Erlkönig Kia EV Stefan Baldauf
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Neues Kia Elektroauto (2021): „CV“ kommt mit Rimac-Ladesystem

Erlkönig Kia Elektroauto (2021) Video-Debüt des „CV“ mit Rimac-Ladesystem

Kia bringt 2021 ein weiteres Elektroauto auf den Markt. Der intern "CV" genannte Kia ist das erste von zehn weiteren E-Modellen bis 2025. Nun wurde der Kia CV bei Testrunden auf dem Nürburgring erwischt. Jetzt zeigt ein Teaser-Video das Modell von hinten.

Im Gegensatz zum Kia E-Niro und dem Kia E-Soul, die Elektrovarianten von Verbrenner-Fahrzeugkonzepten sind, basiert der Kia CV auf einer neuen, für den Elektroantrieb optimierten Plattform. Die E-GMP (Electric-Global Modular Platform) ist flexibel skalierbar und für Plug-in-Hybrid-, Wasserstoff- sowie reinen Batterie-Antrieb ausgelegt. Im Unterboden sind, ähnlich wie beim Modularen Elektrobaukasten von VW, die Batterien untergebracht. Neben den Kia-Modellen kommen auch Fahrzeuge von Hyundai – hier als erstes der Ioniq 5 – in den Genuss der Plattform.

Kia CV mit 500 Kilometern Reichweite

Nähere technische Details zum Kia CV gibt es noch nicht. Gerüchten zufolge soll die Akkukapazität bei 64 kWh starten. In der Basisversion wirkt ein E-Motor auf die Vorderachse, als Topmodell könnte auch je ein Elektroaggregat pro Achse verbaut sein. In 18 Minuten soll der Kia CV per Schnellladung zu 80 Prozent aufladbar sein. Dafür implementieren die Koreaner die 800-Volt-Technik von Projektpartner Rimac. Preisgünstigere Kia EV kommen mit 400-Volt-Technik daher.

Hyundai Ioniq 5
E-Auto

Die wichtigsten Fakten zur Electric Global Platform (E-GMP)

  • Sportliches Modell: unter 3,5 s für 0 – 100 km/h
  • Top-Speed: 260 km/h
  • Maximalleistung: 600 PS
  • Reichweite Basis-Modell: 500 km (WLTP)
  • Ladedauer: 18 Minuten für 80 Prozent Ladung; 5 Minuten für 100 Kilometer
  • Ladetechnik: 800 Volt, ohne Adapter auch Aufladung an 400 Volt-Stationen
  • Bidirektionales Laden: Vehicle-2-Load mit 3,5 kW
  • Heckantrieb mit weiterem Motor Allradantrieb
  • IDA Integrated Drive Axle
  • Fünflenker-Hinterachse

Wenngleich der erwischte Erlkönig noch ein wenig das Outfit verhüllt, ist schon gut zu erkennen, dass es sich bei dem Modell um einen Crossover handelt. Beim Design lehnt er sich stark an die Studie Imagine by Kia vom Genfer Autosalon 2019 und dem Futuron von der Importmesse CIIE in Shanghai von Ende 2019 an.

Erlkönig Kia EV
Stefan Baldauf
Unter der Tarnung ist der flachere Verlauf der Heckscheibe zu erahnen.

Flacher Heckverlauf, konventionelle Scheinwerfer

An der Front ist ein schmaler Grill zu erahnen, der von ovalen Scheinwerfern flankiert ist. Die stark gewölbte vordere Haube leitet den Blick zur flach stehenden Windschutzscheibe und nur leicht abfallenden Dachlinie hin. Die untere Fensterlinie steigt nach hinten an. Am noch stark verhüllten Heck sind unter der Tarnung nur bei näherem Hinsehen die Heckscheibe und der flache Heckverlauf zu erkennen. In dem obigen Teaser-Video von Kia ist die Heckpartie für wenige Sekunden ohne Tarnung zu erkennen. Hier zieht sich ein LED-Lichtband über die gesamte Fahrzeugbreite. Das neue Kia-Logo prangt mittig darunter. Weit unten im Stoßfänger ist das Kennzeichenfeld untergebracht. Der Abschluss fällt nicht so flach aus wie bei der Genf-Studie.

Kia Futuron
E-Auto

Hier muss Kia Konzessionen an die Serienproduktion machen. Entsprechend sind die Scheinwerfer konventioneller ausgeführt. Auch eine B-Säule gibt es beim Serien-Viertürer. Hingucker sind an der Seite die aerodynamisch optimierten Leichtmetallfelgen. Der Kia CV dürfte sich bei den Abmessungen an der China-Studie mit 4,85 Metern Länge, 1,55 Metern Höhe und einem Radstand von 3,0 Metern orientieren.

Übrigens: Kia wird seine Elektroautofamilie nicht wie Hyundai Ioniq unter einer Submarke bündelt. Der Autobauer nennt seine Elektroauto einfach EV1 bis EV9. Welche Nummer der "CV" trägt, ist noch nicht bekannt.

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Fazit

Im Rahmen des "Plan S" bringt Kia bis 2025 elf Elektroautos an den Start. Das erste ist der Kia "CV", dessen erste technische Daten schon aufhorchen lassen. Flexible Plattform, starke Basis-Akkus, gute Reichweite, Schnellladesystem – das Ganze noch gepaart mit der bekannten Kia-Optik und der entsprechenden Qualität der Koreaner: Fertig ist ein veritabler Konkurrent für VW ID.4 und Co.

Kia
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