren Türen fallen schmal aus. Konnte die Studie vier Passagiere aufnehmen, so verfügt das Serienmodell über eine hintere Sitzbank mit drei Plätzen. Am Heck sind ebenfalls runde Leuchten untergebracht. Allerdings scheint es eine Art Dachkantenspoiler mit dritter Bremsleuchte zu geben, die so nicht bei der Studie zu sehen war. Insgesamt fällt das Heck mit dem abgesetzten Stoßfänger nicht ganz so rundlich aus.

Erlkönig Honda Urban EV Foto: Stefan Baldauf
Der Rückspiegel besteht aus einem Bildschirm, der das Bild der Kameras wieder gibt.

Die bei der Studie in einem Schlitz im Kotflügel untergebrachten Rückspiegelkameras befinden sich beim erwischten Prototypen unterhalb des vorderen Fensterdreiecks. Das Bild projizieren sie auf einen Rückspiel mit breitem Bildschirm. Angaben zur E-Technik kann man noch nicht machen. Allerdings will Honda in Europa bis 2025 zwei Drittel der Fahrzeugverkäufe als Hybrid-, Plug-in-Hybrid- und Elektrofahrzeuge tätigen.

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Die IAA-Studie Honda Urban EV Concept

Aber blicken wir auch noch einmal zurück auf die spektakuläre Studie. Das Honda Urban EV Concept baut auf einer komplett neuen Plattform auf. Die Proportionen – er ist breit und flach – lassen den Urban EV stämmig auftreten. Mit einer Länge von etwa 3,90 Meter unterbietet er den Jazz um gut zehn Zentimeter. Die Räder wurden weit in die Ecken gepackt, die Überhänge extrem kurz gehalten. A- und B-Säulen fallen extrem filigran aus und sorgen so für eine große umlaufende Glasfläche und einen guten Überblick.

Honda Urban EV Concept Foto: Stefan Baldauf / Guido ten Brink
Die Studie Urban EV erinnert an eine Mischung aus Peugeot 205 und Golf GTI I.

Das Gesicht des Urban EV wird von zwei LED-Rundscheinwerfern geprägt. Der Grillbereich dazwischen trägt ein beleuchtetes Honda-Logo, kann aber über Lichtelemente auch weitere Nachrichten an die Umwelt senden. Das Ladekabel für die Batterie sitzt unter einer eigenen Klappe auf der Fronthaube.

Wer den Honda Urban EV durch die beiden hinten angeschlagenen Türen entert, findet zwei durchgehende Sitzbänke mit Holzarmlehnen für bis zu vier Passagiere sowie ein über die komplette Armaturentafel laufendes Display vor. Flankierend hübscht Holz das nur mit wenigen Bedienelementen bestückte Cockpit auf. In den Türtafeln gibt es weitere Displays, die unter anderem den Blick aus den Rückblickkameras wiedergeben.

Das Bordsystem des Honda Urban EV soll selbstlernend sein und so nach und nach dem Fahrer mehr Wünsche von den Lippen ablesen oder entsprechende Vorschläge machen können. Zum Antrieb des Elektrokleinwagens machte Honda schon damals keinerlei Angaben. Die Vorgängerstudie zum Urban EV nannte sich EV-N und stand 2009 auf dem Autosalon in Tokio.

Honda Urban EV Concept
Elektro-Auto für die Stadt 1:46 Min.
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