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Michael Lohscheller Vinfast Gregor Hebermehl / Patrick Lang / Opel
VinFast Lux SA2.0, Paris 2018
VinFast Lux SA2.0, Paris 2018
VinFast Lux SA2.0, Paris 2018
VinFast Lux SA2.0, Paris 2018 65 Bilder

Michael Lohscheller wird Vinfast-Chef

Michael Lohscheller wird Vinfast-Chef Vietnamesischer Hersteller soll Tesla-Jäger werden

Der scheidende Opel-Chef Michael Lohscheller hat bereits einen neuen Spitzenposten in der Autoindustrie: Er wird Chef von Vinfast.

Zum 1. September verlässt Opel-Chef Michael Lohscheller den Stellantis-Konzern, für ihn rückt Uwe Hochgeschurtz nach. Lohscheller selbst hat bereits einen neuen Spitzenposten in der Automobilindustrie gefunden: Er wird Chef des aufstrebenden vietnamesischen Autoherstellers Vinfast.

Vinfast gehört zur die vietnamesische Wirtschaft in vielen Bereichen durchdringenden Vingroup. Deren Autosparte Vinfast gibt es seit 2017. Der Hersteller legt großen Wert auf seine namenhaften deutschen Zulieferer und baut unter anderem in Lizenz BMW-Modelle mit für den asiatischen Markt angepasstem Design.

VinFast Lux A2.0
VinFast
Der Vinfast Lux A2.0 basiert auf dem BMW 5er der Baureihe F10.

GM-Manager und GM-Manager

Aktuell ist James DeLuca CEO von Vinfast – der erfahrene GM-Manager hat den Aufbau der Marke verantwortet. Lohscheller war seit 2012 Manager bei Opel (seit Juni 2017 als Chef) – also zu einer Zeit, in der Opel noch zu GM gehörte (die Übernahme von Opel durch den Stellantis-Vorgänger-Konzern PSA war am 1. August 2017 abgeschlossen). Somit hat auch Lohscheller eine Vergangenheit als GM-Manager.

Hatte Vinfast anfangs eher den Heimatmarkt im Blick, stellt sich der Konzern jetzt eindeutig global auf: Lohscheller soll den Ausbau der Märkte zwar ebenfalls in Vietnam, aber eben auch in den USA, Kanada, Frankreich, Deutschland und in den Niederlanden vorantreiben. In Europa und Nordamerika möchte Vinfast deutlich wachsen.

Vinfast President
Vinfast
Der Vinfast President basiert auf einem BMW X5, hat aber einen 6,2-Liter-V8 von GM unter der Haube.

Aufbau eines globalen Tesla-Fighters

Auch dazu, wie Lohscheller mit Vinfast Marktanteile erobern möchte, gibt es bereits Hinweise. Aus seinem näheren Umfeld ist zu hören, dass er den vietnamesischen Konzern zu einem globalen Tesla-Fighter aufbauen möchte. Damit bringt er Vinfast auf den Kurs, den aktuell so ziemlich alle namenhaften Automobilhersteller verfolgen. Somit könnte die Geschichte des Verbrennungsmotors bei den Vietnamesen eine besonders kurze sein, zumal Vinfast bereits ab 2022 eigene Elektroautos ausliefert. Die finanziellen Mittel für den Aufbau eines potenten Tesla-Konkurrenten dürfte die mächtige Vinfast-Mutter Vingroup bereithalten.

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Fazit

Michael Lohscheller gehört nicht zu den Managern der Autoindustrie, die sich nach der Aufgabe eines Chefpostens mit eigenen Projekten oder wackeligen Start-ups beschäftigen müssen. Er hat für seine Nach-Opel-Zeit bereits einen Vertrag mit dem aufstrebenden vietnamesischen Autobauer Vinfast in der Tasche.

Vinfast möchte Lohscheller zu einem Tesla-Fighter aufbauen. Dass ein Autohersteller massiv auf Elektroautos setzen muss, um nicht als bemitleidenswerter Museums-Autobauer zu enden, hat inzwischen die gesamte Industrie verstanden. Insofern ist Lohschellers Ansatz bei Vinfast keine Überraschung. Die nötigen Investitionen sollten mit der finanzkräftigen Vinfast-Mutter Vingroup im Rücken kein Problem sein.

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