Rimac Bugatti Fusion Bugatticz Hersteller / Patrick Lang
Elektro Supersportwagen Rimac Nevera Serienmodell 2021
Elektro Supersportwagen Rimac Nevera Serienmodell 2021
Elektro Supersportwagen Rimac Nevera Serienmodell 2021
Elektro Supersportwagen Rimac Nevera Serienmodell 2021 33 Bilder

Bugatti-Verkauf erst an Porsche und dann an Rimac

Rimac plant Börsengang für 2022 Bugatti als Spielball zwischen Porsche und Rimac?

Es kristallisiert sich immer stärker heraus, wie die Zukunft der Edelmarke Bugatti aussehen wird. Die Verbindungen zum VW-Konzern dürften sich minimieren.

Der Volkswagen-Konzern sieht für Bugatti ganz offensichtlich keine Zukunft mehr in seinem Verbund. So ganz will man sich in Wolfsburg aber doch nicht von der prestigeträchtigen Edelmarke verabschieden. Also haben sich die Konzern-Manager ein recht kompliziertes Konstrukt ausgedacht, wie sie Bugatti zwar abstoßen können und irgendwie trotzdem mit dem französischen Luxushersteller verbunden bleiben.

Bugatti an Porsche, Rimac an die Börse

In den Planspielen treten Porsche und Rimac entscheidend in Erscheinung. Wie die "Automobilwoche" schreibt, sollen zuerst die Schwaben Bugatti übernehmen. Danach werden die Franzosen dem Medienbericht zufolge in ein Joint Venture überführt, an dem Porsche 45 Prozent der Anteile hält. Den Rest soll der kroatische Elektrosportwagen-Emporkömmling übernehmen, an dem Porsche aktuell bereits mit 24 Prozent beteiligt ist.

Bugatti Chiron Klimaanlage
Neuheiten

All das sind die Voraussetzungen, um den von Rimac für 2022 geplanten Börsengang zu bewerkstelligen, über den bereits das "Manager Magazin" berichtet hat. Den Medienberichten zufolge haben sowohl der Aufsichtsrat des VW-Konzerns als auch Porsche den Deal bereits abgesegnet. Aktuell liege der Ball jedoch bei den französischen Gewerkschaften, die noch zustimmen müssen. Dies soll aber noch vor der bei Bugatti Ende Juli beginnenden Sommerpause geschehen.

Erste Gerüchte im Spätsommer 2020

Erste Gerüchte über einen möglichen Verkauf von Bugatti an Rimac kamen im Spätsommer 2020 auf. In den darauffolgenden Monaten konkretisierten sie sich, was auch auf offiziellen Aussagen der Verantwortlichen fußte. Porsche-Chef Oliver Blume betonte beispielsweise gegenüber der "Automobilwoche", dass Rimac und Bugatti technologisch gut zusammenpassen. Gleichzeitig wünschte sich Blume im Frühjahr 2021, dass das Bugatti-Verkaufsgeschäft zwischen VW und Rimac schnell zustande komme.

Elektro Supersportwagen Rimac Nevera Serienmodell 2021
Rimac
Das lange unter der Bezeichnung C_Two entwickelte Elektro-Hypercar von Rimac trägt in der Serienversion den Namen Nevera.

Rimac hat auf dem Gebiet elektrischer Supersportwagen bereits Erfahrungen gesammelt. Neben Porsche gehören noch zwei chinesische Unternehmen zu den wichtigsten Anteilseignern, 51 Prozent hält der Firmengründer Mate Rimac. Der wurde unlängst im elsässischen Molsheim gesehen, wo der Bugatti Chiron in Handarbeit aufgebaut wird. Der 32 Jahre alte Kroate soll beeindruckt gewesen sein. Rimac ist seit Jahren von einem kleinen Elektrosportwagen-Bauer zu einem der führenden Spezialisten in Sachen E-Mobilität, Leistungselektronik und Batterietechnik aufgestiegen. Neben der Kooperation mit Porsche arbeitet Rimac bei der Lade- und Plattformtechnik mit dem Hyundai/Kia-Konzern zusammen.

Rimac Nevera vs. Bugatti Chiron

Aber auch eigene Sportwagen legt das in Sveta Nedelja ansässige Unternehmen auf. Nach dem Concept 1 ist der neue Nevera das Aushängeschild der Kroaten. Das Hypercar verfügt über einen 1.914 PS starken Elektroantrieb. Die Fahrleistungen sind beeindruckend: Für den Spurt auf 100 Sachen gehen 1,85 Sekunden ins Land. Die Höchstgeschwindigkeit des Zweisitzers liegt bei Tempo 412. Seine Energie erhält der Rimac Nevera aus einer 120 kWh großen Batterie, die per Schnellladung in 19 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen ist. Die Reichweite liegt bei 550 Kilometern nach WLTP.

Bugatti Chiron Super Sport 300+
Stefan Baldauf
Die Chiron-Highspeed-Version 300+ als Erlkönig.

Mit ähnlichen Fahrleistungen, wenn auch aus einem 8,0 Liter großen und 1.500 PS starken W16, kann auch der Bugatti Chiron aufwarten, der in der 300+-Edition zwischenzeitlich das schnellste Auto der Welt darstellte: 482,8 km/h wurden auf der VW-Teststrecke in Ehra-Lessin im September 2019 gemessen. Als Serienmodell kommt der Chiron auf 420 km/h und spurtet in 2,4 Sekunden auf Tempo 100, wobei der Sechzehnender 516 Gramm CO2 ausstößt. Werte, die auch im extrem spitzen Supersportwagen-Käufermilieu nicht mehr lange zu ignorieren sind.

Bugatti will zweite Baureihe – mit E-Antrieb

Bereits seit Monaten gibt es Gerüchte über eine zweite Baureihe aus der Molsheimer-Sportwagen-Schmiede. Eine Limousine und ein SUV wurden ausgeschlossen. Bugatti-Boss Winkelmann sprach jedoch davon, man müsse sich mit der Möglichkeit befassen, "Bugatti als Marke weiterzuentwickeln." Entsprechend steht ein elektrisches Modell im Raum, dass Fortschritt und Innovation transportieren soll statt reiner Schadstofffreiheit.

Bugatti Chiron Super Sport
Neuheiten

Im Interview mit dem Focus erklärt er unlängst: "Ich glaube, Bugatti ist bereit für ein zweites Modell und dies sollte ein Fahrzeug sein, das dem Unternehmen etwas wirklich Neues bringt, nicht nur ein weiterer Hyper-Sportwagen wie der Chiron. Eine andere Karosserieform …" Man habe eine Idee für einen Karosseriestil, den es auf dem heutigen Markt nicht gebe, so Winkelmann. "Wenn wir vom Vorstand unseres Konzerns grünes Licht erhalten, um mit dem zweiten Modell fortzufahren, werden wir diese Richtung verfolgen." Es werde dann eine komplette Neuentwicklung. "Wenn wir das zweite Modell bekommen, sollten wir zum elektrischen Antrieb übergehen. Ich denke, dass ein BEV (batterieelektrisches Fahrzeug) eine bessere Lösung ist als ein Hybridantriebssystem."

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, sollen in einem zweiten Schritt weitere VW-Konzernmarken auf dem Prüfstand stehen. Dazu gehören angeblich Lamborghini, Bentley, Ducati, Italdesign und Seat, das in Cupra übergehen und höher positioniert werden soll.

Umfrage

10702 Mal abgestimmt
Bugatti soll an Rimac gehen?
Nein, Bugatti soll Bugatti bleiben!
Okay, mit Rimac hat Bugatti Zukunft!

Fazit

Der Ex-VW-Boss Ferdinand Piëch wird sich im Grabe umdrehen, wenn der Verkauf von Bugatti stattfindet. Schließlich hatte der 2019 verstorbene Patriarch 1998 Bugatti wiederbelebt und in den Konzern integriert. Und so ganz wollte man die Familie bei dem möglichen Verkauf nicht außen vorlassen. Angeblich soll Piech-Sohn Gregor Interesse an der Molsheimer-Sportwagenschmiede gehabt haben. Der 26-jährige Vermieter von Nobelkarossen hätte für 200 Millionen Euro Bugatti kaufen können – der Verkauf kam aber nie zustande. Nun ist offenbar Rimac im Boot und darf seine Expertise bei einer legendären Marke unter Beweis stellen. Neben Bugatti tastet Diess auch noch weiter das Erbe von Piëch an. Lamborghini, Bentley, Ducati, Italdesign und Seat stehen auf dem Prüfstand.

Bugatti
Artikel 0 Tests 0 Baureihen 0 Videos 0
Alles über Bugatti
Mehr zum Thema Sportwagen
07/2021, Hennessey Exorcist 30th Anniversary Edition auf Basis Chevrolet Camaro
Tuning
Lada Revolution (2004)
Mehr Oldtimer
Porsche 911 Turbo S - Sondermodell - Pedro Rodriguez - 2021
Neuheiten
Mehr anzeigen