Koenigsegg CCGT1: 1.600 PS - und auf Wunsch handschaltbar

Koenigsegg CCGT1
1.600 PS - und auf Wunsch handschaltbar

ArtikeldatumVeröffentlicht am 16.08.2026
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Koenigsegg bezieht sich mit dem neuen CCGT1 auf den GT-Rennwagen-Prototyp CCGT von 2007, der für das einst geplante GT1-Rennprogramm gedacht war. Der ursprüngliche CCGT blieb ein Einzelstück und verlor seine Chance durch Regeländerungen, bevor ein Renneinsatz zustande kam. Heute bringt Koenigsegg den Geist dieses Projekts als modernes, homologiertes Straßenauto zurück – parallel zur Rückkehr des originalen CCGT in den historischen GT1-Sport.

Basis CC850, aber fast komplett neu gezeichnet

Koenigsegg nutzt sein 2022 vorgestelltes Hypercar CC850 als Ausgangspunkt und gestaltet nahezu die komplette Karosserie um. Nur Türen und das abnehmbare Dachpanel erinnern optisch an das Ursprungsmodell. Koenigsegg hat mit der Umgestaltung zwei Ziele verfolgt: mehr nutzbaren Abtrieb und mehr Kühlleistung für konstante Track-Performance.

Bis zu 800 kg Abtrieb bei 250 km/h

Der CCGT1 erzeugt laut Koenigsegg bis zu 800 Kilogramm Abtrieb bei 250 km/h. Ein aktiver Heckflügel verstellt sich automatisch um bis zu 30 Grad und wechselt je nach Fahrsituation zwischen Low-Drag, Airbrake und High-Downforce. Vorn stabilisieren großer Splitter und aktive Unterboden-Elemente die Balance, während Leitbleche im Unterboden und ein eigener Diffusor den Hauptanteil der Anpresskraft liefern.

V8-Power – 1.280 PS auf Benzin, 1.600 PS auf E85

Für den Antrieb des CCGT1 ist der Twinturbo-V8 der Schweden zuständig. Der Motor liefert 1.280 PS mit Standardkraftstoff und 1.600 PS mit E85, außerdem verträgt das System auch eine Mischungen aus beiden. Koenigsegg ergänzt die Hardware um zusätzliche Kühlung für harte Rennstrecken-Belastungen, inklusive Lufteinlass auf dem Dach, der mit den vergrößerten Ölkühlern und der Dämpferkühlung verbunden ist.

6 oder 9 Gänge

Koenigsegg setzt beim CCGT1 zwei spannende Schaltungen ein: Beide Schalt-Varianten basieren auf derselben Light Speed Transmission (LST) mit neun Vorwärtsgängen. Die LST arbeitet ohne Schwungrad und nutzt sieben nasse Mehrscheibenkupplungen; sie kann je nach Anforderung Gänge überspringen und automatisiert schalten.

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Auf diese 9-Gang-Hardware setzt Koenigsegg zwei Bedienkonzepte. Serienmäßig kommt Koenigsegg Sequential Shift (KSS): Der Fahrer nutzt die Kupplung nur zum Anfahren, danach wechselt das Getriebe die Gänge kupplungslos und ohne Gaswegnahme über Zündunterbrechungen, gesteuert über einen hoch positionierten Sequenzhebel nahe am Lenkrad. Ein Drehregler mit der Beschriftung "ASMR" wählt Auto, Sequential, Manual und Reverse.

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Wer die klassische Handarbeit will, bestellt das Engage Shift System (ESS) als 6-Gang-Schaltgasse. Entscheidend: ESS ersetzt nicht die 9-Gang-LST, sondern setzt eine manuelle H-Kulisse auf die LST – Koenigsegg lässt den Fahrer in diesem Modus sechs der neun LST-Gänge per Schaltgasse anwählen. Gleichzeitig bleibt die Automatik-Fähigkeit der LST erhalten: Je nach gewähltem Modus kann auch die ESS-Variante automatisch schalten. So entstehen zwei völlig unterschiedliche Bediengefühle auf einer gemeinsamen, technisch komplexen Getriebebasis.

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Track Package erstmals als Werks-Upgrade

Die Schweden bieten erstmals ein werkseitig freigegebenes Track-Paket an, das zertifizierte Händler montieren und wieder auf Wunsch auch wieder demontieren. Das Paket enthält unter anderem Slicks beziehungsweise rennstreckentaugliche Reifen auf einem zweiten Radsatz, einen Carbon-Überrollkäfig, Rennschalen-Sitze, eine Feuerlöschanlage, Druckluft-Wagenheber (Air-Jacks) und ein System zur Datenaufzeichnung. Dank dieses Pakets sollen Fahrer mit Werkunterstützung an exklusiven Trackdays teilnehmen können.

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White Carbon kehrt zurück

Koenigsegg reaktiviert die Idee von weißer Kohlefaser und entwickelt sie als Ghost Fibre weiter. Das Material soll nicht nur hell schimmern, sondern die Karosserie robuster machen und Geräusche stärker dämpfen. Der Hersteller verspricht außerdem geringeres Gewicht gegenüber klassischen Carbon-Karosserien.

70 Stück – bereits komplett vergeben

Koenigsegg baut vom CCGT1 70 Exemplare – genauso wie seinerzeit vom CC850. Alle Fahrzeuge sind bereits vor dem öffentlichen Debüt verkauft. Der CCGT1 ist damit schon vor seiner Vorstellung ein Sammlerstück mit Track-Attitüde und Straßenzulassung.

Fazit