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Elektroauto-Föderung: Lindner will Umweltbonus streichen

Staatliche Förderung für Elektroautos Lindner will Umweltbonus streichen

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) will den Umweltbonus streichen. Das erklärte der Politiker jetzt in einem Interview.

Deutschland tut sich aktuell schwer in Sachen Mobilität. Steigende Energiekosten frustrieren die Verbraucher, der Tankrabatt verläuft sich irgendwo im Sand der Mineralöl-Imperien und das 9-Euro-Ticket für öffentliche Verkehrsmittel sorgt vor allem für überfüllte Busse und Bahnen, weil die Infrastruktur dem Ansturm nicht standhalten kann. Da wären zwischendurch eigentlich mal wieder positive Schlagzeilen angebracht, doch mit seiner jüngsten Äußerung dürfte Bundesfinanzminister Christian Linder (FDP) stattdessen ein paar Extra-Buh-Rufe kassieren.

Prämien-Ende spart Milliarden

In einem Interview mit der Welt am Sonntag erklärte der Politiker, dass man bis 2023 wieder zur Einhaltung der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse zurückkehren wolle. Soweit so gut, doch um diesen finanzpolitischen Kraftakt zu stemmen, dem neben den Nachwehen der Corona-Pandemie auch der Krieg in der Ukraine entgegensteht, soll der Rotstift angesetzt werden. Der Zeitung sagte Lindner: "Wenn es nach mir geht, werden zum Beispiel die Kaufprämien für Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride gestrichen." Mit dieser Maßnahme könne man Milliarden einsparen und diese "sinnvoller einsetzen".

Zuletzt hatte bereits Robert Habeck (B'90/Grüne), Bundesminister für Wirtschaft und Klima, erklärt, dass der staatliche Zuschuss zum Kauf von Plug-in-Hybriden Ende 2022 auslaufen solle. Von einer Koppelung der Prämie an eine gesteigerte rein elektrische Fahrleistung sieht die Regierung wegen "unverhältnismäßig hohem Aufwand" ab, wie aus einem Schreiben des grünen Parlamentarischen Staatssekretärs Michael Kellner an die Abgeordneten hervorgeht. Was Elektroautos betrifft, so war von einer schrittweisen Absenkung der Fördersummen die Rede. Innerhalb der Ampel sind bisher aber noch keine konkreten Vorschläge abgestimmt. Der Koalitionsvertrag sieht lediglich eine Reformation der Förderung ab 2023 und deren Ende ab 2025 vor.

Robert Habeck Elektroauto Prämie Förderung halbieren Collage
VW / Urban Zintel / Patrick Lang
Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck (B90/Grüne) will künftig keine Plug-in-Hybride mehr fördern.

Das Problem mit den Lieferzeiten

Aktuell subventioniert der Steuerzahler den Stromer-Erwerb mit dem Umweltbonus und seit Juni 2020 zusätzlich mit der Innovationsprämie. Das sind jeweils 3.000 Euro. Dazu kommen weitere 3.000 Euro vom jeweiligen Hersteller. Für Elektroautos mit einem Listenpreis von unter 40.000 Euro liegt die gesamte Fördersumme derzeit also bei 9.000 Euro (für teurere Fahrzeuge gibt es maximal 7.500 Euro). Für den Umweltbonus allein ist bereits eine Ablauffrist zum 31.12.2025 beschlossen.

Den Elektroauto- und Hybrid-Kunden stößt das sauer auf, denn für eine Auszahlung der vollen Fördersummen ist nicht etwa das Datum des Fahrzeugkaufs, sondern das Datum der Erstzulassung als Stichtag entscheidend. Wer also bereits ein Auto bestellt hat und wegen der aktuell langen Lieferzeiten aufgrund von Materialmangel und gerissenen Lieferketten noch Monate warten muss, läuft Gefahr, das Fahrzeug nicht rechtzeitig vor Ablauf der Prämien zulassen zu können. Einige Hersteller sind bereits dazu übergegangen, die Lieferung noch in diesem Jahr verbindlich zu garantieren, beziehungsweise im Falle einer späteren Auslieferung für die entgangene Prämie aufzukommen.

In Kürze will Finanzminister Lindner einen Entwurf für den Bundesetat 2023 vorlegen. Spätestens dann wissen wir mehr darüber, ob die Förderung tatsächlich eingestellt wird oder nicht. Bis dahin können Sie sich in unserer Fotoshow oben im Artikel die derzeit förderfähigen Fahrzeuge anschauen. Sie möchten lieber leasen statt kaufen? Dann haben wir die besten Privatleasing-Angebote für Elektroautos zusammengestellt!

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Auf jeden Fall - das stärkt den Absatz nachhaltig.
Auf keinen Fall - wer einen Stromer will, soll ihn auch selbst bezahlen.

Fazit

Finanzminister Christian Lindner (FDP) hat sich für eine Streichung der E-Auto-Subventionen ausgesprochen. Schon ab 2023 plant der Politiker die Rückkehr zur Einhaltung der Schuldenbremse. Damit das gelingt, muss der Rotstift kreisen. Einen Entwurf für den Etat 2023 soll es demnächst geben.

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