Mercedes M 254 und OM 654 M mit ISG Mercedes
Mercedes M 254 und OM 654 M mit ISG
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Mercedes M 254 und OM 654 M mit ISG

Neue 4-Zylinder mit 48-Volt-System

Mercedes elektrifiziert Diesel und Benziner mit 48-Volt-Netz und Starter-Generator. Premiere feiern die neuen Motoren in der E-Klasse. Sie sind auch für den Einsatz in Hybrid-Umgebungen geeignet

Zur Modellpflege der E-Klasse feiern auch neue Motoren bei Mercedes Premiere. Die beiden neuen Vierzylinder OM 654 M (Diesel) und M 254 (Benziner) werden erstmals mit 48-Volt-Teilbordnetz und integriertem Startergenerator ausgerüstet. Dadurch wird die Maximalleistung um 15 kW und das maximale Drehmoment um 180 (Benziner) beziehungsweise 200 (Diesel) Newtonmeter angehoben.

Mit dem integrierten Starter-Generator (ISG) hatte Mercedes 2017 als erster Hersteller auf diese neue Technologie gesetzt. Beim ISG handelt es sich dem Namen entsprechend um eine Elektromaschine, die sowohl als "Antrieb" (Motorstart und partielle Unterstützung) als auch als "Stromerzeuger" (Generator) arbeiten kann. Der Sinn hinter dieser Technik, die auch unter dem Namen Mild-Hybrid bekannt ist, liegt im Komfortgewinn und der Kraftstoffeinsparung.

Mehr Komfort und mehr Schub

Durch das verwendete 48-Volt-Teilbordnetz kann der ISG viel schneller und sanfter den Verbrenner starten, als es ein herkömmlicher 12-Volt-Anlasser könnte. Gleichzeitig dient der ISG im Schiebebetrieb zur Energiegewinnung und kann bei hoher Leistungsabforderung den Verbrenner zusätzlich mit seinem Drehmoment unterstützen, Mercedes nennt das "EQ Boost".

OM 654 und M 254 verfügen über eine neue Generation des ISG, die im 9G-Tronic-Automatikgetriebe integriert ist. Elektromotor, Leistungselektronik und Getriebekühler wurden direkt an das Getriebe verlegt, um das Gewicht der nötigen Komponenten zu senken (Leitungen entfallen) und die Effizienz zu steigern. Die Motoren sind modular aufgebaut, daher der Name "FAME" (Family of Modular Engines). Damit eignen sie sich gleichzeitig für den Einsatz in Plugin-Hybrid-Umgebungen.

Mercedes M 254 und OM 654 M mit ISG
Mercedes
Komplett neu: Der M 254 Vierzylinder-Benziner

Der M 254 Vierzylinder-Benzinmotor ist eine komplette Neuentwicklung. Die Zweilitermaschine ist Nachfolger des M 274 und leistet bis zu 272 PS, das maximale Drehmoment liegt bei 400 Nm. Eine Besonderheit des Motors ist der neu entwickelte Segmentturbolader, außerdem kann er dank 48-Volt-Netz auf einen elektrischen Zusatzverdichter setzen, der bei niedrigen Drehzahlen für schnellen Aufbau des Ladedrucks zuständig ist. Eine Overboost-Funktion erlaubt bei hohem Leistungsbedarf, für bis zu 30 Sekunden die Maximalleistung um weitere 41 PS anzuheben.

Mit dem OM 654 M liefert Mercedes nach eigenen Angaben den weltweit ersten Dieselmotor mit integriertem Starter-Generator. Der überarbeitete Zweiliter-Turbodiesel-Vierzylinder erhielt für die Elektrifizierung eine neue Kurbelwelle, wodurch der Hubraum um 43 auf 1.993 Kubikzentimeter wächst. Gleichzeitig wird der Einspritzdruck von bisher 2.500 auf 2.700 bar erhöht. Die Maximalleistung liegt nun bei 265 PS, das maximale Drehmoment bei 550 Newtonmeter. Abgasseitig wurde mit einem NOX-Speicherkat, Partikelfilter und zwei SCR-Katalysatoren nachgerüstet.

AMG-Version mit ISG-Sechszylinder

Zur E-Klasse-Überarbeitung kommt außerdem erstmals der Reihensechszylinder M256 mit ISG in dieser Modellfamilie zum Einsatz. In den Mercedes-AMG E 53 4MATIC+ Modellen leistet das Triebwerk 320 kW (435 PS) und stellt ein maximales Drehmoment von 520 Newtonmetern zur Verfügung. Der Startergenerator liefert kurzzeitig zusätzliche 16 kW Leistung und 250 Newtonmeter Drehmoment.

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