Aufmacher Favoriten des Jahres 2020 Hersteller / Patrick Lang
Favoriten des Jahres 2020
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Favoriten des Jahres 2020 16 Bilder

Highlights 2020: Best of "Verbrenner"

Unsere Highlights des Jahres 2020 Best of „Verbrenner“

Zum Jahresende lassen wir Sie wieder in unsere ganz persönlichen Karten blicken. Die Redakteure von auto motor und sport verraten Ihnen ihre Highlights 2020 aus der Kategorie "Verbrenner".

Sicher stehen die Zeichen der Zeit auf Elektromobilität und anderen alternativen Antriebskonzepten. Aber Sie und wir wären nicht hier auf dieser Website unterwegs, wenn unser Herz nicht für die guten alten Verbrenner schlagen würde. Die Kombination aus Sound, Geruch, Leistungsentfaltung und Ingenieurskunst ist es doch, was uns seit jeher an automobiler Fortbewegung fasziniert. Zum Glück lässt sich dieses Segment längst nicht vom Markt verdrängen. Im Gegenteil: Es wird fleißig weiterentwickelt. Hier erfahren Sie, was uns da in 2020 am besten gefallen hat.

Patrick Lang – Maserati MC20

Favoriten des Jahres 2020 Redaktion Verbrenner
Hersteller / Patrick Lang

Gerade für einen Hersteller wie Maserati finde ich es sehr richtig, einen waschechten Sportwagen an die Spitze des Portfolios zu stellen. Diesen Schritt sind die Italiener 2020 mit dem MC20 gegangen. Ein echtes Verbrenner-Highlight ist der Mittelmotor-Feger tatsächlich wegen des ausgeklügelten Aggregats mit Formel 1-Technik. Doppelzündung und Doppeleinspritzung reizen die Leistungseffizienz bis unters Dach aus. Das Ergebnis: 630 PS und 730 Newtonmeter. Dass dieses Hochoktan-Kraftwerk dann auch noch in so eine leckere Hülle gepackt wird, ist bei Maserati ja fast schon Ehrensache.

Andreas Of-Allinger – Porsche Boxster GTS 4.0

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Ja, in zehn Jahren könnte ich mich auf die Suche nach einem Porsche Boxster GTS 4.0 machen: Er und ich hätten das richtige Alter. Er hätte an Wert verloren und ich Geld zusammengespart, um ihn mir leisten zu können. Ein schönes Ziel – wobei wir das dann gar nicht bräuchten, der Boxster und ich. Wir würden einfach so losfahren. Vielleicht Sonntag morgens zum Brötchen holen auf die Alb. Gut, die CO2-Bilanz müsste ich dann halt kompensieren. Mit Baum pflanzen, Rad fahren – oder Honda e. Aber das wäre es mir der Spaß wert: Vier Liter Hubraum, sechs Gänge und ein Dach zum Wegklappen. Mehr brauche ich nicht. Wirklich nicht.

Jens Dralle – BMW X5 xDrive 30d

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Wie bitte? Ich darf nur einen wählen?! Der Lamborghini Huracan Evo RWD hätte es verdient, natürlich wegen des grandiosen V10-Saugmotors. Der Toyota GR Yaris hätte es verdient, nicht nur wegen seines hellwachen Dreizylinder-Turbos. Am Ende ist es doch der BMW X5 X-Drive 30d, der aktuell unseren Dauertestfuhrpark bereichert. Völlig unelektrifiziert, mit nur einem Turbolader. Kultiviert, durchzugsstark und extrem effizient zeigt das Reihensechszylinder-Triebwerk, welches aktuell der beste Antrieb für ein Fahrzeug dieser Größe ist. Dazu: Funktionierendes Infotainment, jede Menge Platz. Aber auch: Ein mattes Lenkgefühl und mäßiger Geradeauslauf mit Sommerrädern.

Thomas Harloff – Cupra Formentor

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Ich habe ja so meine Probleme mit Autos, die sich im stetig wachsenden Nicht-Segment der "Crossover" tummeln. Für mich sind diese Autos weder Fisch noch Fleisch – normalerweise. Aber der Cupra Formentor hat es mir angetan. Das Ding sieht außen cool aus und kommt innen mit einem veredelten Cockpit inklusive Zwölf-Zoll-Touchscreen daher. Wobei ich das eben Geschriebene einschränken muss: Cool sind für mich weder die angekündigte Basisversion mit 150 PS noch jene mit Plugin-Hybrid-Antrieb (auch das: weder Fisch noch Fleisch). Sondern der 310 PS starke Formentor mit Golf R-Strang und Allrad. Und natürlich die etwa 400 PS starke Variante mit Audis famosem Fünfzylinder-Turbo, deren offizielle Vorstellung kurz bevorsteht.

Clemens Hirschfeld – Mercedes-AMG GT Black Series

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Nein, der Black Series ist nicht einfach ein gepimpter Mercedes-AMG GT. Auch, wenn in ihm mit 730 PS der stärkste AMG-V8 aller Zeiten steckt. Dafür drehen die Affalterbacher den Motor auf links, implantieren dem Coupé Aerodynamik-Features des GT3-Rennwagens und liefern gleich noch die passenden Semislicks. Mit einstellbarem Fahr- und Flügelwerk mutiert er so zum ultimativen Tracktool, dass nur einen Gegner fürchten muss, den McLaren Senna.

Sebastian Renz – Toyota GR Supra 2.0

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Ja, der Zweiliter und nicht der Reihensechszylinder, der ja als dermaßen überragend gilt, dass er bei aller Brillanz die Höhe der Erwartungen kaum mehr erreichen kann. Mit 258 hat der Zwonull nicht nur ebenfalls eine ganze Menge PS, er findet zudem zu einer noch präziseren, ausgewogeneren Balance. Zwar wiegt er nur 44 Kilo weniger als der Sechszylinder, aber das eben an der richtigen Stelle. Denn der Motor baut kürzer, endet so ein Stück vor der Vorderachse. So zentriert sich alles im Supra, der dich so tief und innig in seine Dynamik integriert. Auch weil die Karosserie so steif ist, findet das Handling zu einer hoch überragenderen Präzision als im offenen BMW Z4, mit dem der Supra ja das ganze Unterzeug teilt. Noch ein Vorteil des Zweiliters: Mit ihm bist du nicht so absurd schnell unterwegs wie im Sechszylinder und raufst mit verträglichem Tempo über Landstraßen. Wie der Mazda MX-5 ist der (warum eigentlich "der", Toyota, habt Ihr das Auto selbst nicht früher mit "die" artikuliert?) Supra einer der wenigen aktuellen Sportwagen, die schon bei einer Geschwindigkeit Vergnügen bereiten, bei der die Vernunft noch hinterherkommt.

Ulrich Baumann – Gordon Murray T.50

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Bevor der Verbrenner in die ewigen Jagdgründe eingeht, hat sich Technik-Guru Gordon Murray mit dem T.50 ein weiteres Denkmal gesetzt, das dem legendären McLaren F1 kaum nachsteht. Bis über 12.000 Touren darf der freisaugende V12 im T.50 jubilieren. 663 PS werden ohne E-Support, anblasen oder andere Tricks erzielt. Zudem kommt der T.50 echt kompakt daher – bei den Abmessungen und dem Gewicht. Genial ist auch der Staubsauger, der verschandelndes Spoilerwerk obsolet macht – der T.50 saugt sich einfach selbst an die Straße an. Chapeau Gordon Murray.

Marcus Peters – Mercedes E 350

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Der Mercedes-Vierzylinder aus dem E350, der mit dem Facelift der E-Klasse vorgestellt wurde und erst mal nicht kommt. Die Kombination aus Startergenerator-Boost, eher großvolumig gewählten Lader mit elektrischem Zusatzverdichter und zusätzlich noch Turbo-Overboost ist genial, macht Spaß, und wäre wohl auch noch vertretbar im Verbrauch.

Heinrich Lingner – Ferrari Roma

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Okay, das ist eine einfache Wahl: 3,9 Liter-Turbo-V8, 620 PS und zwischen 3.000 und 5.750 Umdrehungen nie unter 760 Nm Drehmoment, was soll da schon schiefgehen? Doch beim Ferrari Roma ist dieses Juwel von einer Wärmekraftmaschinen in eine schlichte, elegante Coupé-Karosserie verpackt, kombiniert mit einem ebenso fahraktiven wie (ausreichend) komfortablen Fahrwerk und ausgefeilten elektronischen Assistenten. Das passt!

Gerd Stegmaier – BMW M3/M4

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Nein, ich habe keinen großen Nierenschaden und deshalb Sympathie für die Neuauflage des M-GmbH-Bestsellers. Auch dass die Autos immer größer und schwerer werden, ist nicht in meinem Sinne. Aber eine Entscheidung der M-MännerInnen aus München, die nicht mal die Rundenzeit auf der Nordschleife verkürzt, lässt mich frohlocken. Es gibt, was es bei immer weniger Autos mit Verbrennungsmotor gibt und bei E-Autos schon gar nicht: Eine Handschaltung und eine Kupplung. Zum selber Gänge Wechseln. Nur in Kombination mit Heckantrieb, aber auch das soll mir nur recht sein. Fast 500 PS mit dem rechten und dem linken Fuß kontrollieren, mit der Rechten bestimmen zu können, wie hoch der Sechszylinder dreht und tönt – das werde ich bei E-Autos wohl am meisten vermissen. Und der Komfort? Und im Stau? Gehört für mich nicht zum Autofahren. Schalten schon.

Jörn Thomas – Hyundai i30 N

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Hersteller / Patrick Lang

Verbrenner, wie das schon klingt. Irgendwie nach Fememord. Sei’s drum. Mein Liebling in diesem Jahr ist der I30 N. Das war er auch schon vorher, mit dem Facelift gewinnt er aber nochmal hinzu. Zum Beispiel Schärfe an der Vorderachse durch mehr Negativsturz. Das ist ein Hot Hatch, den ich mir in echt kaufen würde. Preiswert im Wortsinn. Jede Fahrt macht Spaß, ob zum Lidl oder auf die Alb, mit Auspuffklappe zu oder auf, Dämpfer flauschig oder straff. Überdies: Handgeschaltet extra pur, mit dem neuen Doppelkuppler geschmeidig. Dazu noch das tolle Babyblau – herrlich.

Marcel Sommer – Sir Vival

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Nein, das ist nicht das von Homer Simpson entworfene Traumauto "Der Homer" aus der TV-Serie "Die Simpsons". Es ist auch nicht der Dienstwagen von Fred Feuerstein aus den Flintstones. Das ist der Sir Vival von Walter C. Jerome. Er wollte die Straßen sicherer machen. Leider auch in puncto Preisvorstellung, was unter anderem dazu führte, dass es bei dem Einzelstück blieb. Umso schöner, dass das einzige Exemplar heute noch in der Garage von Edward T. Moore in Bellingham, Massachusetts zu finden ist.

Gregor Hebermehl – Audi A8 60 TDI quattro

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Er hieß mit vollem Namen Audi A8 60 TDI quattro tiptronic und er tauchte Ende 2019 unvermittelt im Audi Konfigurator auf: Das Oberklasse-Modell mit V8-Dieselmotor kostete ab 115.171 Euro – Audi bewarb ihn mit keiner Silbe. Unter der Fronthaube sitzt das Triebwerk der Baureihe EA898, das Audi-Ingenieure für VW entwickelt haben. Es gehörte mal zu den Schummel-Dieseln, inzwischen ist es ultrasauber. Die Adaption auf die Euro-6d-Norm rechnet sich für Audi aber bei den zu erwartenden Stückzahlen nicht – das bedeutet für die komfortable Reise-Limousine mit V8-Diesel das Aus zum Jahresende.

Michael Harnischfeger – Toyota GR Yaris

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Es gibt stärkere Autos und viele mit mehr Zylindern. Doch der Yaris GR ist für mich ein Leuchtturm für die Freude am Autofahren. Schmal genug für kleinste Landstraßen, ausgestattet mit einem ernsthaften, hoch variablen Allradantrieb und angetrieben von einem 261 PS starken 1,6-Liter-Dreizylinder. Der ist höchstwahrscheinlich typisch Toyota, dürfte also viele, viele Jahre nur mit Öl-, Kerzen- und Filterwechsel auskommen. Das alles für gut 32.000 Euro? Passt.

Holger Wittich – Mazda Reihensechszylinder

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Mazda geht gerne eigene Wege: Man leistet sich einen kleinen preiswerten Sportwagen, reaktiviert den Wankelmotor, setzt auf Saug- statt auf Turbo-Motoren und nach 2022 verlassen die Japaner auch noch ihr angestammtes Vierzylinder-Revier und bringen einen Reihen-Sechszylinder in einer neuen Heckantriebsplattform an den Start. Als Benziner und Diesel (sic) mit drei Litern Hubraum wollen sie in den Premiumbereich vordringen und bringen ein Mazda 6 Coupé, einen CX-5 als Coupé und vielleicht noch einen großen Sportwagen.

Jochen Knecht – Mercedes-Sechszylinder im Claas Xerion

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Nachdem sich der Kollege Peters ja bereits den verhinderten E350 unter den Nagel gerissen hat, wird es an dieser Stelle Zeit für einen richtigen Verbrenner. Den aus dem Claas Xerion 5000. Ein gestandener Sechszylinder mit Mercedes-Genen (OM 471 LA), der rund 520 PS aus der Kleinigkeit von 12,9 Litern schöpft. Schummeldiesel? Selten so gelacht. Mit Blick auf die ganzen elektrifizierten Newcomer vielleicht etwas aus der Zeit gefallen. Aber die dehnt sich aus der Kanzel-Perspektive des Claas eh ein wenig gemütlicher. 50 km/h schafft der große Grüne. Vorwärts wie rückwärts. Und egal auf welchem Untergrund. Ja, auch auf der Nordschleife. So viel Extravaganz kostet. So um die 600.000 Euro.

Fazit

Die Mischung unserer Verbrenner-Vorlieben zeigt, wie vielfältig sich diese Technologie einsetzen lässt. Auch wenn alternative Antriebe immer wichtiger werden, dürften uns Benziner und Diesel noch einige Jahre begleiten.

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