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Auslaufmodelle

Diese Autos haben uns verlassen

Alfa Romeo 4C, Giulietta Quadrifoglio Verde, Impression, Generation Foto: Rossen Gargolov 90 Bilder

Schwache Nachfrage, Strategiewechsel, neues Konzept – es gibt verschiedene Gründe warum Automodelle eingestellt werden. Wir haben die Auslaufmodelle ohne Nachfolger aus der jüngeren Vergangenheit und der nahen Zukunft zusammengetragen.

17.02.2018 Uli Baumann, Holger Wittich

Kundenansprüche verändern sich und die Autobauer müssen darauf reagieren. Modelle, die sich nicht verkaufen, positionieren sich damit klar auf der Streichliste. Als nächstes Opfer wurde jetzt der Alfa Romeo 4C benannt. Nach dem Modelljahr 2018 soll Schluss sein mit dem italienischen Hochleistungscoupé. Die Betonung liegt hier bewusst auf Coupé, denn die Spyder-Version des Alfa 4C wird weiter angeboten.

Zuvor ereilte das Streichschicksal schon den Mercedes CLS Shooting Brake, der beim Modellwechsel keinen Nachfolger mehr bekam. Weil BMW den neuen 8er ins Programm nimmt, wurde auch schon beim 6er gestrichen. Nicht mehr zu haben ist das 6er Coupé. Ebenfalls aus dem Angebot verschwunden ist der Elektrokleinstwagen MIEV bei Mitsubishi.

Noch da, aber mit Ende 2018 endgültig weg ist der Kultsportwagen Subaru WRX STI. Die Produktion für den europäischen Markt wird im Frühsommer 2018 beendet, ausgeliefert wird noch bis voraussichtlich Ende 2018. Das Ende naht auch für den Ford Focus RS, der ab April dem kommenden Modellwechsel zum Opfer fällt. Scheiden wird Mitte 2018 auch der Hyundai ix20, der ohne Nachfolger bleiben wird. Gehen soll auch der Nissan Pulsar ab Juni 2018. Den BMW M3 rafft ab August die verschärfte Abgasnorm dahin.

VW Scirocco hat sich verabschiedet

Lange wurde über eine Zukunft für den VW Scirocco spekuliert. Dann war klar. Auch der Scirocco verlässt uns. Es werden nur Lagerbestände gehandelt. Ein möglicher Nachfolger ist nicht in Sicht. Erwischt hat es in der letzten Streichrunde auch den Audi A3. Nein, nicht als komplette Baureihe, sondern nur in Form des Dreitürers der aus dem Angebot verschwunden ist.

Von der Streichung erfasst wurde zuvor schon die reine Elektroversion B250e und die Erdgasvariante der Mercedes B-Klasse. Bei Opel ist der Combo, der baugleich mit dem Fiat Doblo ist, nur noch als Lkw erhältlich, bei Skoda wurde der Yeti ausgemustert und bei Ford der Focus in der Stufenheckversion. Bei Citroën hat der C3 Aircross den C3 Picasso beerbt.

Auch anderswo wird gestrichen. Zuletzt traf nicht nur ein Modell, sondern gleich eine ganze Marke. Lancia hat den Verkauf des Ypsilon Ende April eingestellt. Da der Kleinwagen das einzig verbliebene Modell im Angebot war, ist damit auch das Ende von Lancia in Deutschland besiegelt.

Auch bei Citroën geht eine Ära zu Ende. Mit dem C5 haben die Franzosen das letzte Modell mit hydropneumatischer Federung aus dem Modellprogramm gestrichen. Ebenfalls entfallen ist der C4 Aircross, der auf dem Mitsubishi ASX aufbaute.

Gestrichen wird überall

Hyundai hat die große Limousine Genesis aus der Preisliste gestrichen. Hier könnte aber in naher Zukunft Genesis als neue Nobelmarke auch im deutschen Markt Aufschlag finden.

Zuletzt hatte VW das Beetle Coupé aus dem Angebot genommen. Con der geschlossenen Version werden nur noch die Restbestände abverkauft. Das Cabrio fährt 2018 in seine letzte Saison, einen Nachfolger wird es nicht geben. Gestrichen hat Hyundai das i30 Coupé, von dem es auch keinen Nachfolger geben wird.

Getroffen hat es vor kurzem auch den Rolls Royce Phantom, nicht, weil er sich nicht verkauft, sondern, weil die neue Generation ab Herbst 2017 in den Startlöchern steht. Ebenfalls nicht mehr zu bekommen ist der VW CC. Das viertürige Coupé wurde eingestellt, der Nachfolger heißt Arteon. Zum Jahresende 2016 wurde der Nissan Note aus dem Modellprogramm der Japaner gestrichen. Der neue Micra soll den alten Micra und den Note ersetzen. Bereits seit Ende August ist der BMW Z4 Geschichte. Die Produktion des Klappdachroadsters wurde eingestellt. Der Nachfolger kommt erst 2018.

Alle Modelle die uns bereits verlassen haben oder bald verlassen werden, sehen Sie in der Fotoshow.

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Neuester Kommentar

So langsam wacht der Verbraucher auf, kauft keine Nischenmodelle mehr und auch keine übermotorisierten Protzwannen, er er berechtigt befürchtet, sie später nicht mehr loszuwerden, wenn die Emissionsverbotsschraube immer weiter anzieht. Nur die grosskotzige Autoindustrie hat noch nichts gepeilt.

Nabob 30. Juni 2018, 18:31 Uhr
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