Mazda CX-3, Exterieur Arturo Rivas
Mazda CX-3 (2021), Interieur
VW Passat, Autonis 2019, ams1319
Toyota Camry
Lexus IS 300h, Frontansicht 44 Bilder

Auslaufmodelle: Diese Autos haben uns verlassen

Auslaufmodelle Diese Autos haben uns verlassen

Schwache Nachfrage, Strategiewechsel, neues Konzept – es gibt verschiedene Gründe, warum Automodelle eingestellt werden. Wir haben die Auslaufmodelle ohne Nachfolger zusammengetragen. Jetzt ist für den Mazda CX-3, die VW Passat Limousine und den Toyota Camry Schluss.

Mazda bietet in Europa den CX-3 parallel zum CX-30 an – beide konkurrieren dabei quasi um die gleiche Zielgruppe. Damit ist Ende des Jahres Schluss. Mazda stellt die Produktion des CX-3 für den europäischen Markt ein und nimmt ihn hier aus dem Programm. Auf anderen Weltmärkten bleibt er aber noch im Portfolio.

Der VW Passat als Limousine war in Deutschland und Europa noch nie ein Bestseller. Jetzt ist die aus dem Angebot der Wolfsburger verschwunden, der beliebte Variant aber weiter zu haben. Mit dem Toyota Camry verlässt eine weitere Limousine den deutschen Markt. Eigentlich hatten die Japaner auf die Taxi-Klientel als Kundschaft gehofft. Die zog aber nicht mit und Toyota nun den Stecker. Im europäischen Ausland wird der Camry allerdings weiter angeboten. Komplett aus Deutschland und Europa verabschieden wird sich demnächst mit dem aktuellen Generationswechsel auch der Lexus IS.  Bereits nicht mehr zu haben ist der kompakte Lexus CT. Bei Dacia ersetzt der neue Jogger die beiden Modelle MCV und Lodgy.

Ford hat zu viele SUV

In Europa hat Ford den Mittelklasse-SUV bereits zum Modelljahr 2021 ausrangiert. Von dem dafür vorgesehenen Facelift profitieren lediglich Fahrzeuge für den den nordamerikanischen Markt. Doch auch diesen schlägt bald das letzte Stündlein: Wie das Fachmagazin "Automotive News" berichtet, wird die Baureihe 2023 komplett eingestellt. Das Auto sei schlicht überflüssig, da Ford in den USA gleich vier fünfsitzige SUV-Baureihen mit Verbrennungsmotoren anbiete (Ecosport, Escape, Bronco und Bronco Sport) und der mit drei Sitzreihen ausgerüstete Explorer kaum teurer als der Edge sei. Ein Jahr später soll zudem der weitgehend baugleiche Nautilus aus dem Angebot des Nobelherstellers Lincoln verschwinden.

Kahlschlag bei Smart und AMG

Die Daimler-Tochter Smart hatte schon vor geraumer Zeit die Smart-Flotte auf die beiden Elektromodelle Fortwo EQ und Forfour EQ eingedampft. Jetzt zeichnet sich das Ende für den Viersitzer ab. Bereits ab August 2021 werden für den Forfour keine Bestellungen mehr angenommen. Zum Jahresende 2021 soll die Fertigung der beiden Mercedes-Modelle AMG GT Coupé und AMG GT Roadster beendet werden. Individuell konfiguriert bestellbar sind beide wohl noch bis Ende Juli.

Mercedes-AMG GT R Roadster, Exterieur
Rossen Gargolov
Bald endet die Fertigung der beiden Mercedes-Modelle AMG GT Coupé und AMG GT Roadster.

Mitsubishi stellt i-MiEV-Produktion ein

Zuvor hatte es schon andere Elektroautos getroffen. Seit 2009 hat Mitsubishi den rein elektrisch angetrieben Kleinwagen i-MiEV an. Jetzt hat die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei erfahren, dass die Produktion des Modells endet. Als Grund für das Produktionsende und eine fehlende Weiterentwicklung nannte ein Mitsubishi-Verantwortlicher gegenüber Nikkei Geld- und Personalmangel.

Während Mitsubishi den i-MiEV bereits seit Mitte 2016 nicht mehr in Deutschland anbietet, endete die Produktion der i-MiEV-Derivate Citroën C-Zero und Peugeot iOn erst im März 2020. Citroën zeigt auf seiner Website zwar noch den C-Zero, aber er ist nicht mehr bestellbar – aktuell läuft der Abverkauf der letzten Modelle, die sich noch in den Lagern der Händler befinden.

An einem Nachfolger des i-MiEV arbeitet Mitsubishi zusammen mit Nissan. Das Fahrzeug kommt allerdings frühestens 2023 auf den Markt, technische Details sind noch nicht bekannt.

Mitsubishi i-Miev
Hersteller
Aus Geld- und Personalmange entwickelt Mitsubishi den i-MiEV nicht weiter - seine Produktion endet jetzt.

Endgültiges Aus für den Mitsubishi Pajero

Kundenansprüche verändern sich und die Autobauer müssen darauf reagieren. Modelle, die sich nicht verkaufen, positionieren sich damit klar auf der Streichliste. Nun erwischt es den Mitsubishi Pajero, und zwar endgültig: 2018 schon verschwand der Offroader aus Europa, seit 2019 muss Japan auf ihn verzichten. Ab 2021 gucken auch die letzten Märkte wie Südamerika, Australien oder der Mittlere Osten in die Röhre. Ein Comeback dürfte es so schnell nicht geben, denn Mitsubishi macht direkt das komplette Werk im japanischen Gifu dicht.

Alle Modelle die uns bereits verlassen haben oder bald verlassen werden, sehen Sie in der Bildergalerie.

Fazit

Nichts ist für die Ewigkeit. Wie in jeder Binse, steckt auch in diesem Spruch ein Stück Wahrheit. Auffällig ist, wie stark sich der globale Automobilmarkt in den letzten Jahren verändert hat. Statt jede Minimalnachfrage mit einem eigenständigen Modell zu besetzen, fokussieren sich die Hersteller global auf immer weniger Plattformen, die mit unzähligen Crossover-Modellen vor allem die Schnittstellen zwischen den gelernten Fahrzeugkategorien besetzen. Statt also zwei echte Fahrzeuge im Portfolio zu haben, versuchen die Autobauer, mit nur einem Zwitter-Modell die Kunden bei sich zu behalten. Das lohnt sich für die Hersteller, geht aber auf Kosten der Vielfalt.