Tesla Cybertruck Weltpremiere Pickup Tesla

Pickups mit E-Antrieb: Konkurrenten des Tesla Cybertruck

Marktübersicht neue Elektro-Pickups für die USA Der Druck auf den Tesla Cybertruck wächst

Tesla ist längst nicht die einzige Firma, die einen elektrischen Pickup plant. Ein Überblick von den großen Herstellern wie GM, Ford und Stellantis mit seiner Pickup-Marke Ram bis zu Startups wie Atlis, Rivian, Bollinger und Co.

Sie heißen Atlis, Bollinger oder Rivian. Und sie wagen die Revolution: Pickups, diese uramerikanische Fahrzeuggattung, die man sich ohne hubraumstarke, bollernde und spritschluckende V8-Motoren kaum vorstellen kann, sollen künftig von Elektromotoren angetrieben werden und ihre Energie aus Batterien ziehen. Konkurrenz (oder Unterstützung, je nach Sichtweise) erhalten die Startups von etablierten Herstellern. Ford und General Motors planen dasselbe, auch Tesla hat mit dem Cybertruck seinen ersten Pickup schon vorgestellt. Einige kleine Firmen mit mehr oder weniger geringen Erfolgsaussichten mischen ebenfalls mit bei der Casting-Show "Amerika sucht den Super-Elektro-Pickup".

Tesla Cybertruck

An der Spitze der Bewegung steht wenig überraschend Tesla mit dem Cybertruck. Das fahrende Dreieck schlägt mit seinem Design völlig aus dem Rahmen und verfügt über eine Karosserie aus gehärtetem Edelstahl, die schlag- und schusssicher sein soll. Mit seinen Dimensionen (5,86 Meter lang, 2,03 Meter breit und 1,90 Meter hoch) orientiert sich der Cybertruck am US-Pickup schlechthin, dem Ford F-150. Die Pritsche ist 1,98 Meter lang, im Fahrerhaus ist Platz für Sechs und die Zuladung gibt Tesla mit 1.588 Kilogramm an. Drei Batteriegrößen sollen für Reichweiten von 402, 483 und 805 Kilometer gut sein und mit drei Motorvarianten kombiniert werden. Die Grundpreise bewegen sich je nach Modellvariante zwischen 39.900 Dollar (aktuell umgerechnet zirka 36.050 Euro), 49.900 Dollar (45.085 Euro) und 69.900 Dollar (63.155 Euro). Die Auslieferungen sollen Ende 2021 beginnen.

Tesla Cybertruck
Tesla
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Ford F-150 Lightning

Dass sich Tesla-Chef Elon Musk den Ford F-150 als direkten Gegner ausgeguckt hat, kommt nicht von ungefähr: Der Pickup ist schließlich seit Jahrzehnten das meistverkaufte Auto der USA. Nicht nur in seinem Segment, sondern überhaupt. Und er kommt im Frühjahr 2022 endlich in einer Elektroversion, die den Beinamen "Lightning" trägt. Allradantrieb und zwei Motoren sind bei ihm obligatorisch; sie liefern im Höchstfall eine Gesamtleistung von 563 PS und ein Drehmoment von 775 Newtonmetern. Die maximale Reichweite beziffert Ford mit 482 Kilometer. Und den Grundpreis mit 39.974 Dollar (umgerechnet gerade einmal rund 32.800 Euro) für die auf gewerbliche Kunden zugeschnittene Basisversion F-150 Lightning Pro.

Ford F-150 Lightning Elektro-Pickup 2022 Weltpremiere
Ford
Ford F-150 Lightning Elektro-Pickup 2022 Weltpremiere Ford F-150 Lightning Elektro-Pickup 2022 Weltpremiere Ford F-150 Lightning Elektro-Pickup 2022 Weltpremiere Ford F-150 Lightning Elektro-Pickup 2022 Weltpremiere 35 Bilder

Canoo Pickup Truck

2023 soll der Pickup-Truck von Canoo auf den Markt kommen – wenn das Startup bis dahin seine finanzielle Turbulenzen in den Griff bekommt. Das in Los Angeles ansässige Unternehmen nutzt dafür seine bekannte Skateboard-Plattform, deren Antriebskomponenten in der zweimotorigen Variante mehr als 608 PS und maximal 746 Newtonmeter bereitstellen. Die Reichweite erscheint mit gut 322 Kilometern zwar recht schmal; dafür überzeugt der Canoo mit vielen praktischen Details, die das Leben von Handwerkern und Outdoor-Enthusiasten enorm erleichtern dürften. Hinzu kommt das Design mit steil abfallender Front, durch die der Kalifornier aus der Masse der neuen Elektro-Pickups heraussticht.

03/2021, Canoo Pickup Truck
Canoo Inc.
03/2021, Canoo Pickup Truck 02/2020, Canoo Skateboard-Plattform für Elektroautos Canoo 03/2021, Canoo Pickup Truck 14 Bilder

Alpha Motors Wolf und Superwolf

Mit einem eher lifestyligen Anstrich kommen die Elektro-Pickus des Startups Alpha Motors daher. Mit ihrem Design erinnern der Wolf mit Single- oder Extended-Cab sowie die Crew-Cab-Variante Superwolf an die kompakten, eher dynamisch ausgerichteten Pick-ups der Siebziger- und Achtzigerjahre. Da sie sich eine Plattform teilen, gleichen sich die technischen Details: Auf Wunsch sitzt an jeder Achse ein Elektromotor, was die Pritschenwagen zu Allradlern macht. Die Reichweite soll im Bereich zwischen 450 und 500 Kilometern liegen. Ein wenig Skepsis ist allerdings angebracht, denn bisher präsentierten die Amerikaner nur Renderings von ihren Elektro-Pick-ups, für die schon eine ganze Zubehör-Palette – vor allem für Camper und andere Outdoor-Abenteurer – geplant ist. Genaue technische Daten sind bisher ebenso unbekannt wie der Zeitpunkt der Markteinführung. Bestellungen (zu vollen Preisen übrigens) nimmt Alpha Motors allerdings schon jetzt freudig entgegen.

Alpha Motors Superwolf
Alpha Motors
Alpha Motors Superwolf Alpha Motors Superwolf Alpha Motors Superwolf Alpha Motors Superwolf 23 Bilder

GMC Hummer EV

Der elektrisch angetriebene General Motors-Pickup, mit dem der Konzern die Modellbezeichnung Hummer reaktiviert, hat bei seiner Vorstellung ähnlich viel mediale Aufmerksamkeit eingeheimst wie seinerzeit der Cybertruck. Ist ja logisch bei diesen beeindruckenden Daten: Für die dreimotorige Topversion prognostiziert GMC (unter dem Dach der Marke firmiert der Hummer künftig) mehr als 1.000 PS und ein Drehmoment-Maximum von knapp 15.600 Newtonmeter (an den Rädern gemessen; kombinierter Wert beider Achsen). Das Robust-Design ist Hummer-typisch, und halbautonome Fahrfunktionen sind ebenso an Bord wie innovative Offroad-Features, darunter Unterboden-Kameras sowie eine Allradlenkung samt Crab-Mode: Hier kann der Fahrer per Tastendruck die vorderen und hinteren Räder diagonal stellen, um das Fahrzeug fast seitlich zu bewegen. Das Einführungs-Modell "Edition 1" kommt Ende 2021 zum Preis von 112.595 Dollar (fast 95.000 Euro) auf den Markt. Die 79.995 Dollar (knapp 67.500 Euro) teure Einstiegsversion ist sogar erst für Frühjahr 2024 geplant.