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Renault-Zukunft: 2x R4, 1x R5 Turbo und neue E-Technik

Renault-Elektroauto-Zukunft 2x R4, 1x R5 Turbo und jede Menge neue E-Technik

Die Renault-Gruppe plant, bis 2025 zehn neue vollelektrische Fahrzeuge auf den Markt zu bringen, darunter den R4 sowie weitere ikonische Modelle.

Der französische Autobauer hatte Anfang 2021 mit der Renaulution-Strategie bereits einen Ausblick auf die Zukunft des Konzerns gegeben – nun konkretisierte CEO Luca de Meo die (Elektro)-Pläne der Franzosen.

Renault R5 Prototype
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Die Modelle

Von den zehn angekündigten E-Modellen werden sieben das Renault-Logo tragen. Wie bereits Anfang 2021 angekündigt, legt Renault den legendären R5 als reines Elektroauto auf der neuen CMF-BEV-Plattform auf. Er rollt ab 2024 in Nordfrankreich vom Band, dort werden die drei Produktionsstätten Douai, Maubeuge und Ruitz zur Electricity zusammengefasst.

Renault R4 Teaser
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Die Front des "Renault 4 Ever"

Neben dem R5 bestätigt Renault erstmals noch eine weiteres "inkonisches" Modell. Es firmiert unter dem Namen "4 Ever" und dürfte als Studie in naher Zukunft präsentiert werden. Die Namensgebung legt nahe, dass es sich hier um das Revival des R4 handelt. Bereits vor einigen Wochen hatte auto-motor-und-sport.de die ersten Zeichnungen zur Patentanmeldung veröffentlicht. Diese Bilder decken sich mit einer auf der Präsentation gezeigten Silhouette und dem Teaserbild mit der prägnanten Front.

Ebenfalls ist anhand der gezeigten Umrisse die kolportierte Nutzfahrzeug-Version mit dem typischen Hochdach des R4 Kombi zu erkennen.

Renault 4 Patentbilder
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Darüber hinaus bringt Alpine ab 2024 einen vollelektrischen Sportwagen und, auch das deuten weitere Umriss-Bilder (siehe Fotoshow) an, den R5 Turbo von Alpine. Auch über dieses Modell mit einem expressiven Heckspoiler haben wir bereits berichtet. Als erstes Modell des neuen Elektroplans geht der Renault MéganE 2021 an den Start.

Plattformen

Für die Elektromobilität fokussiert sich Renault konzernweit auf zwei E-Plattformen. C- und D-Segment (Mittelklasse und Obere Mittelklasse) bauen auf der CMF EV (Common Modul Family Electric Vehicle) auf. Sie soll, auch dank Gewichtsreduzierung und verbessertem Thermomanagement, eine WLTP-Reichweite von 580 Kilometern ermöglichen. Auf ihr basiert auch der in Douai produzierte Renault MéganeE. Die Plattform zeichnet sich in erster Linie durch einen niedrigen Schwerpunkt, eine direktere Lenkung und eine Mehrlenker-Hinterachse aus. Dazu ermöglicht sie mehr Platz im Interieur, da viele Technik-Komponenten (u.a. Heizung, Lüftung und Klimaanlage) im Motorraum untergebracht sind. Dadurch sei, so Renault, ein dünneres Armaturenbrett realisierbar. Bis 2025 sollen 700.000 Fahrzeuge der Renault-Gruppe auf dieser Basis aufbauen.

Renault R5 Prototype
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Die Kleinwagen im B-Segment bauen auf der neu entwickelten CMF BEV auf. Sie ist im Vergleich zur Zoe-Plattform um 33 Prozent kostengünstiger und ermöglicht den Austausch des Batteriemoduls, einen 100-kW-Antriebsstrang sowie eine Reichweite von bis zu 400 Kilometer nach WLTP, wie beim Renault 5 zum Beispiel.

Antriebsstränge

Renault ist nach eigenen Angaben der erste Autohersteller, der einen eigenen E-Motor sowie ein Untersetzungsgetriebe entwickelt hat. Der elektrisch erregte Synchronmotor kommt ohne Seltene Erden aus und wird bis 2024 nochmals mit Strator-Hairpin, einem geklebten Motorblock sowie bürstenlosen und hohlen Rotorwellen ausgerüstet.

Außerdem ist Renault eine Partnerschaft mit dem französischen Start-up Whylot eingegangen, um zunächst in Hybrid-Modellen einen Axial-Flux-Elektromotor (auch Scheibenläufermotor genannt) ab 2024 in der Großserie einzusetzen. Diese Technik ist aus dem Ferrari SF90 bekannt und soll nicht nur fünf Prozent Kosten, sondern gleichzeitig 2,5 Gramm CO2 pro Kilometer nach WLTP bei einem B- oder C-Segment-Modell einsparen.

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Des Weiteren arbeitet Renault daran in einem All-in-One-Sytem den Elektroantriebsstrang kompakter zubauen. Entsprechend sind E-Motor, Untersetzungsgetriebe und die Leistungselektronik in einem Paket zusammen gefasst. Alleine durch diese Integration verringert sich das Volumen der Komponenten um 45 Prozent und bedeutet auch gleichzeitig einen um 45 Prozent verbesserten Verbrauch nach WLTP (bis zu 20 Mehr-Kilometer).

Leistungselektronik

Renault integriert künftig den Wechselrichter sowie den DC-DC-Wandler und das On-Board-Ladegerät in eine kompakte Box und ist so 800-Volt-konform. Diese "One-Box" ist sowohl für reine Elektromodelle als auch Hybride und Plug-in-Hybrid-Modelle einsetzbar und senkt damit weiter die Kosten für das Unternehmen.

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Batterien

Die Renault-Allianz setzt auf Lithium-Ionen-Batterien mit Nickel, Mangan und Kobalt, um eine höhere Energiedichte zu erlangen. Rund 20 Prozent mehr Reichweite gewährleisten diese später auch besser recycelbaren kohlenstoffarmen Akkus. Bis 2030 kommen diese Akkus von Partner Envision AESC in allen BEV-Modellen zum Einsatz. Insgesamt sind das bis zur Frist eine Million Fahrzeuge, darunter auch der R5, R4 und R4 Kombi.

Mit einer Beteiligung von 20 Prozent am französischen Start-up Vektor sichert sich Renault einen Entwicklungspartner für Hochleistungsbatterien, die für Fahrzeuge ab dem C-Segment und für die Alpine-Modelle vorgesehen sind.

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Im französischen Douai entsteht eine Gigafactory in Kooperation mit Envision AESC mit einer Kapazität von 9 GWh. Der Ausbau bis 2030 auf 24 GWh ist geplant. Zusammen mit Vektor ist nach dem Aufbau einer Pilot-Produktionslinie für Zellen- und Modul-Prototypen ab 2022 eine erste Gigafactory für Hochleistungsakkus bis 2026 angestrebt. Die anfängliche Kapazität beträgt 10 GWh, ab 2030 soll die Rate auf 20 GWh steigen.

Während Renault schrittweise die Kosten für das Batterie-Pack bis 2030 auf unter 80 US-Dollar reduzieren wird, steht zu diesem Zeitpunkt die Einführung der Feststoff-Akkus innerhalb der Allianz an.

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Fazit

Renault-Boss Luca de Meo konkretisiert seine Renaulution-Strategie und präsentiert seinen Elektro-Fahrplan. Produktseitig setzt er auf ein Rivival von R5 sowie R4 und R4 Kombi. Auch ein R5 Turbo unter der Ägide von Alpine wird kommen. Auf Seiten der Technik verfolgt der CEO ebenfalls eine ganz klare Strategie: Nur zwei Elektroplattformen tragen alle E-Autos, neue Batterie- und Antriebsstrangtechniken sollen mehr Reichweite und geringere Kosten ermöglichen. Dazu hat man fast die komplette Wertschöpfungskette fest in eigener Hand.

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