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ElectricBrands xBus jetzt mit Solardach

ElectricBrands xBus 200 km Reichweite extra dank Sommer-Sonne?

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Der ElectricBrands xBus kann dank Modulbauweise Camper oder Kipper sein und soll dank eines Solar-Dachs doppelt so weit kommen, wie mit seinem 15-kWh-Akku allein.

Solarzellen auf der Oberfläche von Autos sind keine neue Idee – es gab mal einen BMW 7er mit Solarzellen im Schiebedach, die Strom für die Klimaanlage geliefert haben. Ebenso gab es für den VW Phaeton ein Solar-Schiebedach, für die Maybach-Modelle 57 und 62 konnten Kunden Solarmodule bestellen und auch beim Toyota Prius half ein optionales Solar-Schiebedach bei der Energiegewinnung aus Sonnenlicht. Allen Modellen gemeinsam war: So richtig viel Energie kam dabei nicht herum. Jetzt stellt das Start-up ElectricBrands aus dem schleswig-holsteinischen Itzehoe seinen xBus mit einem großflächigen Solarpanel vor – und das soll die Reichweite des Fahrzeugs um sensationelle 200 Kilometer (bestenfalls) erhöhen.

Fünf Quadratmeter ist das Solardach des xBus-Prototyps groß. Pro Tag soll das Dach unter idealen Bedingungen bis zu 10 Kilowattstunden Strom liefern. Aufgrund des effizienten Elektroantriebs sollen so bis zu 200 Kilometer tägliche Reichweite drin sein. In der Basisausstattung ist der xBus mit einer 15-kWh-Batterie ausgerüstet, die ihn ebenfalls bis zu 200 Kilometer weit bringen soll. Der Hersteller geht also von einem Durchschnittsverbrauch von 7,5 kWh/100 km aus. Ein durchschnittlicher Verbrauch von 15 kWh pro 100 Kilometer (nicht 200 km) gilt bei herkömmlichen Elektroautos aktuell schon als sparsam, der xBus wäre also doppelt so genügsam; der Verbrauch des konzeptbedingt nicht unbedingt windschlüpfigen xBus dürfte in der Praxis speziell bei höheren Geschwindigkeiten eher nach oben von den aktuell angegeben 5 bis 10 kWh pro 100 Kilometer abweichen. Im Schnitte käme der xBus also an einem sehr sonnigen Tag mit den per Dach erzeugbaren 10 kWh also zusätzliche 133 Sonnenkilometer weit. Geht man bei der extrem volatilen Solarstromerzeugung von vermutlich immer noch hochgegriffenen 5 kWh pro Tag im Schnitt aus, wären es immerhin noch 67 Kilometer Reichweite – mehr als die tägliche Fahrstrecke der meisten Autos. Ein großes Solarpanel hilft also auf jeden Fall – und das auch während der Fahrt.

07/2021, Lightyear One Produktion bei Valmet Automotive
E-Auto

Zugelassen wird der xBus, der zuvor noch als "eBussy" firmierte, in der Leichtfahrzeugklasse L7e – wie zum Beispiel auch der Renault Twizy. Im Fahrgestell wird eine Batterie mit 10 bis 30 kWh Speicherkapazität eingebaut, die kobaltfreie Lithium-Ionen-Zellen kommen von den Produzenten Samsung SDI und Sanyo. Der modulare Aufbau sieht bis zu 24 Akkupakete mit jeweils 1,25 kWh vor.

Der Elektroantrieb mit vier Radnaben-Motoren von Schaeffler soll eine maximale Leistung von 15 kW (20 PS) bringen und den xBus auf 100 km/h beschleunigen. Als Peak-Power liegen 56 kW (76 PS) an. Das Drehmoment beträgt 1.000 Nm. Die Reichweite gibt der Hersteller je nach Akku und Aufbau mit bis zu 600 Kilometer an. Solarzellen am Fahrzeug sollen unter idealen Wetterbedingungen pro Tag die besagten 10 kWh Strom für den Antrieb erzeugen können. Der Verbrauch liegt übrigens, wie bereits oben vermerkt, angeblich nur bei 5 – 10 kW pro 100 Kilometer.

Die AC-Ladezeit mit 220 Volt beträgt zwei bis fünf Stunden, mit 11 kW deutlich kürzer. Dazu will das Unternehmen noch eine Akku-Tausch-Infrastruktur aufbauen, die den Batterietausch innerhalb von wenigen Minuten ermöglicht.

Deutschland Kohle Fläche Photovoltaik
Alternative Antriebe

Nur 3,95 Meter lang

Den xBus soll es in acht verschiedenen Aufbauten geben. Als Bus, Kipper, Koffer, Universal, Pick-up sowie Pick-up mit Doppelkabine, Cabrio und Camper. Die Ausgangsbasis soll mit einer Länge von 3,95 Metern kompakt genug für den innerstädtischen Verkehr sein. Die einzelnen Aufbauten können das Fahrzeug verlängern. Der Umbau soll einfach vonstattengehen. Einen unter der Woche für den gewerblichen Transport eingesetzten Kipper könnte man also am Wochenende als kleinen Bus für den Personentransport einsetzen, ohne das Grundfahrzeug zu wechseln.

Mit dem Modul Fondkabine, das hinter der ersten Sitzreihe eine zweite ermöglicht und einem Kofferraummodul, entsteht ein klassischer Bus mit zwei Seitentüren und großer Heckklappe. Durch Umklappen der zweiten Sitzreihe und der Beifahrersitzlehne wird diese Variante zum Raumwunder mit mehr als drei Kubikmeter Ladevolumen.

7/2020, eBussy
emobs
Ein Fahrgestell mit Pritsche könnte am Wochenende in einen kleinen Bus umgebaut werden.

Der Campingbus bietet eine 2,10 Meter lange und 1,30 Meter breite Liegefläche. Für ihn ist ein Preis von 28.800 Euro angekündigt. Der Basis-xBus als Kabine mit Fahrgestell soll bei unter 20.000 Euro starten. Außerdem bietet Electric Brand neben der Straßen-Version noch ein Geländefahrgestell mit 10 mm mehr Bodenfreiheit an.

Im xBus finden maximal drei Personen Platz, bis zu 1.000 Kilo Zuladung sind möglich. Der xBus ist 3,96 Meter lang, 1,64 Meter breit und 1,96 bzw. 2,03 m hoch. Der Radstand beträgt 2,20 Meter.

150.000 xBusse in fünf Jahren

Das Unternehmen plant den Start der Serienfertigung am Produktions-Standort in Itzehoe im ersten Halbjahr des Jahres 2022. Die Stückzahl der produzierten X Bus in den nächsten fünf Jahren gibt der Hersteller mit über 200.000 Stück an.

Beim Vertrieb setzen die Planer auf bestehende Strukturen, bestehenden Autohäuser sollen die Fahrzeuge von Electric Brand als zusätzliche Marke mit ins Programm nehmen. Schon heute sollen es in Deutschland circa 80 Standorte sein, die für den Verkauf der Elektroautos bereit sind.

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Solarzellen auf Autos - ergibt das Sinn?
Ja - jeder zusätzlich gewonnene Sonnen-Kilometer ist gut für die Umwelt.
Nein - dafür ist der Wirkungsgrad von Solarzellen viel zu schlecht.

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Deutsche Elektroauto-Start-ups hatten es in letzter Zeit nicht einfach. Der Streetscooter hat sich bis heute nicht sonderlich über seinen Einsatz bei der Post hinaus durchgesetzt, E-Go hat keine 700 Autos ausgeliefert und kümmert unter neuen Beteiligungen vor sich hin und Sono Motors hinkt extrem weit hinter seinen selbst gesteckten Zeitplänen hinterher – und hat anscheinend immer noch nicht genug Geld für das Starten einer Serienproduktion.

Der xBus ist vornehmlich für Gewerbekunden gedacht, das modulare Aufbaukonzept verspricht aber eine hohe Flexibilität bis hin zum keinen Campervan für private Käufer. Zusammen mit der Vertriebsexpertise in bestehenden Autohäusern könnte das dem xBus zum Erfolg verhelfen.

Das jetzt vorgestellte und gerade in der Erprobung befindliche 5-Quadratmeter-Solardach könnte die Reichweite des xBus deutlich erhöhen. Die vom Unternehmen angegebenen 200 Zusatz-Kilometer unter Idealbedingungen scheinen aber im besten Fall ein Laborwert zu sein: Aktuell gilt bei Elektroautos ein Verbrauch von 15 kWh pro 100 Kilometer als realistisch. Sollte der xBus diese 15 kWh verbrauchen, wären mit seinem 10-kWh-Solardach unter Idealbedingungen 67 Zusatz-Kilometer drin. Für die Umwelt-Bilanz des xBus wäre auch das ein ordentlicher Gewinn.

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