Formel 1: Dieser Defekt bremste Lando Norris in der Silverstone-Sprint-Quali

P6 für Weltmeister in der Sprint-Qualifikation
Dieser Defekt bremste Norris

GP Großbritannien 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 03.07.2026
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Lando Norris - McLaren - GP England 2026 - Silverstone - Formel 1
Foto: McLaren

Vor zwölf Monaten sah die Formel-1-Welt noch ganz anders aus. McLaren war das Team, das es zu schlagen galt. In Silverstone feierten Lando Norris und Oscar Piastri den dritten von insgesamt vier Doppelsiegen in Folge. Für den späteren Weltmeister errichteten die Veranstalter sogar eine eigene Fan-Tribüne.

Diese steht auch noch ein Jahr später. Doch viel Freude konnte der Champion seinen Anhängern in der Sprint-Qualifikation am Freitagabend (3.7.) nicht bereiten. Am Ende reichte es nur zu Rang sechs. Mit der ersten Startreihe hatte man bei McLaren ohnehin nicht wirklich gerechnet, dennoch war der Abstand von fast vier Zehnteln auf Pole-Setter Lewis Hamilton ernüchternd.

Eine Erklärung für die durchschnittliche Performance lieferte Teamchef Andrea Stella. "Lando hat ein Teil während des ersten Qualifying-Segments verloren und wir wissen, dass es eine wichtige Komponente gewesen ist. Das hat die Balance stark verändert. Bei Lando wäre mehr drin gewesen und wir hätten das Qualifying besser abschließen können." Das besagte Teil war ein kleines Flügelchen im hinteren Bereich des Fahrzeugs. Es fiel in SQ1 in der schnellen Copse-Kurve vom MCL40 ab.

Defekt kostet Norris drei Startplätze

"Es war ein unglücklicher Tag für uns im Sprint-Qualifying. Wir hatten in SQ1 ein Problem, wodurch sich das Auto völlig anders anfühlte", bestätigte Norris die Aussagen seines Vorgesetzten. Ohne diesen Defekt wäre der 26-Jährige vermutlich Startplatz drei gefahren. Zu Kumpel Max Verstappen im Red Bull fehlten gerade einmal 43 Tausendstelsekunden. Zwischen die beiden schoben sich noch Charles Leclerc (Ferrari) und Mercedes-Mann George Russell.

Trotzdem versuchte Norris, das Positive mitzunehmen. "Wir wissen, dass der Speed da ist. Wir werden daran arbeiten, um zu verstehen, wie wir uns für das Rennen verbessern können." Verbesserung ist das Stichwort für das Weltmeister-Team. Im Entwicklungsrennen hängt die Truppe aus Woking aktuell den Gegnern von Mercedes, Ferrari und Red Bull hinterher. "Das Ergebnis heute hat bestätigt, dass wir unser Auto verbessern müssen, um konstant in die Top 3 zu fahren und um Siege kämpfen zu können", war Stella ehrlich.

Piastri nur Siebter

Norris konnte trotz der Probleme an seinem McLaren Oscar Piastri bezwingen. Der Australier wurde mit 32 Tausendstelsekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen lediglich Siebter. "Es war ein schwieriger Tag, aber wir lassen uns davon nicht entmutigen. Wir sind schließlich dicht hinter der nächsten Gruppe von Autos gelandet, was uns eine gute Ausgangsbasis bietet", ließ sich Piastri zitieren.

Ein Kandidat für das Podium, geschweige denn für den Sieg, dürfte McLaren sowohl im Sprint am Samstag (4.7.) als auch im Rennen am Sonntag (5.7.) nicht sein. Der Abstand zu Ferrari und Mercedes scheint in Silverstone zu groß. Selbst Red Bull ist mit Max Verstappen momentan eine Nummer zu groß. Da hilft auch die Sonderlackierung in Anlehnung an das erste F1-Auto der McLaren-Geschichte nichts. Mit dem M2B bestritt Firmengründer Bruce McLaren 1966 den ersten Grand Prix des Teams. In Silverstone sind die orangen Autos deshalb in Grün und Weiß lackiert.

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