Chevrolet Corvette Grand Sport Final Edition, Exterieur Achim Hartmann

Auslaufmodelle

Diese Autos haben uns verlassen

Schwache Nachfrage, Strategiewechsel, neues Konzept – es gibt verschiedene Gründe, warum Automodelle eingestellt werden. Wir haben die Auslaufmodelle ohne Nachfolger aus der jüngeren Vergangenheit und der nahen Zukunft zusammengetragen.

Kundenansprüche verändern sich und die Autobauer müssen darauf reagieren. Modelle, die sich nicht verkaufen, positionieren sich damit klar auf der Streichliste. Aber auch aufwändige Zertifizierungsarbeiten lassen Modelle aufs Abstellgleis wandern. Dieses Schicksal trifft ab voraussichtlich Ende August 2019 die US-Modelle Chevrolet Corvette und Chevrolet Camaro. Beide werden vom Hersteller für die neue Abgasnorm nicht mehr angepasst. Schon seit Ende Mai wurde auch der Mercedes SL 63 AMG aus diesem Grund aus der Produktion genommen.

Einem Nachfolger mit reinem Elektroantrieb muss der Jaguar XJ weichen. Die Briten werden vom Oberklassemodell Anfang Juli das letzte Modell fertigen. Das Elektro-Top-Modell, das dann vermutlich wieder XJ heißen wird, soll dann 2020 an den Start gehen.

Zuletzt hatte es zwei Ford-Modelle getroffen: Den Ford C-Max und den Grand C-Max. Gerüchte und Spekulationen gab es zum Produktionsende der beiden Vans schon länger. Ford strafft derzeit im defizitären Europa-Markt seine Modellpalette und in diesem Zuge wurde schon vor Monaten über das Aus der beiden Modellen mit dem Betriebsrat im Werk Saarlouis verhandelt. Der Grund ist denkbar einfach: Die Nachfrage nach dem C-Max und dem Grand C-Max war schlicht „stark rückläufig“, wie Ford mitteilte.

Kein Fließheck-3er mehr

Im Juli 2016 hatte BMW de, Gran Turismo-Modell des 3er eine Frischzellenkur verpasst, auf der Bilanzpressekonferenz 2019 gab es die letzte Ölung. „Auf Modellebene wurde entschieden, dass kein Nachfolgemodell für die aktuelle Generation des BMW 3er GranTurismo entwickelt wird“, hieß es dort. Weitere Modelle könnten folgen, denn der Konzern will im Sinne einer Effizienzsteigerung die Komplexität des Modellportfolios reduzieren.

Alfa Mito läuft 2019 aus

Bereits vor einigen Wochen hat Alfa bekannt gegeben, dass der Mito nicht weiter produziert werde. Roberta Zerbi, Alfa Marken-Chefin für Europa, bestätigte das Aus ab Anfang 2019 gegenüber der britischen „Autocar“: „Der Mito ist ein Dreitürer und die Kunden greifen immer mehr zu fünftürigen Autos“, so Zerbi. Sie hoffe, dass Kunden künftig zur Giulia oder dem kleinen, kommenden SUV unterhalb des Stelvio greifen werden. In den ersten sieben Monaten des Jahres wurden in Deutschland gerade mal 213 Mito-Modelle neu zugelassen, ein Minus von 16,8 Prozent zum Vorjahreszeitraum.

Dem Ende des Mito ging vor wenigen Wochen schon ein weitere Produkt-Ende der Marke voraus. Nach dem Modelljahr 2018 wird das Alfa Romeo 4C Coupé eingestellt. Die Betonung liegt hier bewusst auf Coupé, denn die Spyder-Version des Alfa 4C wird weiter angeboten.

Am Ende: CLS Shooting Brake, 6er und M3

Zuvor ereilte das Streichschicksal schon den Mercedes CLS Shooting Brake, der beim Modellwechsel keinen Nachfolger mehr bekam. Weil BMW den neuen 8er ins Programm nimmt, wurde auch schon beim 6er gestrichen. Nicht mehr zu haben ist das 6er Coupé. Ebenfalls aus dem Angebot verschwunden ist der Elektrokleinstwagen MIEV bei Mitsubishi.

Noch da, aber mit Ende 2018 endgültig weg ist der Kultsportwagen Subaru WRX STI. Die Produktion für den europäischen Markt wird im Frühsommer 2018 beendet, ausgeliefert wurde noch bis Ende 2018.

Alle Modelle die uns bereits verlassen haben oder bald verlassen werden, sehen Sie in der Fotoshow.

Chevrolet Corvette Grand Sport Final Edition, Exterieur
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